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Haunted Hotel: Das geheimnisvolle Gästehaus (PC)

Rezension von Cronn

 

Rezension:

Als ich das geheimnisvolle Hotel betrete, bemerke ich, dass es um mich herum völlig still ist. Nach dem Dröhnen des Donners draußen ist das fehlen jeglichen Geräusches eine richtige Wohltat. Ich hoffe dennoch, dass jemand im Hotel anwesend ist.

Ich sehe mich um, rufe nach einem Nachtportier. Aber niemand antwortet auf mein Rufen.

Es herrscht vollkommene Stille.

Ich gehe um die Rezeption herum und betrete den Gang. Dort steht ein Zimmer völlig offen. Als ich es betrete, finde ich einen Raum vor, in dem heilloses Chaos herrscht. Alle nur erdenklichen Gegenstände liegen wirr verstreut im Raum herum: ein Telefon, eine Uhr, eine Raben-Statue, und noch vieles anderes mehr.

Ich bringe Ordnung in das Chaos, sortiere die Dinge, die hier nur unsortiert herumliegen und finde so nach und nach einen Zugang zu diesem merkwürdigen Durcheinander, erkenne die Handschrift früherer Benutzer.

Doch irgendwann muss ich auf den Gang zurückkehren, denn ich fürchte, dass der Hotelbesitzer zurückkehren und meinen Ordnungsdrang möglicherweise als Herumstöbern oder gar Raubversuch in Miskredit bringen wird.

Im Gang sehe ich den Aufzug. Ich benutze ihn, um in den ersten Stock zu gelangen. Am Raum 208 vorbeikommend höre ich den Schrei einer Frau. Mir wird ganz mulmig zumute.

Offenbar ist hier im Hotel doch nicht alles verlassen...

 

HAUNTED HOTEL heißt das Game, das von Big Fish Games hergestellt wurde. Hierzulande wird das Programm von der Astragon Software GmbH vertrieben. In jüngster Zeit machte Astragon durch seine Simulations-Games von sich reden, u.a. dem Landwirtschafts-Simulator. Doch HAUNTED HOTEL spielt in einer ganz anderen Liga. Das Spiel ist dem neuen Genre der Wimmelbild-Spiele zuzurechnen.

Im Folgenden soll die Qualität von HAUNTED HOTEL einer kritischen Analyse unterzogen werden.

 

Spielmechanik:

HAUNTED HOTEL orientiert sich an dem momentan sehr beliebten Genre der Wimmelbild-Spiele. Hierbei muss der Spieler einen mit zahlreichen Gegenständen übersäten Bildschirm nach bestimmten Dingen durchforsten, die das Programm ihm vorgibt. Manchmal ist ein gewisser Zeitrahmen einzuhalten oder eine limitierte Anzahl von Mausklicks.

Auch HAUNTED HOTEL macht sich dieses Spielprinzip zunutze und präsentiert zumeist animationslose Bildschirme voller willkürlicher Gegenstände. Ob sie in einem realen Raum an derselben Stelle auftreten würden oder nicht, ist HAUNTED HOTEL egal.

Das macht das Erkennen der Dinge nicht einfach.

Auch die geringe Bildschirmauflösung, die man auch nicht verändern kann, trägt das Ihre dazu bei, dass man manche kleinen Gegenstände nicht immer als das erkennt, was sie darstellen sollen. Der Unterschied zwischen einem Apfel und einer Zitrone wird auf diese Weise spielentscheidend, gerade wenn ein Beleuchtungseffekt die Unterschiede zusätzlich noch verwischt.

Nachdem man einzelne Räume des Hotels „gesäubert“ hat, erhält man Hinweise auf den weiteren Fortgang der Story. Dies wird mit Texteinblendungen erzählt. Diese sind nicht mit Audio-Sprechern unterlegt und zudem in einer schwer lesbaren Schrifttype gefasst, so dass man bald vor lauter Textwüsten ermüdet. Auf der linken Bildschirmseite gehen einzelne Illustrationen Hand in Hand mit den Texten, wirken aber wenig aufschlussreich und auch nicht besonders künstlerisch ansprechend.

Um von Stockwerk zu Stockwerk zu kommen, muss der Spieler verschiedene Minigames absolvieren, was dazu führt, dass der Aufzug Energie erhält. Das kann im Entknoten eines Fadens geschehen, im Fangen von Energiebällen oder ähnlichem. Diese Games sind eine nette Abwechslung zum Restspiel.

Im nächsten Stockwerk wiederholt sich das Spielprinzip erneut: Räume säubern, Texte lesen, Minispiele absolvieren, Aufzug benutzen.

 

Grafik und Sound:

Die Grafik von HAUNTED HOTEL hinkt dem Standard moderner Grafiktechnologie um ein Jahrzehnt hinterher. Die Auflösung mit geschätzten 800 x 600 Bildpunkten erweist sich als ebenso antiquiert wie die z.T. pixeligen Hintergründe. Hier mangelt es eindeutig an Motivation oder Mitteln ein wesentlich stärker poliertes Produkt auf den Markt zu bringen.

Der Sound schlägt in dieselbe Kerbe und ist dumpf, sofern überhaupt auffallend und vorhanden.

 

Fazit:

HAUNTED HOTEL ist eines der Wimmelbild-Spiele, die nicht überzeugen können. Weder inhaltlich, da die Story schlecht geschrieben wurde, noch grafisch und auch soundtechnisch. Das Genre der Wimmelbildspiele hat wesentlich bessere Vertreter seiner Art!

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PC-Spiel:

Haunted Hotel: Das geheimnisvolle Gästehaus

von astragon Software GmbH

Plattform: Windows 2000/XP/Vista

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Medium: CD-ROM

Sprache: Deutsch

ASIN: B002HHL094

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 13.01.2010, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50