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In den Abgrund von Bernd Perplies

Reihe: Magierdämmerung, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „In den Abgrund“ findet die Trilogie „„Magierdämmerung“ ihr ende. Noch einmal kehrt der Autor Bernd Perplies in das spätviktorianische England zurück, in dem Magie mit zum Leben gehört und auch Luftschiffe nicht ganz unbekannt sind. Schon eine ganze Weile tobt eine Auseinandersetzung zwischen den Magiern, die den Status Quo bewahren möchten und denen, die nach der ultimativen Macht streben, so wie der Ursupator Wellington, der Albert Dunholm, den Lordmagier des „Silbernen Kreises“ umgebracht und sich zum neuen Anführer der Zauberkundigen und Begabten aufgeschwungen hat.

 

Inzwischen ist es Wellington gelungen, eine der uralten Quellen der Magie aufzuspüren und ihren genauen Standort heraus zu finden. Mit einer Schar seiner treusten Anhänger macht er sich in der „Nautilus auf, um sie wieder ans Tageslicht zu holen und zu öffnen.

Nur wenige sind noch da, die ihn jetzt aufhalten können, nun nachdem Dunholm und auch Giles McKellen, einer der „Wächter“ tot sind.

Zu ihnen gehören Giles Enkelin Kendra und Jonathan Kentham, der ehemalige Reporter des „Strand Magazine“, der unverhofft zum Erben von Dunholms Ring und Macht geworden ist. Er hat sich nach wilden Verfolgungsjagden mit der jungen Magierin zusammen getan und ein Artefakt erschaffen, mit dem sie die Quelle vielleicht wieder verschließen können. Doch wie sollen sie noch rechtzeitig bei der Quelle ankommen, wenn jetzt schon zu spüren ist, dass Wellington nahe daran ist, die letzten Geheimnisse zu entschlüsseln und damit die volle Macht der Quelle entfesseln wird. Es bleibt nur eines – mit einem anderen Artefakt ein Schiff zu rufen, dass in ewigen Nebel gehüllt ist und als Legende über die Meere geistert. Doch wird der „Fliegende Holländer“ wirklich dazu bereits sein, ihnen bis zum letzten Moment zu helfen.

Auch Jupiter Holmes und Randolph Brown sind eine unerwartete Allianz eingegangen. Sie haben sich mit Angehörigen der Magieinquisition des Vatikan zusammen getan, die ebenfalls die Quelle zum Ziel haben und hoffen, dass wenigstens einige von diesen so vernünftig sind, dass sie mit sich reden lassen.

 

„In den Abgrund“ führt die offenen Handlungsfäden zu einem dramatischen Ende zusammen und schafft doch auch wieder neue, so dass man merkt: Zwar mag diese Geschichte jetzt zu Ende erzählt sein, aber die Welt ist zu schade, um sie jetzt schon wieder im Stich zu lassen. So kann es gut möglich sein, dass er weitere Abenteuer aus diesem alternativen Europa erzählen wird. Immerhin hat er noch nicht alles ausgeschöpft, was der Steampunk zu bieten hat – neben der Nautilus und diversen Luftschiffen.

Zu Anfang des Buches sind die Helden bereits in Position gebracht und auf dem Weg zur Quelle der Magie. Doch auch die Reise selbst bietet viele Gefahren und Überraschungen. Gerade Jonathan Kenthem lernt eine Menge über sich und sein Potential, zusammen mit Kendra erfährt er mehr über den „Fliegenden Holländer“ und seinen Kapitän, der allen Grund hat, die Magieinquisition zu hassen.

Auf der anderen Seite muss Jupiter Holmes sehr aufpassen, nicht den falschen Leuten aufzufallen und das Vertrauen von jemandem zu gewinnen, der vielleicht in der Not zum Freund werden kann.

Gerade der erste Teil des Buches ist sehr ruhig, da die Leser wie die Figuren weitere Details erfahren, die nicht nur für den Hintergrund interessant sind sondern auch ihre Aufgabe betreffen.

Einige der Kapitel stehen sogar etwas im Raum, da neuen Figuren eingeführt werden, die nicht mehr wirklich mit den Hauptfiguren zusammen treffen. So wird deutlich, dass Fortsetzungen geplant sind.

Die Geschichte selbst ist in sich geschlossen. Der Versuch die Macht der Quelle zu beherrschen wird gestört und die Feinde ereilt das wohlverdiente Schicksal. Die Gefährten haben neue Freunde gefunden und ein junges Paar kann sich nun endlich seine Gefühle zueinander eingestehen. Zwar verzichtet der Autor auch diesmal darauf, die Personen all zu sehr zu charakterisieren, aber dafür entschädigt das stimmungsvolle Ende, in dem jeder seine Aufgabe bekommt..

 

„In den Abgrund“ ist der würdige Abschluss der „Magierdämmerung“ und bietet eine interessante Mischung aus Steampunk und Historie. Zwar braucht die Geschichte auch diesmal etwas, um in die Gänge zu kommen, dafür erfährt man aber auch eine Menge über den Hintergrund, der für die passende Atmosphäre sorgt.

 

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In den Abgrund

Reihe: Magierdämmerung, Bd. 3

Autor: Bernd Perplies

Paperback, Klappbroschur - 504 Seiten

Lyx, Köln, erschienen September 2011

Titelbild von Max Meinzold, Karten von Jan Reiser

ISBN-10: 3802582667

ISBN-13: 978-3802582660

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-Edition

ASIN: B005LVL29Q

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.09.2011, zuletzt aktualisiert: 13.09.2019 09:25