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Frozen - Etwas hat überlebt (DVD)

Rezension von Cronn

 

Bereits seit den frühen achtziger Jahren existiert ein Subgenre des unheimlichen Films, das immer wieder für Furore sorgt. Die Rede ist von den Infektions-Thrillern. Manch einer erinnert sich noch mit wohligem Schrecken an Das Ding aus einer anderen Welt mit Kurt „Snake“ Russel oder Outbreak mit Dustin Hoffmann.

Alle diese Filme spielten mit dem Gedanken, was passieren könnte, würde ein Virus oder eine andere Kreatur aus dem Nichts heraus die Welt bedrohen. Was würde geschehen, würde ein derartiger Parasit sich aus einer unbelebten Region in die Zivilisation ausbreiten?

Mit dieser Grundfrage beschäftigt sich auch der vorliegende Streifen, der von Ascot Elite Entertainment auf DVD herausgegeben wird. Er trägt den Titel Frozen - Etwas hat überlebt.

Zunächst soll der Inhalt besprochen werden, ehe es zu einer kritischen Würdigung des Films kommt.

 

Inhalt:

„Es wird wärmer auf der Erde. Das Eis der Arktis taut und gibt lang verschlossene Geheimnisse frei. Leben aus einer uralten Zeit regt sich wieder und trifft auf menschliche Wirtstiere, deren Körper darauf nicht eingestellt sind.

Ein furchtbarer Tod geht um in der arktischen Forschungsstation. Mit letzter Kraft kann Forschungsleiter Dr. Kruipen das Eintreffen von Studenten gerade noch abblasen. Doch die vier - darunter seine Tochter Evelyn - ignorieren das Verbot.

Und schon bald sehen sich die öko-bewegten Jungakademiker einer alptraumhaften Situation ausgesetzt, die ihnen auch die Frage aufzwingt: Wie viele Menschenleben kann und muss man opfern, um die ganze Menschheit vor einem furchtbaren Schicksal zu bewahren ...“

Was der Klappentext schon andeutet, sei noch einmal explizit genannt – „Frozen - Etwas hat überlebt“ ist ein wahrhafter Thriller, der nichts für Menschen mit schwachen Mägen ist. Hier werden selbst hartgesottene Horror-Enthusiasten auf ihre Ekel-Standfestigkeit getestet. Dabei ist der Ekel niemals Selbstzweck, sondern stets in die Story als Element eingebunden.

 

Kritik:

Mark A. Lewis war mir als Regisseur ein Unbekannter. Doch ich werde mir diesen Namen merken und ihn im Auge behalten, denn was er mit „Frozen - Etwas hat überlebt“ geschaffen hat, ist wirklich erstaunlich.

Schon in den ersten Minuten erschafft der Film mit seinen bläulichen Farben, seiner spärlich eingesetzten Musik und der Betonung von Soundeffekten eine wahrlich unheimliche Stimmung. Dies wird durch die geradezu klassische Schnitt-Technik unterstützt, gepaart mit der herrlich ruhigen Erzählweise, die in Zeiten von hektischen Handy-Kameras gut tut. Der Regisseur verzichtet auf derartigen Schnickschnack und setzt lieber auf die Ausgestaltung seiner Charaktere im Angesicht des absoluten Grauens. Und das gelingt ihm bravourös.

Die Einsamkeit der Landschaft unterstreicht immer wieder die Isolation der Gruppe, die mit ihren Mitgliedern sehr gut aufeinander abgestimmt ist. Das Drehbuch steigert die Spannung sehr langsam, was dem Film wohl tut. Im Gedächtnis bleibt vor allem eine Szene, in der einer der Öko-Enthusiasten vor einer schwarzen Glasscheibe steht. Der an Horror-Streifen gewöhnte Zuschauer weiß, dass normalerweise hier ein Jump-Schocker erfolgen muss. Und man wartet gespannt, was geschieht…Mehr möchte ich nicht verraten, aber man sollte gerade diese Szene mit einer wohligen Gänsehaut genießen.

Als dann gegen Ende sich die Ereignisse überschlagen, die ein oder andere Spezial-Effekt-Szene die Zuschauer packt wird „Frozen - Etwas hat überlebt“ zu einem Horror-Kabinett-Stückchen wie aus dem Lehrbuch, was nicht negativ zu verstehen ist.

An keiner Stelle ist der Film trashig, obgleich das Budget wahrlich nicht hoch gewesen sein dürfte. Mark A. Lewis macht tatsächlich das Beste daraus und konzentriert sich auf die Ereignisse in der Station, in den Seelen der Charaktere. Und die Schauspieler danken es ihm mit durchwegs konstant hohen Leistungen.

Die unbekannteren Mimen agieren auf hohem Niveau und auch Val Kilmer, der mit seinem Namen den Film trägt, ist nicht nur Staffage, sondern wichtiges Element von „Frozen - Etwas hat überlebt“.

 

Bonusmaterial:

Hier besitzt „Frozen - Etwas hat überlebt“ eine ordentliche Ausstattung. Mit dem Originaltrailer und einer Behind-The-Scenes-Abteilung geht die Ausstattung in Ordnung.

„Frozen - Etwas hat überlebt“ besitzt sogar ein Wendecover, um das große FSK-Logo auszublenden. Löblich!

 

Fazit:

„Frozen - Etwas hat überlebt“ ist ein Horror-Thriller für Cineasten mit starken Nerven und ruhigem Magen. Was hier gezeigt wird, dürfte so manchen schocken. Vor allem der Ekelfaktor ist hoch und daher verwundert es, dass der Film frei ab 16 Jahren ist.

Mark A. Lewis hat mit „Frozen - Etwas hat überlebt“ einen grandiosen Film abgeliefert, der sich auf die Stärken des Horror-Films beruft, seine Vorgänger im Geiste nicht verleugnet und damit ein Kabinett-Stückchen neueren Datums darstellt, das Beachtung finden wird.

Klare Kaufempfehlung!

Eure Meinung:


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DVD:

Frozen - Etwas hat überlebt

USA 2009

Regisseur: Mark A. Lewis

Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 1

FSK: 16

Ascot Elite Home, 22. Oktober 2009

Spieldauer: 90 Minuten

 

ASIN: B002GTA2ZQ

 

Erhältlich bei Amazon

 

Darsteller:

Val Kilmer

Martha MacIsaac

Aaron Ashmore


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Erstellt: 16.10.2009, zuletzt aktualisiert: 25.03.2018 19:01