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Infinite Crisis Countdown

Rezension von Ralf Steinberg

 

Klappentext:

Anschnallen, Freunde! Der Countdown zum Großereignis des Jahres 2006 hat begonnen! Die Infinite Crisis naht... doch noch kann niemand ahnen, welche Konsequenzen sie für das gesamte DC-Universum haben wird! Und es ist ausgerechnet Blue Beetle, der Underdog der Justice League, der den Ball ins Rollen bringt, als er entdeckt, dass jemand die intimsten Geheimnisse der JLA kennt! Doch wer steckt dahinter, und was bedeutet die rätselhafte Abkürzung OMAC? Die unglaubliche Antwort ist erst der Anfang!

 

Rezension:

20 Jahre nach Crisis on Infinite Earths feiert sich DC mit einem Großereignis der besonderen Art. Neben dem Crossover mit Marvel verspricht Infinite Crisis eine gehörige Portion Unruhe im Leben der diversen Superhelden und Entitäten.

Der erste, der den Umfang der Veränderungen zu spüren bekommt, ist Blue Beetle.

Während der Held zweiter Klasse über die ersten Wellen der kommenden Krise stolpert, wird in bunter Ausführlichkeit der Bogen der Protagonisten abgesteckt.

Maxwell Lord als Oberschurken mag dabei willkürlich erscheinen, gibt der Story um Blue Beetle aber die nötige Portion Ironie, um den Kitsch von der Figur fernzuhalten.

Denn Ted Kords Tragödie ist weder neu, noch als Story sonderlich spannend.

Wir erkennen, wie stark der innere Zusammenhalt der JLA gelitten hat, wie sehr die edlen Superhelden in den Weiten ihrer eigenen Ideale gefangen sind. So weit nämlich, dass sie zunehmend der Realität verlustig werden.

Blue Beetle steht genau an der Grenze zwischen normalem Leben und der Monsterverantwortung, die Superman, Batman und auch Wonder Woman anfällig für die Crisis machen.

Der Trick ist alt. Erst die Helden madig machen, sie schwach darstellen, damit sie vom Bösen leicht geschlagen werden können, um dann zu wachsen und schlussendlich zu obsiegen.

Der Leser weiß das, und mag es trotzdem. Interessanter ist doch die Frage, wie DC den Konflikt tatsächlich führen wird, und welche Figuren der Handlung ihren Stempel aufdrücken.

Captain America und seine Marvelhelden treten zwar in Erscheinung, ihre Rolle im großen Spiel allerdings bleibt noch recht diffus.

Zeichnerisch wagt der Band keine Experimente. Stilistische Unterschiede in den Zeichnungen der einzelnen Kapitel bleiben deutlich sichtbar und verhelfen zu einer annehmbaren Dynamik. Ivan Reis gelingt es dabei am intensivsten, den inneren Horror Blue Beetles auszudrücken.

 

Fazit:

Paninis Beginn der Veröffentlichungen zur Infinite Crisis, ist ein fesselndes Comic-Abenteuer und zugleich der Start in eine viel beachtete Serie, die darüber hinaus auch ein Riesen-Comicevent darstellt.

Wer das nicht verpassen will, muss Countdown gelesen haben.

 

Eure Meinung:


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Titel: Infinite Crisis Countdown

Reihe: Infinite Crisis

DC, Mai 2005

Panini, 09.03.2006

S. 76

Autoren: Geoff Johns, Greg Rucka, Judd Winick

Zeichner: Rags Morales, Ed Benes, Jesus Saiz, Ivan Reis, Phil Jimenez

Übersetzer: Steve Kups

Erhältlich bei Panini Comics

Zur Serie:

Infinite Crisis


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Erstellt: 27.03.2006, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40