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Fledermäuse bleiben nicht zum Frühstück von Allyson Snow

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

Vampire sind die unlogischste Rasse, die je erfunden wurde!

Einen Vampirroman zu schreiben, hat sich Doc einfacher vorgestellt. Wie soll ihm eine mitreißende Story aus den Fingern fließen, wenn das spitzzähnige Pack vorn und hinten keinen Sinn ergibt? Wer glaubt schon an Kreaturen, die betäubt vom Knoblauchgeruch zusammenbrechen, sobald sie an einem griechischen Restaurant vorbeigehen? Also Doc nicht! Von sprechenden Fledermäusen hält er im Übrigen genauso wenig.

Allerdings erkennt man die Macken neuer Mitbewohner erst, nachdem sie eingezogen sind. Als wäre es nicht schlimm genug, dass die verletzte Fledermaus, die gegen seine Balkontür gedonnert ist, in seinem Bett schlafen will. Sie kritisiert auch noch Docs mangelnden Ordnungssinn und lässt ihn beim Psychologen aus dem Fenster springen.

Zu allem Überfluss will ihm seine Lieblingskellnerin nach einer misslungenen Liebesnacht die heißgeliebte Roulade nur noch auf seinem Schoß servieren – ohne Teller! Und das wiegt fast schlimmer als der Mordverdacht, unter dem Doc plötzlich steht …

 

Rezension:

Doc ist ein erfolgreicher Schriftsteller, aber wieso will sein Verleger nur unbedingt, dass er einen Vampirroman schreibt? Wie soll man über Fabelwesen schreiben, die dermaßen unlogisch sind? Alles, was gemeinhin über Vampire gesagt wird, ist völliger Quatsch. Wie soll sich eine Fledermaus schließlich in eine menschliche Gestalt verwandeln können? Während Doc noch über dieses und andere Probleme nachdenkt, knallt etwas gegen seine Balkontür. Als er nachsieht, findet er eine Fledermaus mit verletztem Flügel. Tierlieb, wie er ist, nimmt er sich des Tierchens an. Wenig später hat er das Gefühl, die Fledermaus würde mit ihm sprechen. Eindeutig eine Nebenwirkung seines Romans! Doch schon bald überschlagen sich die Dinge: Ein mit Doc befreundeter Psychiater will ihn stationär einliefern lassen, er wird als Mörder festgenommen – und die Fledermaus verwandelt sich in eine Frau.

 

Wenn Allyson Snow nach ihrer ans Geniale grenzenden Urban-Fantasy-Trilogie Verflixt und zugebissen einen neuen Vampirroman veröffentlicht, sind die Erwartungen natürlich hoch. Mit Jeremy & Co. mitzuhalten, ist für die neuen Protagonisten natürlich eine echte Herausforderung. Dieser müssen sich der Schriftsteller Doc und seine neue ›Hausfledermaus‹ Ramina wohl oder übel stellen. Nach einem eher geruhsamen Start ins Buch gelingt ihnen das auch zunehmend besser, und spätestens, wenn Doc und seine Freunde versuchen, seine Unschuld am Mord zu beweisen, bekommt der Leser wieder Action-reichen Vampir-Humor vom Feinsten serviert.

 

Die Autorin bedient sich erneut ihres aus der Vampir-Trilogie gewohnten humorvollen Stils. Auch der dort vorkommende Anarcho-Humor tritt wieder in Erscheinung. Trotzdem sind beide Universen inhaltlich vollkommen unabhängig. Erzählt wird Docs Geschichte überwiegend aus Sicht eines auf ihn fokussierten Erzählers. Allerdings verlagert sich der Erzählfokus stellenweise auch auf den gegen Doc ermittelnden Kommissar Goldeck.

 

Wer sich für einen humorvollen Blick auf die untoten Blutsauger begeistern kann, sollte dieses Buch nicht verpassen. … und eventuell bleibt manche Fledermaus vielleicht doch bis zum Frühstück.

 

Fazit:

Fledermäuse können ja so nervig sein – besonders wenn sie sich in Vampire verwandeln können.

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Eure Meinung:

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Buch:

Fledermäuse bleiben nicht zum Frühstück

Autorin: Allyson Snow

Taschenbuch, 272 Seiten

Selbstverlag, 15. August 2019

Cover: Chris Gilcher

 

ISBN-10: 3732288080

ISBN-13: 978-3732288083

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07WTNN8JR

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.08.2019, zuletzt aktualisiert: 11.09.2019 19:57