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Twin Peaks: The Return - wtf?!

Verdammt guter Kaffee seit 28 Jahren

 

Redakteur: Oliver Kotowski

 

Am 8. April 1990 – also vor genau 28 Jahren – wurde die Pilot-Folge der Serie Twin Peaks zum ersten Mal ausgestrahlt. Wir sahen die schöne Leiche von Laura Palmer, den Sheriff mit dem denkwürdigen Namen Harry S. Truman, seinen weinenden Deputy Andy, den schrulligen Pete Martell und so viele andere. Und natürlich FBI-Agent Dale Cooper, der in der heimeligen Kleinstadt Twin Peaks den unheimlichen Geheimnissen auf den Grund ging. Ich will an dieser Stelle nicht den Lobgesang auf die alten Folgen aufnehmen, aber es sei kurz darauf hingewiesen, dass ohne Twin Peaks Serien wie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (1993-2000), Lost (2004-2010) oder Wayward Pines (2015- ) zumindest in dieser Form nicht denkbar sind. Dabei denke ich weniger an einen direkten Einfluss – den es natürlich auch gibt – sondern an das Tor zu den unglaublichen Möglichkeiten, das David Lynch und Mark Frost mit ihrer Serie aufstießen. Ich möchte sagen: Twin Peaks war der Urknall der Mystery-Serie. Jaja, Twilight Zone (1985-1987), ich weiß, aber die Serie hat niemals die Aufmerksamkeit generiert, wie Twin Peaks. Lauras geheimes Tagebuch? Medien-Echo, Auszeichnungen, Tassen, Shirts, tonnenweise Sekundärliteratur? Twin Peaks konnte man damals nicht entgehen. Hier ein kleines Eingeständnis: Ich habe es damals nicht gesehen. (Ich war 17 und vermutlich auf der Suche nach dem Geheimnis des Alkohols; hab‘ ich vergessen.) Aber ich hatte davon gehört: Einige meiner Schulfreunde waren begeistert, überall war Laura zu sehen, man redete über ihr Tagebuch. Was war der Grund?

Einladung nach Twin Peaks

 

Nun, den einen Grund gab es natürlich nicht. Lassen wir einmal die jenseits des Werkes liegenden Gründe beiseite, so bleibt genügend, über das man reden kann. Da ist zuerst die anheimelnde Kleinstadt Twin Peaks selbst zu nennen. Dort scheint alles in Ordnung zu sein: Die Umwelt ist sauber, die Männer haben alle anständige Job, es gibt ein tolles Diner, ja, alle scheinen nett und anständig zu sein. Diese adrette Ordnung wird mit einer liebenswerten Schrulligkeit gepaart: Der Hippie-Psychater Dr. Jacoby, der dödelige Deputy Andy und seine ebenso dödelige Freundin Lucy, Pete Martell, dem schon mal ein Fisch in den Kaffee-Filter gerät, die Log-Lady, die Botschaften von ihrem Holzscheit empfängt, und eben Agent Cooper, der nicht nur smart, sondern auch unendlich schrullig ist. Doch es gibt eine unvermeidliche Schattenseite: Gleich zu Beginn wird Lauras Leiche in Plastik verpackt an das Ufer des Sees angespült. Es stellt sich heraus, dass ihr Freund Bobby Briggs ein Drogendealer und wohl auch in noch finsterere Machenschaften verwickelt ist. Dann ist da Leo, der sich als zusehends brutaler und sadistischer erweist, und Benjamin Horn ist eben nicht nur ein ehrgeiziger und skrupelloser Hotelier – um sein großes Ressort umzusetzen, ist er bereit über Leichen zu gehen. Im Schatten des netten Twin Peaks tummelt sich die Verkommenheit. Aber es wird noch schlimmer: BOB ist auf der Suche nach neuen Opfern. Mit BOB verlassen wir endgültig den Realismus – BOB stammt aus einer anderen Dimension und hat gleich eine Reihe von seltsamen Wesen im Schlepptau: einen Zwerg, einen Riesen und MIKE. Sie sprechen seltsam, sie bewegen sich seltsam – alles, was sie machen oder sagen ist seltsam.
Das Sympathische, das Abstoßende und das Bizarre verknüpft die Serie immer wieder ergreifend, witzig und verblüffend. Überraschende Wendungen sind ein wichtiges Element: Anfangs ist Laura die tote Schönheit, ein beliebtes Mädchen, das von irgendeinem Monster ermordet und weggeworfen wurde. Doch je länger Cooper ermittelt, desto mehr Unangenehmes findet er über sie heraus. Am Ende hat Twin Peaks ein komplexes und erstaunlich realistisches Bild eines Missbrauchsopfers gezeichnet. All das Befremdliche, Groteske und Phantastische ist Stilmittel. Oft läuft der Fernseher im Hintergrund, eine alberne Seifenoper wird ausgestrahlt. Die Bewohner von Twin Peaks ahmen oftmals Details aus der Handlung nach. Doch wenn sie in existenzielle Krisen geraten, fällt das Spiel von ihnen ab. Großartig, wenn der angeschossene Leo sein Seifenoper-Pendant sterben sieht: Das Theatralische, das Leo und seine Serien-Genossen an den Tag legen, fällt von ihm ab, sein Pendant stirbt mit großer Geste, der mit dem Tode ringende Leo liegt in seiner schäbigen Wohnung in seinem Blut und gleitet leise röchelnd davon.
Die gute Gemeinschaft ist eine Maske, eine gemeinsam erzählte Geschichte, inspiriert vom Fernsehen. Der Serie geht es um die Dekonstruktion der Geschichte.
Das war der Beginn der Postmoderne im Mainstream.

