Ikarus, Ikarus (Mark Brandis 26)
 
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Ikarus, Ikarus

Reihe: Mark Brandis 26

Hörspiel

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Mark Brandis erhält als Leiter der Raumnotretter den Auftrag, sich auf dem Asteroiden Ikarus umzusehen, der reich an Bodenschätzen ist und von der Firma Gumboldt ausgebeutet wird. Doch die vermeintliche Routinemission erweist sich als lebensgefährlich. Denn Mark Brandis trifft auf einen alten Gegner, der keine Skrupel kennt und sogar bereit ist, die Zukunft der ganzen Menschheit zu gefährden, um seine Ziele zu erreichen.

 

Am Anfang von „Ikarus, Ikarus“ gehen die Macher gleich in medias res. Sie beginnen das Hörspiel nämlich mit der Inspektion von Mark Brandis auf dem Asteroiden Ikarus, der dabei schnell in eine lebensbedrohliche Lage gerät. Die Handlung wird dann an der spannendsten Stelle unterbrochen und zunächst die Vorgeschichte erzählt. Dieser Kunstgriff sorgt für Dynamik, erhöht die Spannung und kommt dem Hörspiel zugute, da der erste Teil sonst wohl etwas zu langatmig geworden wäre.

 

Allerdings wird die anfängliche Sequenz später einfach wiederholt, was suboptimal ist. Diese Redundanz ist absolut unnötig – schließlich dürften die Hörer kaum eine so kurzes Gedächtnis haben, dass sie sich nicht an Ereignisse, die sie vor einer guten halben Stunde gehört hatten, erinnern können. Besser wäre es gewesen, maximal die letzten Sekunden zu wiederholen oder vielleicht durch eine etwas andere „Perspektive“ hier für einen neuen Eindruck zu sorgen.

 

An der hochwertigen Produktion gibt es nichts auszusetzen. Beim gemeinsamen Frühstück von Mark Brandis und Ruth 0´Hara wird die Szenerie etwa durch einen Klangteppich aus Vogelgezwitzscher und vorbei gleitenden Flugobjekten passend untermalt. Später auf dem Asteroiden ist hingegen die Akustik völlig anders arrangiert, so dass der Hörer die Helme, in denen die Charaktere stecken, bei den Gesprächen förmlich vor sich sieht. Apropos Helme. Der Hinweis auf die voll verspiegelten Helme, die für die Handlung eine nicht unwesentliche Rolle spielen, hätte sich sicherlich weniger platt integrieren lassen, als dieses im Hörspiel geschieht.

 

Das Sprecherensemble ist wie üblich herausragend. Größtes Lob verdient – wieder einmal – Michael Lott, der der Titelfigur Leben einhaucht. Egal ob Mark Brandis sich kurz seiner Wut ergibt, einen Moment in Verzweiflung gerät oder voller Selbstzweifel an die Vergangenheit denkt – stets wirkt das überzeugend. Auch die (inneren) Monologe, die teilweise nötig sind, um Vorgänge zu schildern oder das Innenleben der Hauptfigur zu zeigen, wirken recht natürlich und nicht aufgesetzt.

 

Gegen Ende des Hörspiels bietet die Story einige ansprechende Überraschungen. Dabei werden die Langzeitfolgen von Ereignissen deutlich realitätsnäher und genauer als bei anderen Hörspielserien des Genres betrachtet. Die finale Konfrontation fällt allerdings ein wenig knapp und recht unspektakulär aus.

 

Fazit:

„Ikarus, Ikarus“ ist ein gutes, aber kein herausragendes Hörspiel aus der Serie „Mark Brandis“. Es überzeugt durch die gewohnt hochwertige Produktion und diverse Überraschungen, bietet aber an einigen Stellen auch Anlass zu Kritik.

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Hörspiel

Ikarus, Ikarus

Reihe: Mark Brandis 26

Dauer: ca. 71 Minuten

Umfang: 1 CD

Romanvorlage: Nikolai von Michalewsky

Manuskript: Balthasar von Weymann

Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymam

Sounddesign und Musik: Jochim-C. Redeker

Folgenreich/: Interplanar, Oktober 2013

 

ASIN: B00DYFCXWQ

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Sprecher:

Michael Lott

David Nathan

Mira Christine Mühlenhof

u. v. m.

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2024022308234303500177
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Erstellt: 05.02.2014, zuletzt aktualisiert: 12.02.2024 15:44, 13409