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Heimchen am Schwert hrsg. von Ingrid Pointecker

Femtasy mit starken Frauen

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

»Eine Frau war aus den Schatten getreten.«

Erik Huyoff, Der Kreis der Sieben

 

Nicht nur eine Frau tritt aus den Schatten: junge Mädchen, erwachsene Frauen und ältere Damen – sie alle leben grundverschiedene Leben, bestreiten Abenteuer, erheben Schwerter, Äxte und ihre lauten Stimmen. Vorbei sind die Zeiten, in denen fantastische Frauen nur als schmückendes Beiwerk zu männlichem Heldenmut dienten.

Heldinnen in zwanzig unterschiedlichen Geschichten wandeln auf gefährlichen Pfaden, beweisen Mut und bringen Welten zum Erzittern. Manche von ihnen laden zum Schmunzeln ein, andere sind ernst, einige spielen mit Klischees und doch haben sie eine Sache gemeinsam: Sie sind stark!

 

Rezension:

Kleine Mädchen und alte Frauen – nicht alle menschlich von den Genen, aber umso menschlicher vom Verhalten – wachsen in Heimchen am Schwert herausgegeben von Ingrid Pointecker, wenn es sein muss, über sich hinaus. Im Untertitel des Buches wird diese Form von Fantasy mit ausschließlich weiblichen Helden als »Femtasy« beschrieben. Auch wenn sich genau genommen nicht alle enthaltenen Kurzgeschichten dem Fantasy-Genre im engeren Sinne zuordnen lassen, können die meisten überzeugen.

 

Sei es das kleine Mädchen, das verhindern will, dass die Leute des Königs jedes Jahr sämtliche Lilien ernten, sei es eine Jungfrau, die einem Drachen als Opfer dargeboten wird, oder eine ehemalige Generalin, die eigentlich nur ihre kleine Tochter vor einem Fluch retten will, sei es eine Frau, die der Meinung ist, das Handeln des Königs würde das Land ins Unglück stürzen, und dabei überraschende Gleichgesinnte findet, oder eine Orkfrau, die die Kinder der Sippe vor Menschen verteidigt, sei es eine ältere Nonne, die ihr Kloster vor Piraten verteidigt, oder ein Menschenmädchen, das unter Trollen lebt – so bunt und überraschend wie die Mischung der Themen sind auch die Stile der einzelnen Kurzgeschichten.

 

Die beteiligten Autoren gewinnen dem Thema »weibliche Fantasy-Helden« sehr unterschiedliche Blickwinkel ab. Auch wenn (wie bei Anthologien üblich) nicht alle Geschichten auf gleich hohem Niveau liegen, weiß die Auswahl in ihrer Gesamtheit zu überzeugen.

 

Bei manchen Geschichten würde man sich ein paar zusätzliche Informationen wünschen, aber das ist bei Kurzgeschichten bekanntlich oft so. Von einigen der Stories (beispielsweise Im Kreis der Sieben oder Die Fadenschmiede) könnte man sich durchaus eine Fortsetzung in Romanlänge vorstellen.

 

Fazit:

Die weibliche Seite der Fantasy kann den Leser durchaus überzeugen.

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eBook:

Heimchen am Schwert

Femtasy mit starken Frauen

Herausgeberin: Ingrid Pointecker

Dateigröße: 589 KB, ca. 200 Seiten

ohneohren, 27. Juni 2016

Cover: Ingrid Pointecker

 

Kindle-ASIN: B01HQCEELU

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Inhalt:

Karin Pelka: Die geraubten Lilien

Thomas Heidemann: Die Fadenschmiede

Melanie Vogltanz: Honigmond

Regine D. Ritter: Tara

Philip Will: Sifas Lied

Jacqueline Mayerhofer: Rache der Vergangenheit

Laura Dümpelfeld: Mauerschatten

Andreas Acker: Halm

Erik Huyoff: Im Kreis der Sieben

Johannes G.: Eldans Lüge

Marius Kuhle: Diese eine Liebe

Robert von Cube: Kyrr

Daniel Kossack: Schweine

Anja Buchmann: Die Fürstin

Tanja Rast: Andacht und Attacke

Isabel Schwaak: Nur eine Kräuterfrau

Fabian Dombrowski: Das Rudel der Herrin

Markus Cremer: Die gegen die Schatten kämpft

Corinna Schattauer: Die adrette Hüterin der Familie

Julia Fränkle: Die Köpfe der Hydra

Weitere Infos:

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Erstellt: 30.10.2016, zuletzt aktualisiert: 25.07.2017 17:39