Exkurs: Postmoderne

Postmoderne mal wieder. Leider unvermeidlich. Postmoderne beginnt mit der Kritik an die totalitäre Einheit der Moderne. Im modernen Denken gibt es nur eine Wahrheit und nur ein System. Vereinfacht gesagt: Was für mich funktioniert, muss auch für dich funktionieren, was für mich nicht funktioniert, kann auch für dich nicht funktionieren. Der durchschnittliche Deutsche weiß und akzeptiert, dass (mindestens) manchmal unterschiedliche Antworten gleichberechtigt nebeneinander stehen können: Gibt es Gott? Ist er Christ oder Moslem? Protestant oder Katholik? Mag er Wein oder Bier? Ist er schwul oder hetero? Im postmodernen Denken gibt es keine große Geschichte mehr: Das Mittelalter kann hier schon vorüber sein und dort noch bestehen. „Hier“ und „Dort“ können physische Orte, soziale Praktiken oder religiöse Geisteshaltungen (etc. pp.) sein.
Das Ziel postmoderner Vordenker wäre eine bunte Gesellschaft, ethische wie ästhetische Wertesysteme stünden wild gemischt nebeneinander, multikulti und gay, religiös und ehrgeizig, alles frei kombinierbar, in Gesellschaft, Haushalt, Miteinander und Mentalität. Jeder schreibt seine eigene Geschichte des Wohlverhaltens und akzeptiert die des Anderen.
Klingt hübsch, hat manches Gutes an sich, doch bloß weil man keinen sicheren Zugriff auf die Wahrheit hat, ist es nicht sinnvoll, auf das Streben danach zu verzichten. Man landet sonst schnell bei „alternativen Fakten“. (Hausaufgabe für den Leser: Schlage nach, was „Postmoderne“ alles bedeutet, und prüfe, inwiefern Donald Trump die Elemente umsetzt.)
Postmodernes Denken hat nicht nur in der Politik, sondern in der Kunst Fuß gefasst. Das Ende der Großen Geschichte wird hier vor allem durch einheitliches Erzählen aufbrechende Stilmittel angestrebt. Drastische Perspektivwechsel, massive Multiperspektivität, Fußnoten, Kombination von Zitaten und Intertextualität, Selbstreferenzialität, das Nebeneinander von Historischem, Realistischem und Phantastischem usw. Und immer wieder der spielerische Umgang damit: Postmoderne will nicht beißen, die will nur spielen, nichts ist richtig ernst gemeint – und da es keine Einheit gibt, kann manches doch wieder ernst gemeint, aber spielerisch präsentiert sein. Oder andersherum.
Damit zur dritten Staffel – Twin Peaks: The Return.

