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Hieronymus Bosch – Schöpfer der Teufel

Filmkritik von Cronn

 

Es gibt nur wenige Künstler, deren Werk und Bedeutung mehr als eine oder zwei Generationen überdauern. Noch weniger Künstler ist es gegönnt, dass sie über Jahrhunderte hinweg die Menschen faszinieren. Zu diesem erlauchten Kreis gehört sicherlich Leonardo da Vinci, der als Universalgelehrter inmitten einer mittelalterlichen Gesellschaft einen neuen Künstlertypus darstellte. Aber auch Hieronymus Bosch gehört dazu, der mit seinen detailreichen und überaus phantasievollen Gemälden noch heute die Betrachter in seinen Bann zieht.

In seiner Heimatgemeinde sollte im Jahr 2016 anlässlich seines 500ten Todestages eine Ausstellung stattfinden. Dazu organisierte ein Team von Kunstexperten eine neue Werkschau und ließ dabei modernstes Equipment die Werke beleuchten.

Das Ergebnis ist eine Dokumentation, welche nun auf DVD und Blu-Ray vorliegt. Wie gelungen ist die Werkschau? Das soll die nachfolgende Rezension zeigen.

 

Verlagsinfo:

Fünf Jahre bereiste ein Forschungsteam die Welt, besuchte dabei Museen wie den LOUVRE, den PRADO und die NATIONAL GALLERY OF ART in Washington, um Boschs Gemälde einer fundierten und tiefgreifenden Analyse zu unterziehen.

Mit modernen Techniken wie Röntgendiagnostik, Infrarot-Fotografie und Spektralanalyse konnten die tieferen Schichten von Boschs Gemälden untersucht und aufschlussreiche und überraschende Fakten über seine Arbeitsweise ans Licht gebracht werden. Das eröffnet dem Zuschauer einen völlig neuen Zugang zu Boschs Werk.

 

Der offizielle Pressetext reicht als Inhaltsangabe vollkommen aus und muss daher nicht erweitert werden.

 

Kritik:

Die Macher haben einen interessanten Ansatz gewählt. Sie kommentieren nicht aus dem Off, sondern lassen den Leiter des Forschungsteam berichten, abwechselnd kontrastiert mit Szenen, welche das Team bei der Arbeit zeigen.

Dabei kommt man als Zuschauer auch in die Situation, ähnlich wie ein Kunstexperte durch eine Lupe die Kunstwerke von Bosch betrachten zu können, mit all ihren Rissen in der Lackschicht, welche durch die Jahrhunderte hervorgerufen wurden, in denen die Werke bereits existieren.

Auch wird der Vorgang einer Werkzusammenstellung mit all ihren Problemen und bürokratischen Formalismen aufgezeigt, was sehr interessant ist. Besonders spannend ist es, die Werke von Bosch unter der Röntgenkamera zu sehen und damit zu erkennen, wie die erste Untermalung ausgesehen hat. Dabei treten spannende Erkenntnisse zutage, mit denen nicht zu rechnen war.

 

Fazit:

Hieronymus Bosch – Schöpfer der Teufel ist eine sehr interessante Dokumentation für alle Kunstinteressierten, die sich für die Werke Boschs interessieren. Dabei werden die Werke allerdings nicht allzu tief erklärt, daher sollte man sie bereits zumindest ansatzweise kennen. Doch das Spannendste sind sicherlich die neuen Erkenntnisse, welche die Technik ans Licht bringt.

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DVD:

Hieronymus Bosch – Schöpfer der Teufel

Regisseur: Jeppe Ronde

Format: PAL

Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Spanisch

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 1 DVD

FSK: 6

Alive, 16. Dezember 2016

Produktionsjahr: 2016

Spieldauer: 87 Minuten

 

ASIN: B01H4R7ZDG

 

Erhältlich bei: Amazon

Darsteller:

  • Hans Fels

  • Bert Dungen

  • David de Jongh

  • Pieter Huystee

  • Menno Euwe

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023020518022830268d7e
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Erstellt: 19.12.2016, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01