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Göttin des Lichts von P. C. Cast

Reihe: Mythica Band 3

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die griechische Götter- und Sagenwelt steht in den „Mythica“-Romanen von P. C. Cast im Mittelpunkt der Geschichte. Immer wieder kehrt die Autorin auf den Olymp zurück und verwickelt junge Götter und Göttinnen in leidenschaftliche Liebesromanzen mit Sterblichen unseres Jahrhunderts. Das ist nun auch im dritten Band „Göttin des Lichts“ wieder einmal der Fall.

 

Bisher hatte Bacchus die Welt der Sterblichen mehr oder weniger für sich alleine. Nun aber kommt Göttervater Zeus auf die Idee, das Portal auf die Erde offen zu lassen, damit auch andere Bewohner des Olymps wieder einen Blick auf die Sterblichen werfen und sich nicht nur dem trägen Müßiggang unter ihresgleichen hingeben, sondern der Überschwang und die Kreativität in den Götterhimmel zurückkehrt.

Dem Gott des Weines bleibt nichts anderes als zu gehorchen und zuzulassen, dass sich von nun an andere in seiner ureigenen Domäne Las Vegas austoben. Zu ihnen gehören auch Artemis und Apollo, die der modernen Welt zunächst mit Skepsis und Verwirrung gegenüberstehen.

Zur gleichen Zeit reist die Innenarchitektin Pamela nach Las Vegas, um sich dort mit ihrem nächsten Kunden – einem berühmten Fantasy-.Autor zu treffen und Inspiration zu holen, denn der möchte seine Villa in einen Palast verwandeln.

Die Stadt der Sünde kann sie zunächst nicht fesseln, glaubt sie doch, dass sie auch hier nur wieder – wenn überhaupt - eine langweilige Beziehung mit einem mittelmäßigen Mann finden wird.

Doch dann wird sie für einen Moment doch weich und wünscht sich, endlich leidenschaftliche Liebe mit einem göttlichen Mann. Sie ahnt nicht, dass ausgerechnet Artemis ihren Wunsch hört und gezwungen wird, ihn zu erfüllen. Ihr Zwillingsbruder Apollo soll es richten und die Sterbliche zufrieden stellen, damit der Bann schnell wieder verschwindet. Doch die Liebe lässt sich nicht betrügen.

 

Auch der dritte Band der „Mythica“-Reihe ist ein humorvoll angelegter, leidenschaftlicher Liebesroman, bei dem schöne Menschen einander finden und in romantischen Augenblicken und erotischen Umarmungen schwelgen dürfen. Die Geschichte ist simpel gestrickt, routiniert, wenn auch spritzig aufbereitet und mischt Mythen mit ein wenig Magie und sehr viel Sexappeal.

Dementsprechend sind die Figuren auch einfach gehalten. Pamela die Heldin ist eine der erfolgreichen Geschäftsfrauen, denen aber doch irgendwann etwas im Leben fehlt – und die sich natürlich einen Mann wünschen, den es in der Realität gar nicht geben kann. Apoll erweist sich als der perfekte Liebhaber, der all das besitzt, was sie gerne sehen möchte. Und selbst die Nebenfiguren finden sich wie Topf und Deckel.

Das ganze wird mit ein paar spannenden Momenten und einer bösen Intrige aufgepeppt – letztendlich siegt aber doch die Liebe.

Alles in allem ist der Roman typische Chick-Lit, in der es in erster Linie um die Beziehung geht und die Fantasy selbst eigentlich nur Staffage ist.

 

„Göttin des Lichts“ wendet sich wieder einmal an die Leserinnen, die ihre leidenschaftlichen Liebesgeschichten gerne mit ein bisschen Magie, amüsanten Momenten und sympathischen, aber einfach gehaltenen Figuren vor schillernder Kulisse mögen. Der Genre-Fan wird sich vermutlich von dieser sehr eigenwilligen Auslegung griechischer Götter und Mythen abschrecken lassen, wenn er nicht selbst ein Fable für Liebe und Beziehungen hat.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Göttin des Lichts

Reihe: Mythica Band 3

Original: Goddess of Light

Autorin: P. C. Cast

Taschenbuch, 444 Seiten

Fischer, Oktober 2012

Übersetzerinnen: Anna Julia und Christine Strüh

 

ISBN-10: 3596193850

ISBN-13: 978-3596193851

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN:B009VTIDF0

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.10.2012, zuletzt aktualisiert: 13.02.2019 15:51