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Holiday-Hexen

Reihe: Tarot - Witch of the Black Rose Bd.5

Rezension von Christel Scheja

 

Rowan alias Tarot, ihre Schwester Raven Hex und ihre Mutter müssen sich in der fünften Ausgabe der Graphic Novel-Reihe „Tarot – Witch of the Back Rose“ einmal nicht dunklen Gefahren und finsterer Magie aus der Anderswelt stellen, sondern können es auch einmal ruhiger angehen lassen. Zusammen mit Jon und anderen Freunden genießen sie ihre Freizeit und machen sogar Urlaub an tropischen Stränden. Allerdings ist es mit dem Entspannen nicht unbedingt weit her, denn Schwierigkeiten scheinen die Hexen, auch ohne es zu wollen, wie magisch anzuziehen.

 

Zu Halloween ziehen nicht nur die Kinder um die Häuser und betteln um Süßigkeiten, sondern auch die Geister. Jon zieht mit einigen Freunden vom Friedhof los, während Rowan und Raven beschließen ihren Samhain ganz hexisch zu verbringen. Allerdings kommen sie nicht dazu, denn sie fallen einer Lebkuchenfrau auf, die auf ihre Weise ein besonderes Halloween feiern will.

Auch im tiefsten Winter baden die Hexen in ihrem magischen Pool, um neue Kräfte zu sammeln. Dabei werden sie um Yule herum eiskalt überrascht, denn Frostfeen und Dunkelelfen haben noch eine Rechnung mit ihnen beiden offen und wollen Vergeltung. Es gibt allerdings eine Sache, die zwischen ihnen und den Feen steht und das verhindern könnte.

Um so mehr hat sich die ganze Bande einen Strandurlaub auf Hawaii verdient, zu denen sie Jon dank einer hohen Steuerrückzahlung einlädt. Rowan und ihr Geliebter genießen ihre Zweisamkeit unter tropischen Palmen, aber wie so oft machen sie auch die Gester des Meeres auf sich aufmerksam und müssen sich schon bald mit Krabbenfrauen und hungrigen Nixen, denen es nach süßem Menschenfleisch verlangt, herumschlagen, während andere illustre Gäste beschließen die Menschen auf ihre ganz eigene Art auf zu mischen.

Und nicht zuletzt gibt Tarot mit viel nackter Haut und erotischen Posen einen Schnellkurs zum Thema Hexerei und Aberglauben. Welche falschen Dinge behauptet der Volksmund über die Hexen und zu welchen Verfolgungen führte es? Wer sind die Töchter der Göttin wirklich und welchen Traditionen folgen sie?

 

Auch wenn die ersten vier Geschichten eher weniger mit Magie und Mystik zu tun haben so bleibt Jim Balent auch im vierten Band bei seiner gewohnten Mischung. Er benutzt bewusst die gängigen Klischee und Vorurteile den Hexenkult und Göttinnenglauben, um seine erotischen Botschaften zu transportieren.

Die Horror-Abenteuer treten diesmal zugunsten von frechen Gags und vor allem sinnlicher Erotik zurück. Mehr denn je rücken die vollbusigen Hexen ihre die herausragenden Talente ins rechte Licht, so dass vor allem in der letzten Geschichte, die ein Kurs zum Thema Hexenkult und Aberglauben sein soll die eigentliche Botschaft verloren geht und der Betrachter sich mehr über die nackten Tatsachen entzückt.

Natürlich bleibt es nicht aus, das "Tarot - Witch of the Black Rose" vor allem für männliche Betrachter anregend ist, da die Optik der Heldinnen und der Inhalt auf diese Zielgruppe ausgerichtet ist.

Trotzdem muss sich frau nicht angewidert oder pikiert abwenden, denn Jim Balents Heldinnen sind und bleiben erfrischend selbstbewusst und eigenständig und sind die aktiven Sexualpartner. Die erotischen Gags werden angenehm in beide Richtung verteilt, so dass man sich nicht zurückgesetzt fühlen muss.

 

Mehr als ein wenig Spaß sollte man aber nicht von den „Tarot“-Comics erwarten. Zwar hat sich Jim Balent ein wenig mit dem modernen Hexentum beschäftigt, das aber was er in die Comics einbringt kratzt weiterhin nur an der Oberfläche und benutzt ebenfalls fast nur die modernen Klischees.

Eure Meinung:


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Comic:

Holiday-Hexen

Reihe: Tarot - Witch of the Black Rose, Band 5

Autor und Zeichner: Jim Balent

Farbe: Holly Golightly

Titelbild Jim Balent

Aus dem Amerikansichen von Christian Heiss

Tarot- Witch of the Black Rose # 16,17,23-25, USA 2006

Graphic-Novel im Comicformat, erschienen 12/2007

Panini Verlag, Stuttgart, 12/2007

ISBN-10: 386607512X

ISBN-13: 978-3866075122

Erhältlich bei Panini Comics


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Erstellt: 15.01.2008, zuletzt aktualisiert: 21.07.2019 11:39