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Grimzhag der Ork von Alexander Merow

Reihe: Die Antariksa-Saga 1

Rezension von Christel Scheja

 

Alexander Merow gehört zu den fleißigeren jungen deutschen Autoren und ist bereits seit fünf Jahren auf dem Markt, unter anderem mit seiner „Beutewelt“-Saga und Serie über „Das Aureanische Zeitalter“. Nun legt er mit einer neuen Reihe nach, actionreicher Fantasy, wie schon der Titel des ersten Bandes „Der Antariksa-Saga“ und dessen Cover verrät: „Grimzhag der Ork“.

 

Grimzhag wächst als Sohn de Orkhäuptlings Morruk auf, musste sich aber wie jeder junge Brüller auch erst einmal seine Position erkämpfen. Anders als seines Stammesgenossen ist er schon früh nicht mehr ganz mit dem kargen Leben zufrieden, dass sie alle in der Steppe fristen müssen und lauscht gerne den Erzählungen der Alten und des Schamanen, die von den glorreichen Zeiten berichten, in denen die Orks noch ganze Reiche hatten.

In einem schweren Winter beschließt Grimzhag mit einigen Kumpanen ein Dorf zu überfallen, um Nahrung zu beschaffen, doch dort treffen sie auf Zaydan Shargut, einen Händler, der sie erstmals spüren lässt, dass Menschen hinterhältig und gemein sein können.

Um diese Erfahrung reicher, beschließt der Ork nun einen anderen Weg zu gehen, vor allem als er erfährt, dass seine grauen Augen nicht nur selten in seinem Volk sind, sondern einst auch das Zeichen der herrschenden Klasse war, der Krieger, die einst ein Imperium führten.

Durch die Geschichten seines Schamanen und eines Wahrsagers angestachelt, sieht sich Grimzhag nun immer mehr als Auserwählter und beschließt den vergangenen Ruhm seines Volkes wiederherzustellen, auch wenn er dafür ganz Antariksa mit Krieg überziehen muss.

 

In den letzten Jahren hat sich schon eine andere Sichtweise auf die Kreaturen in der Fantasy durchgesetzt, die normalerweise immer als Kanonenfutter für finstere Götter und Magier dienen mussten und kaum ein eigenes Profil entwickeln durften. Das ist mittlerweile etwas anders geworden, wenn man sich den deutschen Markt anschaut,

Auch Alexander Merow macht zwei Orks zu seinen Hauptfiguren. Grimzhag und sein Freund Zugrakk verkörpern die beiden Seiten des Volkes – ersterer ist einer der wenigen, die Zusammenhänge klar erkennen und kompliziert denken können, der zweite der fröhliche Haudrauf, der das Leben einfach so nimmt wie es kommt.

Natürlich versucht der Autor nicht die Klischees zu brechen, die mit den Ork einhergehen, sie bleiben grobe Gesellen, sie lieber zuschlagen als diskutieren und nichts gegen ordentliche Kämpfe und viel Blut haben. Auch präsentiert er eine reine Männergesellschaft, die von den Weibern getrennt lebt und diese nur dann besucht, wenn sie Nachwuchs zeugen wollen.

Der Autor nimmt sich jedenfalls Zeit, seinen Helden einzuführen, dessen Umfeld zu schildern und dann langsam aber sicher die Weichen zu stellen, um aus ihm einen erfolgreiche Kriegshäuptling zu machen. Das Abenteuer wird unterhaltsam und kurzweilig in die Szene gesetzt, die Hauptfiguren werden durchaus sympathisch geschildert, so dass man niemals im Lesefluss stockt.

 

Alles in allem ist „Grimzhag der Ork“ der gelungene Auftakt der „Antariksa-Saga“, die vor allem Fans actionreicher „Sword & Sorcery“ ansprechen wird, weil die Mischung aus Humor und Spannung, sympathischer Charakterbeschreibung und dynamischem Abenteuer stimmt.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Grimzhag der Ork

Reihe: Die Antariksa-Saga 1

Autor: Alexander Merow

Engelsdorfer Verlag, Januar 2013

Taschenbuch, 239 Seiten

 

ISBN-10: 3954880156

ISBN-13: 978-3954880157

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00B93QE8O

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 10.02.2016, zuletzt aktualisiert: 13.02.2019 15:51