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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Die Kinolegenden Harrison Ford, Cate Blanchett, George Lucas und Steven Spielberg schlagen das lang ersehnte vierte Kapitel der grandiosen Indiana-Jones-Saga auf. Und Panini-Comics macht sich mit auf die atemberaubende Reise, wenn der Mann mit Hut und Peitsche erneut seinen Hörsaal verlässt um sein bisher größtes Abenteuer zu bestehen.

 

Ende der 50er Jahre: Eine geheime, russische Organisation hat es auf ein höchst mysteriöses Artefakt abgesehen: Den Kristallschädel. Doch welches Geheimnis verbirgt sich hinter der geheimnisvollen Beute?

 

Der offizielle Comic zum Film: Der verwegenste Archäologe aller Zeiten geht erneut auf eine brandgefährliche Jagd!

 

Rezension:

John Jackson Miller könnte einigen bekannt sein aus Star Wars: Knights of the Old Republic. Hier musste er sich der Herausforderung stellen, einen Film zu adaptieren, dessen Story-Geschichte allein schon einen Roman wert ist. Letztendlich hat das Kino eine Legende wieder bekommen und nicht wenige Fans sagen, dass Indiana Jones der Grund ist, warum Kinos gebaut werden. Kann so etwas als Comic funktionieren?

Filmkritiker waren sich bezüglich der Handlung recht einig. Die krude und konfuse Aneinanderreihung von Unwahrscheinlichkeiten begeisterte die Indi-Fans und stieß die anderen ab. Doch was soll's, Cate Blanchett und Harrison Ford gaben mit ihrem Spiel den Bildern eine ironisierende Grundnote, ohne die der Film vielleicht tatsächlich platt geworden wäre.

 

Der Comic kann nun nicht mit den beiden Schauspielern aufwarten, er muss auf die Bilder zurückgreifen. Luke Ross und Cliff Richards versuchen mit klassischem Stil der Handlungszeit zu entsprechen und den Filmszenen gerecht zu werden. Dabei verlassen sie nur selten das filmische Original, im Gegenteil lassen sie in vielen Panels den Hintergrund gleich ganz weg, was zwar zu einer Konzentration auf die Figuren führt, jedoch oftmals der Atmosphäre schadet. Überhaupt sind die Figuren erneut das große Manko der beiden. Unmotivierte Falten, starke Veränderungen der Gesichter, Strukturlosigkeit in größeren Weiten - insgesamt wirkt die zeichnerische Umsetzung grob und skizzenhaft. Gerade dadurch gelingt es nicht, die notwendigen Kürzungen zu überbrücken, oder den Humor des Films nachzubilden.

So bleibt dem Leser immer wieder nur das Grübeln über verzerrte Gesichter und eigenwillige Auslassungen. In dieser komprimierten Erzählweise werden die Plotschwächen bedauerlicherweise nur allzu offenbar.

 

Der Band selbst wird von Panini wunderschön präsentiert und hält auch die beiden Cover der Originalhefte in einer kleinen Cover-Galerie bereit.

Sehr schön ist es auch, mal wieder etwas von Claudia Kern zu lesen, wenn es auch nur als Übersetzerin ist.

 

Fazit:

Leider gelingt es dem ersten Band der neuen Indiana Jones Comics nicht, dem Film etwas hinzuzufügen. Zeichnerisch schwach, wird der Film stark vereinfacht nacherzählt. Es bleibt zu hoffen, dass die Fortsetzungen sowohl mit guten Storys als auch besseren Bildern aufwarten können.

Eure Meinung:


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Comic:

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Original: Indiana Jones and the Kingdom of the Crytal Skull 1 und 2, 2008

Comicadaption: John Jackson Miller

Zeichnungen: Luke Ross, Cliff Richards

Tusche: Fabio Laguna, Eber Ferreira

Farben: Dan Jackson, Pamela Rambo

Cover: Drew Struzan

Übersetzerin: Claudia Kern

Panini, 21.05.2008

Softcover, 100 Seiten

 

ISBN-10: 3866075731

ISBN-13: 978-3866075733

 

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 18.07.2008, zuletzt aktualisiert: 17.11.2019 13:35