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Iron Fist – Endspiel

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Einige Superhelden stehen im Marvel-Universum nicht wirklich im Fokus des Öffentlichkeit. Iron Man oder Captain America kennt – nicht zuletzt durch die erfolgreichen Filme im Marvel Cinematic Universe – fast jeder Comic-Fan nicht aber Iron Fist. Das könnte sich auch wegen der 2017 erscheinenden Netflix-Serie „Marvel’s Iron Fist“ ändern. Bereits ein Jahrzehnt zuvor erschienen einige neue Geschichten, in deren Mittelpunkt der mystische Kung-Fu-Kämpfer steht, den Gil Kane und Roy Thomas bereits 1974 erschaffen hatten. Panini hat nun den Sammelband „Iron Fist – Endspiel“ herausgebracht, der die Storys „Civil Wars: Choosing Sides 1“ sowie die ersten sechs Teile der eigentlichen Serie „The Immortal Iron Fist“ umfasst.

 

Danny Rand ist ein Martial-Arts-Spezialist, der seit dem Sieg über den Drachen Shou-Lao die übernatürlichen Kräfte der Iron Fist erhielt. Als er als Eigentümer des Familienkonzerns Nachforschungen über ein anderes Unternehmen unternimmt, das ihm nicht geheuer ist, stößt er auf unerwartete Schwierigkeiten. Schon bald wird Danny von einer Verbrecherorganisation gejagt. Dumm, dass er sich als unregistrierter Superheld nicht an SHIELD wenden kann. Dann tritt auch noch ein Gegner auf den Plan, der selbst über mystische Kräfte gebietet. Zu allem Überfluss scheint Danny nicht der einzige Kämpfer zu sein, der über die Kräfte der Iron Fist gebietet.

 

Für die Story sind nicht irgendwelche Autoren, sondern Ed Brubaker („Daredevil“, „Fatale“, „Sleeper“) und Matt Fraction („Fear Itself – Nackte Angst“, „Punisher War Jorunal“, „X-Men“) verantwortlich. Beide wurden bereits mit dem Eisner und Harvey Award ausgezeichnet. Mit „Iron Fist – Endspiel“ gelingt ihnen eine packende und actionreiche Story, die auch dank der häufigen Rückgriffe nie langweilig wird. So unterbrechen die Autoren die Hauptgeschichte immer wieder, um Ereignisse aus der Vergangenheit zu zeigen, die einen Bezug zu Iron Fist haben. Dadurch sind etwa Teile einer klassischen Origin-Story geschickt in die eigentliche Geschichte eingebettet.

 

Diese Wechsel zwischen Zeiten und Schauplätzen könnte Leser verwirren. Dass dieses nicht passiert, ist vor allem Illustrator David Aja („Hawkeye“) zu verdanken, der von Sal Buscema und John Severin Unterstützung erhält. Denn die Zeichner variieren immer wieder Stil und Farbgebung gekonnt, sodass die Gegenwart ganz anders aussieht als Schauplätze wie – das fast märchenhaft in Szene gesetzte – Ming-Tian im Jahr 1227, Bank-Wen 1860 oder Paris anno 1926. Gerade die Bilder zu Beginn bestechen durch eine sehr passende düstere Stimmung. Zudem sind die Kampfszenen ansprechend choreografiert und dargestellt. Manchmal finden sich aber Reihungen von mehreren fast identischen Zeichnungen. Hier wäre etwas mehr Abwechslung wünschenswert gewesen.

 

 

 

Fazit:

„Iron Fist – Endspiel“ ist sowohl erzähltechnisch als auch visuell ansprechend geraten und kommt hoffentlich der Karriere des vielschichtigen Helden zugute – ein klarerer Wirkungstreffer.

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Eure Meinung:

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Comic

Iron Fist – Endspiel

Autoren: Ed Brubaker und Matt Fraction

Zeichner: David Aja, Sal Buscema und John Severin

Panini, November 2016

Softcover, 152 Seiten

 

ISBN-10: 3741600369

ISBN-13: 978-3741600364

 

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 11.12.2016, zuletzt aktualisiert: 12.07.2019 19:51