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Gallaghers Schlacht von Achim Hiltrop

Reihe: Die Gallagher-Chroniken, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Zwar sind die „Gallagher Chroniken“ schon einmal veröffentlicht worden, aber Achim Hiltrop hat die Neuausgabe beim Atlantis-Verlag genutzt, um seine Serie gründlich zu überarbeiten und mit zu erweitern, um Fehler auszumerzen und das Gesamtbild der Romane besser abzurunden, so dass man sich den Kauf durchaus überlegen kann. Jeder Geschichte ist ein Vorwort vorangestellt, in dem der Autor aus dem Nähkästchen und über die Entstehung der Geschichte plaudert.

 

Nach den Ereignissen auf Kerian hat Clou Gallagher erst einmal beschlossen, dem Sektor den Rücken zu kehren, in dem der Planet Kerian liegt, damit nicht jemand noch auf dumme Gedanken kommt, ihm erneut so etwas wie Kriegsverbrechen und Hochverrat anzuhängen. Deshalb möchte er erst einmal so viele Lichtjahre wie möglich zwischen sich und diesen Bereich der Galaxis bringen, bis Gras über die Sache gewachsen ist.

Zwar ist sein Ziel zunächst die Erde, auf dem Weg stellt er aber frustriert fest, dass seine finanziellen Mittel bei weiten nicht ausreichen.

Deshalb bleibt ihm zusammen mit seinem intelligenten Raumschiffs Trigger erst einmal nichts anderes übrig, als sich dem Verband des berühmt berüchtigten Söldnerführers Quint anzuschließen, der Leute für einen neuen Auftrag sucht. Die Bewohner des planetenreichen Sonnensystems Oea, haben ihn um Hilfe gegen die ständigen Piratenüberfälle gebeten, denen immer wieder Frachter mit wertvoller Ladung zum Opfer fallen.

Schnell gewöhnt sich Gallagher an seine neuen Kameraden und stellt fest, dass der erfahrene Quint seinem Ruf mehr als gerecht wird.

Schon bald stellen sie aber auch fest, warum der Auftrag so gut bezahlt wird, denn er erweist sich als äußerst schwierig. Die Piraten sind nicht so leicht zu fassen wie zunächst gedacht, sie sind disziplinierter und zahlreicher als gedacht, der Ort an dem sie sich verschanzen scheint eine uneinnehmbare Festung zu sein.

So bleibt ihnen am Ende nur eines: Quint und seine besten Männer müssen sich unter falschen Voraussetzungen bei den Piraten einschleichen und von innen her Sabotage betreiben um überhaupt eine Chance zu haben. Auch wenn das für den ein oder anderen die Begegnung mit der eigenen Vergangenheit bedeutet.

 

Mehr noch als im ersten Band ist Clou Gallagher hier der charmante und listige Glücksritter, der sich zwar rauh gibt, aber dennoch ein Herz besitzt. Damit erinnert er nicht von ungefähr an Han Solo und andere Helden der Space Opera. Und das ist es auch, was „Die Gallagher-Chroniken“ eigentlich sind. Das merkt man auch an „Gallaghers Schlacht“. Inspiriert von dem Historienklassiker „Gegen alle Flaggen“ in dem Errol Flynn eine uneinnehmbar scheinende Festung von Piraten auf Madagaskar infiltriert und dort die Verteidigungsanlagen sabotiert, schildert er hier die neue Mission seines Helden.

Gallagher muss sich ohne die Hilfe seines Raumschiffes Trigger zwischen den Piraten bewegen und gute Miene zum bösen Spiel machen, um sich nicht zu verraten. während die kybernetische Intelligenz ganz andere Probleme und Sorgen zu meistern hat. Er trifft eine wichtige Gefangene und eine stolze Piratin, die eigentlich gerne ein anderes Leben führen würde und wird schließlich auch enttarnt. Das alles endet in einer schon fast filmreifen Raumschlacht.

Wieder bietet Achim Hiltrop eine turbulentes, actionreiches Science-Fiction-Abenteuer, bei dem man mitfiebern und auch schon einmal herzhaft lachen kann, da weder der Held und der Autor sich immer ernst nehmen. Die dann und wann auftauchenden Klischees und Archetypen der Space Opera gehören in „Gallaghers Schlacht“ wie das Salz in der Suppe und werden gerne auch schon einmal augenzwinkernd auf den Kopf gestellt. Die Begeisterung des Autoren überträgt sich auf den Leser und das ist gut so, denn damit erreicht Achim Hiltrop sein Ziel.

 

Auch „Gallaghers Schlacht“ ist wieder ein gelungenes und durchweg unterhaltsames Science-Fiction-Abenteuer, das sich Fans spannender Science Fiction, die nicht unbedingt nach Tiefgang oder Sozialkritik suchen, nicht entgehen lassen sollten.

 

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Titel: Gallaghers Schlacht

Autor: Achim Hiltrop

Reihe: Die Gallagher-Chroniken, Bd. 2

Autor: Achim Hiltrop

Taschenbuch im Großformat - 210 Seiten

Atlantis, Stolberg, erschienen Oktober 2007

ISBN 978-3-936742-85-5

Titelbild von Christian Kesler

Erhältlich bei:

Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.11.2007, zuletzt aktualisiert: 07.02.2017 20:55