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Great Rift - Der Große Graben

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

Gehört hat jeder sicherlich schon einmal von dem sogenannten „Rift Valley“, aber die wenigsten dürften eine Vorstellung haben, was damit eigentlich gemeint ist, denn mit einem kleinen „Tal“ hat die gut 6000 km lange Naturwelt nun wirklich nichts zu tun. Entstanden ist die Landschaft, die im Jordantal beginnt und über das Rite Meer, Äthiopien, Ostafrika bis nach Mozambique reicht durch die Bewegung der Erdplatten und die daraus resultierenden Aktivitäten der Erde.

 

Die drei Folgen beleuchten nicht nur die Landschaft und geologische Entwicklungsgeschichte des Rift Valley, sondern auch die Tier und Pflanzenwelt. Dabei beginnen sie im Süden, mit den Urwäldern und Savannen, die den Tieren einen guten Lebensraum bieten und bewegen sich nur langsam nach Norden. Auch die weltberühmte Serengeti gehört dazu. Und nicht zuletzt zeigen sie auch immer wieder die Menschen, die in den Regionen leben und sich teilweise der Moderne angepasst haben, teilweise aber auch noch so leben wie vor Jahrhunderten.

Für Anthropologen besonders interessant ist vor allem das karge, menschenfeindliche und von Vulkanen durchzogene Mittelstück des Rift Valley. Denn immer mehr Funde machen deutlich, dass dieser Ort gleich zweimal die Wiege der Menschheit gewesen sein könnte, und zwar nicht nur der ersten Hominiden sondern auch der des Homo Sapiens.

Die drei Folgen streifen bekannte Orte wie den Kilimandscharo, den Ngorongorokrater oder den Tanganjika-See, sondern vor allem die Tierwelt.

 

Auch wenn die BBC nicht an dem Gemeinschaftsprojekt mehrerer europäischer Sender und des Discovery-Channels Teil hat, so merkt man doch die Maßstäbe, die deren Natursendungen geschaffen haben.

Die Folgen schwelgen in atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, zeigen das Tierleben und lassen neben Einheimischen auch Forscher zu Wort kommen. Daneben gibt es Animationen, die die Lage des „Great Rift“ zeigen, wie er entstanden ist und wie sich die Bewegungen der Erdplatten in dieser Region in den nächsten Jahren weiter auswirken werden.

In erster Linie sprechen die Bilder, werden aber immer wieder auch durch kurze informative Texte aufgelockert. Der deutsche Sprecher meistert dies souverän und spricht sehr eindringlich.

So kommt die Dokumentation auch ohne reißerische Schnitte aus, da es ihr ohne Probleme gelingt, die Zuschauer zu halten. Auch die Mischung aus klassischer Musik und afrikanischen Rhythmen weiß zu gefallen und verstärkt die Atmosphäre der einzelnen Episoden auch noch.

Alles in allem bekommt man so einen guten Überblick über die Natur, Tier- und Pflanzenwelt der Region, erfährt Wissenswertes zur geologischen und anthropologischen Geschichte der Region und vielleicht sogar ein wenig Fernweh.

 

 

Fazit:

 

Wer bereits „Planet Erde“, die Flussdokumentationen zum „Nil“, „Mekong“ und andere mochte, wird auch bei „Great Rift – Der große Graben“ nicht daneben greifen. Man merkt der Dokumentation zwar die etwas andere Handschrift an, das mindert aber ihre Qualität nicht. Schon die liebevolle Aufmachung des Displays im Schuber beweist dies.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230205185244b364dee9
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DVD:

Great Rift - Der Große Graben

3-teilige Serie, Österreich 2009

Buch und Regie: Harald Pokieser & Paul Reddich

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1 , PAL, RC 2

FSK: 0

1 DVD

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 28. Mai 2010

Spieldauer: 150 Minuten (3 Episoden a 50 min)

ASIN: B003E3TR3G

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Episoden

01 Im Paradies der Tiere

02 Von Sodaseen und Binnenmeeren

03 Vom Höllenfeuer ins Heilige Land

 


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Erstellt: 10.07.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01