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James Cameron´s Avatar: Das Spiel (PC)

Rezension von Ingo Gatzer

 

Der Ende 2009 in den Kinos gestartete Science-Fiction-Film "Avatar - Aufbruch nach Pandora" des Regisseurs James Cameron ist schon jetzt einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Somit ist kaum verwunderlich, dass es mit "James Cameron´s Avatar: Das Spiel" auch ein Videogame zu diesem Blockbuster gibt. Die Rechte dafür sicherte sich die renommierte Softwareschmiede Ubisoft, die sich zuletzt durch den zweiten Teil von "Assasin´s Creed" einige Meriten verdiente.

 

Der Spieler schlüpft in die Rolle des Signalexperten Ryker, der von der Firma RDA auf dem Mond Pandora eingesetzt wird um dort am Avatarprogramm teilzunehmen. Schnell erhält er kleinere Aufträge, bei denen er seine Fähigkeiten beweisen kann. Er muss beispielsweise gegen angreifende Tiere kämpfen, zu Lande, zu Wasser oder in der Luft durch die feindliche Welt von Pandora reisen, Mitarbeiter aufspüren oder unter erschwerten Bedingungen eine Signalpeilung durchführen. Vor allem aber gilt es einen Spion zu finden, der RDA-Einrichtungen sabotiert. Schließlich erhält der Spieler die Gelegenheit seinen eigenen Avatar zu steuern. Bei diesem handelt es sich um eine Hybridform aus der DNA von Ryker und der einer eingeborenen Spezies namens Na´vi. Doch schon bald droht ein kriegerischer Konflikt zwischen RDA und Na´vi auszubrechen. Der Spieler muss entscheiden auf welcher Seite er kämpft.

 

Grafisch weiß "James Cameron´s Avatar: Das Spiel" zu gefallen, besonders wenn der Spieler über ein System verfügt, das vom Spiel unterstütztes stereoskopische 3D darstellen kann.. Gerade der Dschungel von Pandora ist ansprechend und fremdartig designt. Um aber in den Genuss von flüssigen Animationen zu kommen, sollte ein deutlich performanteres System als die angegebenen Systemvoraussetzungen (CPU: 3 Ghz, Grafikkarte: 256 MB mit Direct X 10.0-kompatibel oder Direct X 9.0-kompatibel mit Shader Model 3.0 oder höher, RAM: 1 GB (2 GB unter Windows Vista und Windows 7) vorhanden sein. Beim Test kam es selbst bei reduzierter Auflösung auf einem Intel Core 2 Duo T 7700 mit 2,4 Ghz, einer Radeon HD 2600 Grafikkarte mit 512 MB und über 3 GB Hauptspeicher gerade bei schnellen Bewegungen zu einigen unschönen Rucklern. Diese Probleme treten bei stärkeren Systemen glücklicherweise nicht mehr auf, so dass hier die Grafik den Spieler in die fremdartige Welt Pandora zu entführen vermag. Nach längerer Spielzeit wünscht man sich allerdings eine etwas abwechslungsreichere Kulisse. Zu einer dichten Atmosphäre tragen die gute Sprachausgabe mit exzellenten Sprechern, die interessante Story, sowie die stimmigen Soundeffekte bei.

 

Das Gameplay erweist sich recht actionlastig, ist aber zur Auflockerung immerhin mit Adventure-Elementen durchsetzt. Häufig muss sich der Spieler mit seiner Waffe feindlicher Kreaturen erwehren, während er zu einem Punkt auf der Karte reist, um dort eine Aufgabe zu erledigen. Das ist in den ersten Spielstunden noch interessant, wird aber dann später etwas eintönig, so dass man sich ein abwechslungsreichere Missionsdesigns wünscht. Der Spieler kann sich, je nach dem ob für RDA oder Na´vi kämpft, zur Fortbewegung verschiedenartiger Maschinen oder Tiere und im Kampf unterschiedlicher Waffen bedienen. Außerdem können Fertigkeiten erlernt und genutzt werden. Leider ist Spielgeschehen und Story relativ linear aufgebaut und die Interaktion mit anderen Charakteren nur begrenzt möglich. Dafür kann die Welt bald frei erkundet werden. Für das Vollenden von Missionen oder Besiegen von Gegnern erhält der Spieler Erfahrungspunkte, die vielfältig genutzt werden können. Im strategischen Minispiel "Eroberung" können etwa durch den Einsatz von Punkten verschiedene Boni errungen werden.

 

Als gewöhnungsbedürftig erweist sich die Steuerung. Die Spielfigur wird mit der Tastatur gesteuert, die Kameraperspektive aber mit der Maus. Dabei bleibt das Visierkreuz der Waffe in der Bildschirmmitte zentriert und es kann lediglich durch das Bewegen der Kamera auf Gegner angelegt werden. Leider vermisst man bei der Kamera, die zudem nicht immer auf der Höhe des Geschehens ist, eine durchgehende Zoom- oder Weitwinkelfunktion, wie sie etwa bei anderen Spielen durch Betätigung des Mausrades aktiviert wird. Gut gelöst ist hingegen die Orientierung durch ein kleines Radar mit Kompass am Bildschirmrand, welches immer zeigt, wo man sich gerade befindet und es dem Spieler erleichtert zum nächsten Missionsziel zu finden.

 

Neben dem Einzelspielermodus wird auch noch ein Mehrspielermodus geboten. Hier wird "Avatar" zu einem reinrassigen Shooter, der aber gegenüber Genreklassikern wenig Neues bietet.

 

Auch wenn "James Cameron´s Avatar: Das Spiel" wegen Schwächen im Gameplay nicht ähnlich revolutionär wie der zugrunde liegende Film ist, kann es durch ansprechende Grafik und guten Sound punkten. Der Spieler sollte jedoch Shooter mögen, über ein ausreichend performantes System verfügen und sich mit der nicht optimalen Steuerung anfreunden können.

 

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MEDIUM:

James Cameron´s Avatar: Das Spiel

von Ubisoft

Plattform: Windows 7 / Vista / XP

USK-Einstufung: USK ab 16 freigegeben

Erscheinungsdatum: 3. Dezember 2009

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 10.02.2010, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50