Nach 25 Jahren zurück nach Twin Peaks (genau genommen: 24 Jahren, wegen des Films, aber naja ...)

Lynch und Frost hatten vor 28 Jahren mit der Dekonstruktion und gelegentlichen Stil-Collagen (wie etwa die ultra-naive Engelserscheinung im schäbigen Eisenbahnwaggon) zaghaft angefangen, die Postmoderne via Mattscheibe in die Gesellschaft zu tragen, jetzt haben sie voll aufgedreht. Eine Geschichte? – HAHA! Zwar es geht irgendwie um die Queste von Dale Cooper, der Laura Palmer retten will, doch es geht eben auch um Shellys Tochter Becky und ihrem Mann Steven, um Audrey und Charlie, Richard, die Paiges, die Jones‘, dem Hurley/Jennings-Dreieck, Doc Amp und zahllose nicht verknüpfte Soloszenen. Manches gehört zusammen, vieles ist aber für den Plot unnütz und daher – eine eigene Geschichte? Multiperspektivität? Auf der einen Seite gibt es die fremde Dimension, aus der seltsame Wesen mit unglaublichen Fähigkeiten stammen, auf der anderen Seite werden Szenen durch Realismus gedehnt: Wally Brando, der Sohn von Andy und Lucy, posiert von Sheriff Frank Truman als Marlon Brando. Während Wally geschwollen höfliche Floskeln herauströpfelt, Andy und Lucy vor Stolz bald platzen, weiß Frank nicht genau, was er damit anfangen soll: Zuerst nimmt er es höflich auf, dann stirnrunzelnd, schließlich hofft er offensichtlich, dass die peinliche Szene bald endet, und bricht das Gespräch vorsichtig ab. Wally tritt nie wieder auf. Teil von welcher Geschichte war das? Was war die Aussage? Oder war es nur ein spielerisches Zitat von Der Wilde (1953), das natürlich komisch ist, weil Brandos Johnny Strabler im Film ein notorischer Unruhestifter ist, und Wally sich besonders sittsam gibt.
Zuletzt greift die Serie das Realitätskonzept an sich an. Sind die anderen Dimensionen Teil der Realität? Ist unsere Realität ein Traum? Was ist möglich? Welche Entwicklung nimmt wo ihren Anfang? Fragen über Fragen, Antworten gibt die Serie keine, die einer ernsthaften Prüfung standhalten.
Für Zuschauer ist das anstrengend. Zumal Lynch und Frost die Fans nicht nett behandeln: So ist etwa Audrey Horn eine Figur, in die die frühen Folgen und die meisten Zuschauer viel investierten. Die zweite Staffel ließ die Zuschauer mit einem cliffhanger zurück: Audrey hatte sich in der Bank angekettet, als dort eine Bombe explodierte. Hat sie überlebt? Was wurde aus ihr? In der dritten Staffel motzt sie ihren bizarren Gatten Charlie an, er solle ihr bei der Suche nach ihrem Geliebten Billy helfen, er weigert sich, gibt ihr aber nach und nach nach. Warum hat sich die selbstbewusste, charmante und clevere Audrey in eine so hilflose und zickige Person verwandelt? Wer ist dieser Billy, der zwar nie auftaucht, aber vielfach erwähnt wird? Am Ende macht Audrey einen Sprung – teleportiert sie? Erwacht sie? Warum werden Becky und Steven mit so einem seltsamen Schicksal eingeführt, das bizarr unverständlich und letztlich bedeutungslos bleibt, und nicht einer von beiden Strängen irgendwie vervollständigt und mit Bedeutung versehen? Und was wurde aus Donna, was aus Annie? Nur Fragen.
Das soll nicht heißen, dass die dritte Staffel schlecht wäre. Es gibt zahllose tolle Szenen, bei denen ich schallend lachen musste. Etwa, als der FBI-Abteilungsleiter von Las Vegas den Auftrag bekommt, den richtigen Douglas Jones zu suchen. Es gäbe einundzwanzig Personen dieses Namens in der Region, grübelt der Abteilungsleiter. „Wie sollen wir den richtigen finden?“, fragt sein Assistent naiv. Der Abteilungsleiter explodiert: „Wilson! Wie oft habe ich ihnen gesagt, nicht so dumme Fragen zu stellen! Wir sind das FBI! Das ist, was wir tun!“ Die Szene ist unglaublich komisch, zumal sie einen völlig unvorbereitet trifft.
Wo wir gerade bei Dougie sind: Das ist Cooper, der die Rückkehr aus der Schwarzen Hütte nicht gut überstanden hat – es wirkt, als habe er einen Hirnschlag erlitten. Er agiert extrem verlangsamt, spricht kaum, echot dann meist nur Worte seines Gesprächspartners. Außer den basalsten Bedürfnissen scheint er keine Interessen zu haben. Kyle MacLachlan spielt diese Rolle beeindruckend glaubwürdig. Auch Naomi Watts, die Dougies Gattin Janey-E spielt, gibt den Zwiespalt absolut treffend wieder: Was ist mit ihren Mann, der ja schon immer etwas merkwürdig war? Wird das wieder? Muss er zum Arzt? Es drängen so viele Probleme, dann geht man halt Morgen zum Arzt (wobei hier auch noch an das asoziale US-amerikanische Gesundheitssystem zu denken ist). Die dritte Staffel strotzt vor tollen Schauspielern.
Jede einzelne Szene ist toll inszeniert – die Kombination ist nur sehr anstrengend, und bisweilen auch enttäuschend.

