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Happy Boys, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Um ihrem zumeist weiblichen Publikum immer wieder etwas neues zu bieten, lassen sich die japanischen Mangaka gerade im Bereich der romantischen Boys Love immer etwas neues einfallen. Dabei geht es ihnen nicht einmal immer darum, der Zensur ein Schnippchen zu schlagen, sondern die romantischen Bedürfnisse der Mädchen und jungen Frauen zu erfüllen.

 

In „Happy Boys“ entführt Makoto Tateno in ein ganz besonderes Café. Im „Lady Braganza“ bieten fünf junge Männer einen ganz besonderen Service.

Sie behandeln ankommende Gäste, wie das Haupersonal im 19. und frühen 20. Jahrhundert die heimkehrenden jungen Damen und Herren der Herrschaft. Man umsorgt die Besucher mit erlesener Höflichkeit und Aufmerksamkeit und versucht ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen – oder besser, zumindest fast jeden. Denn die Hausordnung verbietet es den Mitarbeitern eindeutig eine Romanze mit weiblichen oder auch männlichen Gästen anzufangen.

Da die jungen Kellner allesamt sehr hübsch und lebenslustig sind, ist das nicht immer einfach, wie vor allem Kyoichi Segawa zu spüren bekommt, der von allen „Shiva“ genannt wird. Denn Tooru Kanatosaka, der Geschäftsführer achtet genau auf die Einhaltung jeder Regel und kennt keine Gnade, wenn einer der jungen Männer sie übertritt. Aber wer sich an alles hält hat irgendwann auch die Chance, zum Oberkellner aufzusteigen – das heißt in diesem Fall zum „Butler“ – und damit mehr Verantwortung zu bekommen.

 

„Happy Boys“ ist kein Boys Love Manga im herkömmlichen Sinne, da im vorliegenden ersten Band nicht viel von irgendeiner engen oder intimen Beziehung zwischen den jungen Männern zu merken ist. Zwar leben sie in unmittelbarer Nähe zu ihrer Arbeitsstätte in einer Wohngemeinschaft, benehmen sich aber überwiegend noch wie sehr enge Freunde, die voneinander nicht loskommen können oder wollen.

Statt dessen interagieren sie auch munter mit den vornehmlich weiblichen Besuchern des Cafés. Auch die Leser können sich an den durchweg hübschen Bishonen satt sehen und ein wenig vor sich hin träumen.

Band 1 dient ganz offensichtlich erst einmal dazu, um in das Setting und die Situation einzuführen – auch die Figuren werden mit all ihren kleinen Macken genauer vorgestellt, wobei sich die Künstlerin in erster Linie auf die drei Kellner und die beiden Oberkellner konzentriert, den Geschäftsführer aber weiterhin geheimnisvoll wirken lässt. Noch passiert nicht viel, aber man kann durch die Interaktion erkennen, in welche Richtung das ganze laufen wird. Das alles wird humorvoll, ein wenig märchenhaft verschroben und romantisch von Makoto Tateno mit leichter Feder in Szene gesetzt.

 

Vor allem Mädchen und junge Frauen, die die romantischen Aspekte der Liebe vorziehen werden mit „Happy Boys“ zufrieden gestellt, denn er enthält alle notwendige Ingredienzien zum Schwärmen.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Happy Boys, Band 1

Autorin & Künstlerin: Makoto Tateno

Aus dem Japanischen von Claudia Peter

Happy Boys, Vol 1, Japan 2007

Manga-Taschenbuch, 171 Seiten

Egmont Manga & Anime, 04/2009

ISBN-10: 3770470281

ISBN-13: 978-3770470280

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 28.04.2009, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39