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Fremder in einem fremden Land

Reihe: World of Warcraft 1

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Ein Mensch wird an die Küste Kalimdors gespült, wo er von Orcs aufgegriffen und als Gladiator nach Orgrimmar gebracht wird. Er hat keine Erinnerung an seine Vergangenheit und weiß nicht, wer er ist. In der Hölle der Arena muss er seine erste Feuertaufe bestehen, doch dies ist nur der Auftakt zu einer verzweifelten Suche nach Antworten, die den unbekannten Krieger quer durch die Lande von Allianz und Horde führt. Dabei wird die Unterscheidung, wer Freund und wer Feind ist, zunehmend schwieriger.

 

Rezension:

Der Mensch, der da an die unwirtliche Küste Durotars gespült wurde, scheint ein begnadeter Kämpfer zu sein. Der Besitzer eines Arena-Teams, der Ork Regar, erkennt den großen Nutzen des an Amnesie leidenden Kriegers und versklavt ihn. Gemeinsam mit der Blutelfin Valeera Snaguinar und dem Nachtelf Druide Broll Bärenpelz soll er die Lücke füllen, die der Tod des bisherigen Champions Blutauge in die Pläne Rehgars gerissen hat. Denn das jährliche Arena-Turnier im Düsterbruch steht an.

Doch zunächst muss der Mensch zur Kooperation gebracht werden und auch die beiden Elfen erweisen sich erwartungsgemäß als streitsüchtige Problemfälle. Orks werden es wohl nie leicht haben...

Walter Simonson beginnt seine Geschichte um Lo'Gosh - Geisterwolf - wie ihn die Horde ehrfürchtig nennt, mit einer gelungenen Vorstellung der Figuren. Besonders die beiden Elfen geraten ihm nervig genug. Schwieriger ist da schon die Vorstellung von Sklaverei, immerhin sind gerade die Orks darin gebrannte Kinder und das Computerspiel gibt es eigentlich nicht her, dass Gefangene in der Arena kämpfen. Aber immerhin konnte er so die Grundlage für typische Arena-Kämpfe schaffen. Lo'Gosh und das Geheimnis seiner Herkunft sind auf jeden Fall interessanter Stuff genug für die Comic-Reihe.

Auch die Aufwertung Düsterbruchs zu einer wilden Arena-Stätte fand ich sehr gelungen, hier offenbart Simonson Gespür für sinnvolle Erweiterungen des WoW-Backgrounds.

 

Zeichnerisch ging man kein Risiko ein und engagierte mit Ludo Lullabi, Sandra Hope und Randy Mayor erfahrene Profis, die den Comicstyle des Spiels gekonnt umsetzen, lediglich einige Architekturdesigns in Ogrimmar gerieten mir zu menschlich. Ansonsten sind sowohl Action- als auch Zauberszenen geradlinig und treffend.

 

Als neues Comicmagazin bietet World of Warcraft 1 neben einem Gewinnspiel auch ein Doppelseitiges Cover-Poster und Werbung für weitere WoW-Produkte. Bestimmt wird der Magazin-Teil aufgestockt, wenn sich das Magazin bei den Lesern durchsetzt und Feedback eintrudelt.

Trotz des Titels " Fremder in einem fremden Land" hat das Heft im Übrigen nichts mit Heinleins Roman " Stranger in a Strange Land" zu tun, hier hat die deutsche Redaktion der Versuchung wohl einfach nicht widerstehen können.

 

Fazit:

Ein gelungener Auftakt zu einem amüsanten Menschenabenteur in den gefährlichen Ländern der Horde. Gute Zeichnungen und einsteigerfreundlich gehalten, bietet "Fremder in einem fremden Land" beste Unterhaltung.

Eure Meinung:


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Comic:

Fremder in einem fremden Land

Reihe: World of Warcraft 1

Original: US-World of Warcraft 1 & 2, 2008

Autor: Walter Simonson

Zeichner: Ludo Lullabi

Tusche: Sandra Hope

Farben: Randy Mayor

Übersetzer Mick Schnelle

Panini, 23.04.2008

Heft, 60 Seiten

 

Erhältlich bei Panini


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Erstellt: 21.05.2008, zuletzt aktualisiert: 17.11.2019 13:35