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Fluch der Karibik. Roman zum ersten Kinofilm von Wolfgang und Rebecca Hohlbein

Rezension von Stefanie Borgmann

 

Prachtvolle Schiffe mit im Wind straff gespannten Segeln, eine ruppige, versoffene, plündernde und doch liebenswerte Besatzung und ein charmanter, intelligenter und strahlend schöner Kapitän: Das Grundgerüst eines jeden guten Piratenfilms. Man füge noch eine wehrhafte, aber in den Armen des Piraten dahin schmelzende, bezaubernde Frau hinzu, addiere wilde Schwertkämpfe und waghalsige Meutereien und das Seeabenteuer ist perfekt.

 

Auch Disney’s Fluch der Karibik muss nicht auf die klassischen Elemente eines guten Piratenfilms verzichten und doch ist bei dieser Jerry Bruckheimer Produktion alles ein wenig anders. Kapitän Jack Sparrow entspricht nicht unbedingt dem archetypischen Helden der sieben Weltmeere. Vielmehr ist er schrullig verschroben, besitzt kein eigenes Schiff, wurde von seiner Crew verraten und ist allem zum Trotz ein liebenswerter Egoist.

 

Aus diesem Grund verzeiht man ihm gerne seine Dreistigkeiten, Listen und Betrügereien, die nötig sind, um sein geliebtes Schiff, die Black Pearl, wiederzuerlangen. Doch der Weg zurück auf die Planken seiner großen Liebe ist ein steiniger.

 

An Land des Hafenstädtchens Port Royal empfängt die staatliche Justiz den gesuchten Ex-Kapitän der Black Pearl nicht unbedingt mit offenen Armen. Im Mekka der Ausgestoßenen, Tortuga, warten alte Weggefährten und Liebschaften darauf ihre Rechnung mit Jack zu begleichen. Und schließlich muss es der schrullige Seefahrer noch mit einer Mannschaft Untoter aufnehmen, um sein Schiff zurückzubekommen. Alles in allem nicht das leichteste Vorhaben, das sich Jack Sparrow ausgesucht hat.

 

Doch auf seiner Abenteuerreise ist er nicht allein. Eher unfreiwillig steht ihm der Schmied Will Turner zur Seite, um dessen Geliebte aus den Fängen der untoten Besatzung auf der Black Pearl zu befreien. Will Turner, der Sohn des berüchtigten Piraten Stiefelriemen Bill, verachtet die Piraterie aufs Äußerste und schenkt Jack nicht den Hauch von Vertrauen. Doch um Elizabeth Swann, die Tochter des Gouverneurs von Port Royal, zu befreien, nimmt er auch diese eher unangenehme Gesellschaft in Kauf.

 

Und so beginnt die Reise von Jack Sparrow, Will Turner und Elizabeth Swann. Eine Reise über die Meere dieser Welt, entlang an atemberaubenden Küsten, auf der Suche nach dem, was das Herz begehrt.

 

Keine einfache Aufgabe, die Abenteuer dieses Trios in Worte zu fassen und ihre spektakulären Abenteuer wiederzugeben. So ist es kein Wunder, dass für die deutsche Buchausgabe der Reise des Jack Sparrow kein geringerer als Fantasy-Haudegen Wolfgang Hohlbein zum Stift gegriffen hat. Unterstützung erhält der renommierte Autor von seiner ebenso talentierten Tochter Rebecca Hohlbein. Gemeinsam bringen sie den Leinwandspaß zu Papier. Der Charme des Celluloidvorbildes geht in keinster Weise verloren und dynamisch peitschen die beiden Autoren die Charaktere durch die Handlung. Packend, spannend, dicht erzählt und dabei immer eng am filmischen Original.

 

Die sehr exakte Treue ist keineswegs langweilig oder einfallslos. Warum eine gut erzählte Filmgeschichte unnötig verändern? So ist es schön einfach immer mal wieder in die Abenteuer der Seemeere einzutauchen ohne den DVD-Player zu bemühen. Einziges Manko: Die überragende Vorstellung eines Johnny Depp als Captain Jack Sparrow kann niemand so brillant in Worte fassen. Dass das Lesen des Romans zum Film dennoch so viel Spaß macht ist ein wohl verdientes und lobenswertes Kompliment an das schreibende Vater- Tochter- Duo.

 

Eine Empfehlung für alle lesenden Landratten!

Eure Meinung:


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Buch: Fluch der Karibik

Roman zum ersten Kinofilm

Autor: Wolfgang und Rebecca Hohlbein

Broschiert, 251 Seiten

Vgs, Mai 2006

ISBN: 3802535405

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 13.08.2006, zuletzt aktualisiert: 06.03.2020 08:34