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Knights of Sidonia, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Ein riesiges Raumschiff, welches das Weltall auf der Suche nach neuen Welten durchquert und sich gegen mächtige Feinde zur Wehr setzen muss, junge Leute, die zu Piloten von riesigen Roboter ausgebildet werden, die nicht nur kämpfen, sondern auch durch das All fliegen können. Kommt das bekannt vor?

Wenn ja, dann ist es kein Wunder – denn genau das alles gehört zu den beliebtesten Themen, seit Mangas ihren Siegeszug angetreten haben.

 

Allerdings sollte man bei „Knights of Sidonia“ keine muntere Space Opera erwarten, denn der Künstler Tsutomu Nihei ist eher für seine düsteren Endzeit-Geschichten bekannt. Und so ist auch die „Sidonia“ ein Generationenschiff, dass die letzten Überlebenden der Menschheit beherbergt. Jeder hat von früh an bestimmte Aufgaben und es herrscht eine strenge Geburtenkontrolle. Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass der ein oder andere illegal in den Unterdecks aufwächst.

Zu ihnen gehört Tanikaze, der eines Tages aufgegriffen wird, weil er Reis stehlen möchte. Der junge Mann befürchtet, dass man ihn töten wird, aber er bekommt noch eine Chance. Da er die Anlagen dafür besitzt, soll er zum Mechapiloten ausgebildet werden, um in vorderster Front gegen die Feinde der Menschheit zu kämpfen.

So muss Tanikaze gleich zwei Herausforderungen meistern – einmal die, sich in einer streng reglementierten Gesellschaft und anderen Menschen zurechtzufinden und deren Sitten zu lernen und die anstrengende Ausbildung zum Piloten auf sich zu nehmen. Schon beim ersten Außeneinsatz kommt eine gefährliche Herausforderung auf ihn zu.

 

Tsutomu Nihei macht seinem Namen alle ehre. Auch wenn „Knights of Sidona“ keine Endzeitgeschichte ist, sondern mehr der Space Opera zuneigt, so ist das Szenario doch nicht so locker und leicht wie in anderen Geschichten dieser Art.

Er verschweigt die düsteren Seiten der Gemeinschaft auf der Sidonia nicht, die den Einzelnen eher ausklammern und die Gemeinschaft betonen, in der es strenge Regeln gibt und letztendlich nur einfache Dinge, die zu den Freuden des Lebens gehören.

Zusammen mit Tanikaze, der auch noch oft genug in ein Fettnäpfchen tritt und dafür eines auf die Nase bekommt, wird der Leser in das Szenario eingeführt und lernt die verschiedenen Facetten der kleinen Sidonia-Welt kennen. Action und Drama gehen dabei eine gute Mischung ein, nichts wird überbetont oder vernachlässigt, die Figuren können sich langsam aber stetig entwickeln, genau so wie der Hintergrund.

 

Das hebt „Knights of Sidonia“ aus der Masse gleichartiger Space Operas heraus. Gerade weil die Geschichte ernster und realistischer dargestellt wird als sonst üblich gewinnt sie an Intensität und Tiefe, die anderen Geschichten dieser Art sonst fehlt.

Eure Meinung:


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Comic:

Knights of Sidonia (Bd. 1)

Autor & Künstler: Tsutomu Nihei

Aus dem Japanischen von Josef Shanel und Matthias Wissnet

Shidonia no Kishi Vol.1, Japan 2009

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 12/2010

ISBN-10: 3770473795

ISBN-13: 978-3770473793

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 21.01.2011, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39