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Jessica Jones: Blind Spot – Im Visier

Rezension von Christel Scheja

 

Jessica Jones mag zwar besondere Kräfte haben, führt aber doch lieber ein einfaches und normales Leben als Privatdetektivin in New York. Und das um so mehr, seit sie mit Luke Cage verheiratet ist und eine Tochter hat. Ihre Fälle erweisen sich aber immer wieder als alles andere als langweilig. Wie die neuste und in sich geschlossene Geschichte Blind Spot – Im Visier beweist.

 

Nachdem der »Purple Man« Geschichte ist, Zebediah Killgrave also tot, scheint das Leben sich langsam aber sicher zu normalisieren und die größten Probleme, die Jessica und Luke haben, sind die Vorbereitungen für den nächsten Geburtstag ihrer kleinen Tochter Danielle.

Dann wird allerdings eine Leiche im Büro der Privatdetektivin gefunden und Jessiva verhaftet, ehe sie weiß, was überhaupt los ist.

Dank guter Freunde schafft sie es aber wieder, frei gelassen zu werden und sich selbst auf die Suche nach dem Mörder zu machen. Der Schlüssel dazu ist ausgerechnet die Tote, die ihr den Ärger in erster Linie eingebrockt hat – eine junge Frau, der sie vor Monaten als Klientin nicht hatte helfen können. Doch als sie der Spur folgt, gerät sie ins Visier eines Serienkillers, der alles bedroht, was sie liebt …

 

Die Geschichten um Jessica Jones hatten wie die um Matt Murdock alias Daredevil weniger einen Superhelden- als einen Crime-Noir-Touch, denn beide bewegen sich in einer relativ normalen Umgebung und schlagen sich meistens mit harmlosen Klienten herum, sieht man einmal von denen ab, die dem Abenteuer etwas mehr Würze verleihen.

Denn das, was zunächst wie ein abgekartetes Spiel irgendwelcher menschlicher Verbrecher aussieht, bekommt bald auch eine übersinnliche Note und die Heldin muss mehrfach auf den Rat ihrer ebenfalls nicht ganz normalen Bekannten und Freunde zurückgreifen.

Der Killer scheint es jedenfalls mehr oder weniger auf starke Frauen mit besonderen Kräften abgesehen zu haben – das bekommt auch Jessica einmal wieder zu spüren. Aber genau der Vorfall hilft ihr die richtige Spur zu finden und dann auch die passenden Schlüsse zu ziehen.

Die Handlung wird in einem lakonischen Tonfall erzählt, der mitschwingende Humor ist böse, passt aber zu der Atmosphäre des Kosmos, in dem sich Jessica bewegt. Auch einige der anderen Helden, die ihren Auftritt haben, treten etwas anders auf, als man erwartet, immerhin sind auch sie trotz ihres immensen Wissens oder ihrer Fähigkeiten Menschen mit Schwächen.

Am Ende setzt die Autorin dann noch einen drauf, so dass das vermeindliche Happy End nicht unbedingt eines werden muss.

 

Fazit:

»Jessica Jones: Blind Spot – Im Visier« bietet wieder einmal gelungene Unterhaltung mit einer Heldin, die zwar Superkräfte hat, sich aber viel lieber in der Welt der normalen Menschen bewegt und wie diese leben will. Nur leider muss sie sich immer wieder mit Leuten auseinander setzen, die nicht so denken, oder eine ganz eigene paranormale Geschichte haben, so wie in diesem Fall.

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Eure Meinung:

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Comic:

Jessica Jones: Blind Spot – Im Visier

Original: Jessica Jones: Blind Spot # 1-6, USA 2020

Autorin: Kelly Thompson

Zeichnungen: Mattia de Iulis und Marcio Takara

Farbe: Mattia de Iulis und Rachelle Rosenberg

Übersetzung: Bernd Kronsbein

Panini Verlag, 07/2020

Vollfarbiges Softcover mit Klappbroschur, 140 Seiten

 

ISBN-10: 3741619108

ISBN-13: 978-3741619106

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 08.08.2020, zuletzt aktualisiert: 26.11.2020 13:37