Königsmörder (Autorin: Karen Miller; Reihe: Kingmaker, Kingbreaker Bd. 2)
 
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Königsmörder von Karen Miller

Kingmaker, Kingbreaker Bd. 2

Rezension von Christian Endres

 

Der König ist tot – lang lebe der König!

 

Spätestens mit diesem zweiten (und letzten) Teil von Karen Millers <en>Kingmaker, Kingbreaker-Saga wird klar, dass es sich bei den beiden Bänden »Königsmacher« und »Königsmörder« sowohl im Original, als auch in der sehr schönen deutschen Paperback-Ausgabe eigentlich um einen zusammenhängenden Roman handelt, der aus verlegerischen und produktionstechnischen Gründen eben in zwei Teilen erscheint – was in der Fantasy seit Tolkies Herrn der Ringe ja gewissermaßen Tradition ist.

 

Für Karen Millers Abschluss ihrer Saga um das königliche Geschlecht der Wettermacher von Lur und Asher, den ehemaligen Fischer und wichtigsten Berater und Freund (und nun gar magischer Mitverschwörer) des Königs, heißt das: Endlich ist mal Feuer drin! Auf der Beziehungsebene zwischen den Figuren, auf dem politischen Parkett, im Finale... - was im ersten Roman aufgebaut wurde, entfaltet nun endlich viel öfter die gewünschte und erhoffte Wirkung und so etwas wie Spannung und einen Sog.

 

Dennoch erinnern einige Passagen von »Königsmörder« auch diesmal wieder verstärkt an Robin Hobbs erste Weitseher-Trilogie. Speziell Das Abhängigkeitsverhältnis von Gar und Asher orientiert sich stark bei Hobbs Veritas und Fitz, und in diesem direkten Vergleich kann Miller abermals nicht bestehen. Ansätze sind sicherlich vorhanden, und das liest sich auch alles flüssig und charmant – das letzte Bisschen Entschlossenheit fehlt allerdings auch in diesem zweiten Teil der Geschichte aus dem nunmehr auch noch von üblem, bitteren Verrat, dem finstereren Magier Morg und den Dämonen hinter der schwächelnden magischen Schutzmauer bedrohten Königreich Lur ...

 

Gut konstruiert, stilistisch einwandfrei, schön aufgemacht – aber eben viel zu selten wirklich zwingend und hier und da leider auch wieder arg schwafelig. Miller kommt einfach zu spät auf den Punkt und braucht im zweiten Roman abermals zu lange, bis sie ihr Garn fertig gesponnen und die Geschichte aufgebaut hat. Die letzten 300 Seiten der Story haben dann endlich die Intensität, Dichte und Taktzahl, die man sich schon auf den 300 bzw. 900 Seiten davor zwischendurch immer mal gewünscht hätte.

 

Damit ist der Zweiteiler letztlich kein Must-Have oder die Australierin der neue Stern am Fantasy-Himmel – für Fans von Robin Hobb und Co. sowie eher an innenpolitischen Winkelzügen und freundschaftlichen Tragödien aufgemachter Fantasy sind »Königsmacher« und »Königsmörder« dennoch durchaus einen Blick wert.

 

 

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Buch:

Königsmörder

Kingmaker, Kingbreaker Bd. 2

Autorin: Karen Miller

A5-Klappenbroschur, 672 Seiten

Penhaligon, August 2008

ISBN: 3764530049

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 16.09.2008, zuletzt aktualisiert: 08.06.2024 14:45, 7359