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Hired Guns - The Jagged Edge (PC)

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Afrika – Kontinent der Angst und Gewalt

 

Du befindest dich an der Diamantenküste, einer Region, versunken im Chaos und Kriegen, beherrscht von einem skrupellosen Diktator. Es herrscht Ausnahmezustand und du musst dich entscheiden, für wen du das Leben deiner Leute aufs Spiel setzt.

 

Hilfst du dem unterdrückten und enteigneten Butsistamm im Norden des Landes bei ihrem Kampf gegen das korrupte Regime oder entmachtest du durch Intrigen und rohe Gewalt den verhassten Despoten, um danach an seine Stelle zu treten.

 

Vielleicht sind auch maximaler Gewinn und Macht Deine Ziele und du bildest Allianzen mit den Schmugglern und Piraten.

 

Handlung

 

Wie bei den Spielen mit dem Titel „Jagged Alliance (1 und 2)“ bekommt man auch hier den Auftrag ein kleines Land vor einem üblen Diktator zu befreien. Allerdings ist es dieses Mal ein Land in Afrika, was das Spiel aber nicht weniger reizvoll macht. Nachdem man sich für einen Schwierigkeitsgrad entschieden hat, kann es auch schon losgehen.

 

Veteranen der „Jagged Alliance“- Spiele werden es nicht schwer haben sich zurechtzufinden. Zuerst einmal öffnet man sein Notebook und überprüft seine E-Mails. Danach kommt der obligatorische Psychotest, bei dem der Spieler mehr oder weniger amüsante Fragen zu beantworten hat. Dann wird noch ein Rufname und das Profilbild ausgewählt und Fähigkeitspunkte verteilt und schon kann man zum Wesentlichen kommen. Denn nun heißt es sich mit den bescheidenen finanziellen Mitteln das richtige Team auszuwählen um sich dann in die Missionen zu stürzen. Wieder einmal stehen viele verschiedene Söldner zur Verfügung, die alle ihre individuellen Stärken und Schwächen haben.

 

Hat man sein Team zusammengestellt, geht es auch schon los in den ersten Sektor, wo man seine Kontaktperson treffen soll. Nur ist diese Kontaktperson nicht alleine in diesem Sektor, Truppen des Herrschers, wie auch eine Räuberband haben sich hier breit gemacht. Wie man mit all diesen Leuten umgeht, ob man sie besticht oder den Kampf sucht, liegt am Spieler, zumindest in diesem Sektor hat man noch die Wahl.

 

Technik

 

Auch im Bereich Steuerung, Grafik und Sound wird der „Jagged Alliance“- Veteran auf gewohntes Terrain blicken. Gesteuert wird wieder mit der Maus, indem man seine Söldner anklickt und sie dorthin schickt, wo man sie haben will. Dabei kann man wählen, ob sie kriechen, gehockt vorrücken, gehen oder laufen sollen. Zusätzlich kann man sie in den „Tarnmodus“ verlegen, damit bewegen sie sich zwar langsamer, aber dafür auch leiser. Je nach Waffen kann man dann noch zwischen Einzelfeuer oder Salve wählen, natürlich kann man nur Waffen in den Salvenmodus schalten, die dazu fähig sind.

 

Die Grafik ist im Vergleich zu den Vorgängern natürlich verbessert worden. Trotzdem trifft man auch hier auf Altbewährtes. Die Darstellung der Söldner richtet sich natürlich immer danach, welche Ausrüstung sie tragen. So werden die Waffen individuell dargestellt, aber auch Schutzhelme und Schutzwesten. Auch die einzigen Gebiete, die es einzunehmen gilt, sind sehr schön und abwechslungsreich angelegt worden. Somit ist keine Zone wie eine andere und zwischen dichtem Dschungel und offener Steppe ist alles dabei.

Auch im Bereich Sound greift man auf Gewohntes zurück. Die Hintergrundgeräusche passen sehr gut zum Thema Afrika und auch die Söldner beehren uns immer wieder mit teilweise sehr abstrusen Kommentaren. Die Hintergrundmusik weiß für eine gewisse Zeit zu gefallen, wird mir persönlich ab einer gewissen Zeit aber zu eintönig.

 

Spielspaß

 

Die beiden F-F Faktoren (Faszination und Frustration) wechseln sich bei „Hired Guns“ sehr oft ab:

 

Faszination, weil Spiele wie „Hired Guns“ ihren ganz eigenen Zauber haben. Es ist spannend mit seinen Truppen durch das Gelände zu kriechen und sich an den Feind heran zu pirschen. Auch das Ausrüsten der Truppen und das Verbessern der Waffen macht eine Menge Spaß. Letztendlich ist die Story natürlich auch wichtig. Im Vergleich zu seinen Vorgängern wartet „Hired Guns“ mit mehreren Fraktionen auf, mit denen man sich verbünden kann. Ein Pluspunkt, auch wenn man zunächst nur gegen die Truppen des Diktators vorgeht.

 

Frustration, da der Schwierigkeitsgrad extrem hoch ist. Selbst der Schwierigkeitsgrad „Anfänger“ ist bereits extrem anspruchsvoll. Zum einen, weil man wie aus der „Jagged-Alliance-Reihe“ gewohnt immer in der Unterzahl ist. Nur hat sich das Verhältnis geändert. „Leichte Sektoren“ gibt es kaum und man muss meistens mit einer Unterlegenheit von vier zu eins oder mehr kämpfen. Wäre dies nicht schon schwer genug, ist man auch noch unterbewaffnet, der Feind hat die besseren Waffen und noch die größere Reichweite. Erbeutet man Waffen kann man meistens keine Munition nachkaufen, sondern muss hoffen, dass man irgendwo die passende findet. Das sorgt teilweise wirklich für Frust und kann schon mal dazu führen, dass man das Spiel mehrere Tage nicht mehr spielt. Aber das sollten Dinge sein, die man durch den einen oder anderen Patch nicht verbessern könnte.

 

Fazit

 

Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades ist „Hired Guns“ ein mehr als würdiger Nachfolger in der „Jagged Alliance“- Reihe. Es ist gut, dass an dem Spielprinzip nichts verändert wurde, denn genau das macht ja auch den Reiz dieser Spiele aus. Fans der Reihe und Freunde von „Squad Battles“ kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, aber auch der „normale“ Stratege sollte auf jeden Fall diesem sehr guten Spiel eine Chance geben.

 

 

 

Eure Meinung:


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Spiel:

Hired Guns - The Jagged Edge (PC)

Peter Games

USK: Freigegeben ab 16 Jahren gem. 14 JuSchG

Erscheinungstermin: 28. März 2008

ASIN: B00101XFT6

Erhältlich bei: Amazon

 

Systemvoraussetzungen:

 

  • Prozessor : Pentium IV 1800 MHz
  • DirectX 9c kompatibel
  • Win XP / Vista
  • 512 MB RAM
  • Platz auf der Festplatte: 3,5 GB
  • 128 MB 3D, NVidia GeForce 5600/ATi Radeon 9600Pro oder höher

 

 

 


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Erstellt: 19.04.2008, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50