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Jewel Quest Expeditions (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Handlung

Der Abenteurer Rupert Pack ist verzweifelt. Der zweite Weltkrieg ist endlich vorüber, doch seine große Liebe Emma hat ihn wegen des reichen Gentlemans Sebastian verlassen. Da er in seinem Kummer nicht mehr ein noch aus weiß, flieht er von diesem Kontinent und von Emma, indem er auf einem Frachtschiff nach Südafrika anheuert. Hier fühlt er sich jedoch alles andere als wohl, ist er doch etwas besseres als die Matrosen und verfügt auch über mehr Intelligenz. Schließlich siegt seine Neugier über die Edelsteintafeln, die ihm nicht mehr aus dem Sinn wollen. Er beschließt, das Geheimnis um sie zu lüften und geht in Afrika auf die Suche. Dafür muss er über Märkte streifen, sich in der Wüste durchschlagen, wilden Löwen ausweichen und mit der Feinschaft der Eingeborenen zurechtkommen.

 

Technik

Nach relativ umfangreichen Textblöcken sieht man sich immer wieder den Juwelentafeln gegenüber. Das sind Tafeln, auf denen verschiedene Juwelen vorzufinden sind. Nun muss man mindestens drei gleiche Juwelen in dieselbe Reihe bringen, indem man jeweils einen Stein mit dem linken, rechten, oberen oder unteren Stein vertauscht. Das funktioniert jedoch nur, wenn man dadurch eine Reihe erhält. Dabei ist es gleichgültig, ob diese horizontal oder vertikal liegt, nur quer funktioniert es nicht. Mit jeder Reihe, die verschwindet, wird der Hintergrund vergoldet und neue Steine kommen von oben auf das Feld herunter. Ziel ist es, pro Runde alle Hintergrundtafeln zu vergolden. Manchmal ist das sehr schwierig, da es natürlich verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Beispielsweise gibt es die so genannten vergrabenen Edelsteine. Diese müssen erst einmal aktiviert werden, indem man sie in die Verbindung mit zwei oder mehreren Steinen der gleichen Art zusammen bringt, erst dann kann man den Hintergrund in einem zweiten Anlauf ebenfalls vergolden. Gelegentlich fallen Goldmünzen auf das Feld. Man muss versuchen drei davon in eine Reihe zu bekommen, dann erhält man einen Bonus, den genannten Spezialzug. Diesen kann man einsetzen um beispielsweise ein Feld zu vergolden, an das man momentan unmöglich hinkommt. Das ist manchmal sehr praktisch, da man immer auf Zeit spielt und die Juwelentafeln von mal zu mal anspruchsvoller und komplizierter werden. Für jede Reihe, die verschwindet, erhält man Punkte und auch die Restzeit, die einem nach dem Lösen der Tafel verbleibt, wird mit der Punktzahl verrechnet. Zusätzlich erhält man meistens ein Stück eines Artefakts, das Rupert dann bei der Lösung seines Abenteuers behilflich ist, beispielsweise setzt sich langsam ein Karte oder eine Maske zusammen. Mit der Punktzahl kann man sich Leben erkaufen, jedoch muss man dafür viele Punkte sammeln. Gelegentlich kann man auch ein Leben gegen ein Level tauschen, wenn man dieses partout nicht hinbekommt.

 

Der obere Bildschirm zeigt die Umgebung an, in der sich Rupert gerade befindet und der untere das Spielfeld, also die Juwelentafel.

Man kann insgesamt drei Spielstände anfertigen, wenn man Einzelspiele spielt, allerdings kann man auch im Mehrspielermodus spielen und hier insgesamt sieben Spiele gleichzeitig starten.

Die Hintergrundmusik ist toll! Man fühlt sich direkt in einen Indiana Jones Film versetzt, so abenteuerlich klingt das Stück, das sich immer wieder wiederholt. Ausstellen muss man es nicht, man kann es gut anhören.

Graphisch erfüllt das Spiel keine hohen Ansprüche, während der Dialoge sieht man bunte Standbilder und während des Spiels an den Juwelentafeln sieht man das Spielfeld, das gut ausgearbeitet wurde und dem Anspruch eines Puzzle-Spiels vollkommen genügt.

 

Spielspaß

Der Schwierigkeitsgrad steigert sich, die Tafeln bekommen Ecken und Kanten, mittendrin gibt es freie Felder, die nicht bewegt werden können oder es gibt nicht besetzte Felder, die mit diversen Juwelen gefüllt werden müssen. Das fordert heraus und man braucht Geschick, eine ruhige Hand und Kombinationsgabe, um die Tafeln lösen zu können. Da man natürlich auch immer mehr Punkte sammeln möchte als zuvor, kann man das Spiel gut mehrmals spielen. Die Text-Einheiten kann man glücklicherweise überspringen, denn Rupert geht einem schrecklich auf die Nerven. Er spricht die ganze Zeit in blumigen Worten von seinem gebrochenen Herzen, den schwarzen Wolken, die seitdem über seinem Leben verweilen und wie wenig lebenswert sein Leben doch ist. So versteht man Emma vollkommen, dass sie ihn verlassen hat. Wie gesagt lässt sich das jedoch überspringen, sodass man sich ganz auf das Puzzle konzentrieren kann.

 

Alles in allem liegt hier ein sehr gut strukturiertes und anspruchsvolles Puzzle-Spiel vor, das für alle Fans dieses Genres sehr zu empfehlen ist.

 

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Eure Meinung:


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Jewel Quest Expeditions

von ak tronic

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 07.11.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47