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Ein Paradies für Tiere: Afrikas wildes Herz - The Great Rift

Filmkritik von Christel Scheja

 

Zu den Regionen Afrikas, die immer wieder in den Mittelpunkt von Dokumentationen gelangen, gehört ohne Zweifel das “Great Rift Valley”. Keine andere‚ Region hat so viele unterschiedliche Gesichter wie der große afrikanische Grabenbruch, der über Tausende von Kilometern - von der Küste Äthiopiens bis tief in das Herz Afrikas – hineinragt.

Die BBC-Dokumentation „Ein Paradies für Tiere: Afrikas wildes Herz - The Great Rift“, stellt die Regionen in drei Folgen vor.

 

Auch wenn sich die „Afar-Senke“ auch heute immer noch als unwirtliche Landschaft aus Vulkanen und großen Salzwannen präsentiert, in denen extrem hohe Temperaturen herrschen, so gilt dieser Ort doch auch als die Wiege der Menschheit. Seit 30 Millionen Jahren ist die Landschaft aus Lava unberechenbar, aber es gibt viele Tiere, die gerade hier ihre Überlebensstrategien entwickelt haben.

In Ostafrika ermöglichen Verwerfungen und Gräben, Flüssen sich ihren Weg zu bahnen und die Bildung von tiefen Frischwasserseen, die auch in der Trockenzeit nicht ganz verschwinden. Hier finden Flusspferdherden und riesige Vogelschwärme Zuflucht und Nahrung in Form von unzähligen Insekten. In und an den Seen hat sich nach und nach eine große Vielzahl von Arten entwickelt, die ein einzigartiges Ökosystem bilden.

Tief im Herzen Afrikas haben Vulkane mit ihrer Asche für fruchtbare Böden gesorgt. Da sie ebenso wie die Trockenheit das Wachstum und die Ausbreitung von Bäumen verhinderten, sind riesige Weideflächen entstanden – das Grasland der Serengeti.

 

Wer sich Dokumentationen über Afrikas Landschaften, Pflanzen- und Tierwelt anschaut, wird die hier vorgestellten Regionen sicherlich schon kennen, denn daran haben sich schon viele Produktionen versucht. Deshalb hat die BBC auch keine Kosten und Mühen gescheut, um die neusten Kameratechniken einzusetzen, um noch spektakulärere Bilder zu präsentieren, die es so noch nicht gegeben hat, sei es nun mit extremem Zeitraffer oder –lupe, Nah- und Momentaufnahmen und anderem

Das gelingt der Dokumentation sehr gut, während die Präsentation eher auf dem für „BBC Earth“ typischen Niveau bleibt. Routiniert werden die Informationen durch den Sprecher in die Bilder eingeflochten, untermalen die Beschreibungen und Informationen aber dominieren sie nicht.

Interessant dabei ist, dass die Macher auch diesmal nicht darum herum kommen in der ersten Folge auch die Menschen mit einzubinden – ist doch gerade diese Region zur Wiege unserer Spezies geworden. In den anderen konzentrieren sie sich tatsächlich nur auf Landschaft, Pflanzen und Tiere. Ganz so viel Spannung wie sonst will allerdings auch nicht aufkommen, da letztendlich kaum neue Erkenntnisse und Informationen präsentiert werden, eher eine Variation bereits bekannter Dinge.

 

Alles in allem bietet „Ein Paradies für Tiere: Afrikas wildes Herz - The Great Rift“ wieder einmal sehr schöne Bilder und Szenen, allerdings gibt es nicht viel zu berichten, was nicht schon bekannt wäre.

Wem dies letztendlich nichts ausmacht kann wieder einmal routinierte Dokumentationen im „Planet Earth“-Stil mit atemberaubenden Naturaufnahmen genießen.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051816144f706308
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DVD:

Ein Paradies für Tiere: Afrikas wildes Herz - The Great Rift

Regisseur(e): Mike Gunton

Komponist: Barnaby Taylor

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

FSK: Ohne Altersbeschränkung

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 15. April 2011

Produktionsjahr: GB 2010

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B004LR5JWC

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 12.05.2011, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01