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The Rann-Thanagar War

Rezension von Ralf Steinberg

 

Klappentext

Im tiefsten Kosmos entbrennt ein gewaltiger, galaktischer Krieg um Macht und Einfluss zwischen Rann, der Heimat des kosmischen Helden Adam Strange, und Thanagar, dem Planeten, von dem Hawkman und Hawkgirl stammen.

 

Rezension

Die von Juli bis Dezember 2005 erschienen sechs Teile des Rann-Thanagar Krieges bilden einen direkten Handlungsvorläufer zur Infinitive Crisis.

Die Story ist wirr und reichlich unattraktiv.

Die Teleportation des Planeten Rann in das System von Thanagar schlug fehl. Thanagar geriet durch die Störungen im Gravitationsfeld in die Nähe der Sonne und verlor dadurch seine Atmosphäre. Eine Evakuierung der Bevölkerung nach Rann gelang zum Teil, allerdings brach schon bald ein Streit um die nun gemeinsame Heimat aus und die Flotte Thangars begann eine Invasion Ranns.

Gleichzeitig begann ein alter thanagarianischer Kult in den Ruinen der toten Welt einen der sieben Teufel zu beschwören - Onimar. Schon bald strebt Onimar nach der Herrschaft über das Universum, Rann sieht er als erste Hürde an. Dort kämpfen letzte Reste der legitimen Regierung gegen die Invasion. Adam Strange und Hawkgirl, sowie Hawkman symbolisieren dabei eine mögliche Allianz beider Völker. Immer mehr Helden stoßen zur letzten Verteidigungslinie, so auch Green Lantern Kyle, der eigentlich in ganz anderem Auftrag unterwegs war und auch Captain Comet.

Dann sind da noch die heimatlosen Tamaraner mit ihrer Königin Komand’R (ein wirklich einfallsloser Name), die ebenfalls hoffen, Rann für sich beanspruchen zu können.

Alle treffen in und um Rann aufeinander und in einer finalen Schlacht wird die Verbindung zur Infinitive Crisis offenbart.

Leider erschließt sich über weite Strecken kein besonders logischer Handlungsfaden. Die Motive der einzelnen Fraktion wirken plakativ und beliebig. Wie immer, wenn über ganze Planetenbevölkerungen im Nebensatz erzählt wird, bleibt das eigentliche Geschehen substanzlos. Die Wächter des Universums zeigen dabei zumindest erneut ihre Möglichkeiten, vollendete Tatsachen gerade zu biegen, was für mich der bessere Teil der Serie darstellte.

Die Bilder von Ivan Reis hingegen sind in ihrer Farbenbracht und Dynamik sehr ansehnlich. Die Mühe, Doppelseiten farblich stimmig zu gestalten, wird mit einer einheitlich wirkenden Optik belohnt, die besonders in Hinblick auf Day of Vengeance überwältigend ist.

 

Fazit

Der Rann-Thanagar Krieg ist eine krude Geschichte in berauschenden Bildern, kein Höhepunkt des Comic-Events Infinitive Crisis, aber auf jeden Fall ansehnlich.

 

Day of Vengeance

 

Rezension

Der Spectre zieht unter dem Einfluss geheimnisvoller Einflüsse stehend, aus, die Magie zu vernichten. In jeder Dimension, jeder Zeit, jedem Ort, erscheint er und zerstört vom mächtigsten Magier bis hin zum kleinsten Magiekrümel alles, das er für Magie hält.

Die wenigen, die sich retten konnten, oder noch verschont blieben treffen sich in der Oblivion Bar und lamentieren. Doch einige beschließen, den Kampf aufzunehmen, auch wenn sie nicht zu den mächtigsten Magiern der Welt gehören. Zusammen sind sie der Shadowpact: Enchantress, Ragman, Blue Devil, Detective Chimp, Nightshade, Jimmy Rook und Black Alice, das Wunderkind.

Ihnen gelingt es zunächst erfolgreich in den Kampf zwischen dem Spectre und Captain Marvel einzugreifen, allerdings ist ihr Sieg nicht von Dauer, denn der Spectre wird unterstützt von der geheimnisvollen Eclipso, deren Macht ebenso groß zu sein scheint, wie die des Spectre.

Doch es gibt noch andere Kräfte, die den Kampf aufgenommen haben und diese profitieren vom Aufschub, den der Shadowpact, trotz seiner bescheidenen Fähigkeiten, zu verschaffen im Stande ist.

Wesentlich geradliniger und dichter erzählt Bill Willingham eine Geschichte über Zufallshelden, die tun, was getan werden muss. Zwar überrascht auch Day of Vengeance nicht durch eine innovative Story, sie ist aber um Längen besser als die vom Rann-Thanagar War. Besonders der nichtmagische Schimpansen Detektiv Chimp sorgt mit Wortwitz und Humor für eine ironische Grundnote in den Dialogen. Es sind abgerissene und verkaterte Helden, die in einer kaputten Welt auf Elend, aber auch Hoffnung stoßen.

Überhaupt, die Welten der beiden Miniserien könnten nicht unterschiedlicher sein. Das betrifft auch den Zeichenstil.

Justiniano und Ron Wagner arbeiten selten mit überfüllten Hintergründen und bringen wesentlich mehr Sachlichkeit in die Seiten. So strahlen die Panels mehr Ruhe und Struktur aus. Auch wirken sie der Story angemessen, düsterer, voller morbider Melancholie.

 

Fazit

Day of Vengeance ist im Vergleich zum Rann-Thanagar War mit einer besseren Story ausgestattet und überzeugt somit deutlich mehr. Grafisch ist der Unterschied eher im Stil, als in der Qualität zu finden.

 

Die Infinite Crisis Monster Edition Band 1 ist alles in allem eine lohnende Sammlung für Fans der Superhelden von DC und Marvel. Viel Comic fürs Geld, ohne besondere Ansprüche an die Handlung zu stellen.

 

Eure Meinung:


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Titel: Infinite Crisis Monster Edition Band 1

Enthält:

 

Rann-Thanagar War

Original: Juli - Dezember 2005

Autor: Dave Gibbons

Zeichner Ivan Reis

Überseter: Steve Kups

 

Day of Vengeance

Original: Juni - November 2005

Autor: Bill Willingham

Zeichner: Justiniano und Ron Wagner

Übersetzung: Christian Heiss

 

Label: DC

Erschienen: 23.03.2006

Erhältlich bei Panini Comics

Zur Serie:

Infinite Crisis


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Erstellt: 28.04.2006, zuletzt aktualisiert: 01.11.2019 12:28