Reflexion und Selbstreflexion

Zum Schluss will ich doch noch auf das Umfeld schauen. 1990 waren Serien sehr episodisch, meistens war am Ende der Folge weitgehend der status quo wieder hergestellt, sie waren sehr starr in der Inszenierung, sehr klar im Gut-Böse-Schema. Dann kam Twin Peaks und so viel Neues wurde möglich. Die beiden ersten Staffeln waren eben nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die kommenden Serienmacher eine Offenbarung.
Doch achtundzwanzig Jahre später hat sich die Fernsehlandschaft erheblich verändert. Serien erzeugen heute viel mehr Aufmerksamkeit: Jeder schaut The Big Bang Theory, Breaking Bad oder Game of Thrones, oder kennt zumindest einige Details vom Hörsagen. In Lucky Logan (2017) streiken die Insassen eines Gefängnisses, um einen Ausbruch zu vertuschen. Als Bedingung für die Freilassung der gefangenen Wärter fordern sie, dass die fehlenden Bücher der Game of Thrones-Reihe angeschafft werden. Es entspinnt sich eine Diskussion zwischen Häftlingen und Direktor, ob der fehlenden Bücher und der Fernseserie. Das wäre 1990 mit Dallas (1978-1991) nicht möglich gewesen. Diese erhöhte Aufmerksamkeit gibt den Serienmachern mehr Geld und mehr Spielraum – einst hatte der Sender Lynch und Frost die Enthüllung von Lauras Mörder diktiert, da sie den Zuschauern nicht länger zutrauten, interessiert zu bleiben. Eingestellt werden Serien immer noch, aber die Eingriffe in erfolgreiche Serien wurden erheblich reduziert. Kurzum: Die Zuschauer von heute sind verwöhnt. Die Serie hatte es damals verhältnismäßig leicht, etwas außergewöhnliches zu bieten. Dennoch gelingt Lynch und Frost auch heute genau dies: Die ganze achte Episode ist so ungewöhnlich, sie findet ihresgleichen nicht. Andere Kritiker haben sie mit Kubricks 2001 – Odyssee im Weltraum (1968) gleichgesetzt. Ich würde nicht soweit gehen, verstehe aber gut den Gedankengang.
Damals fehlte es an Freiheit für die Serienmacher – und eben auch die Zuschauer. Anspruchsvolle Serien, Serien, die von Schema F abwichen, waren selten. Twin Peaks‘ Dekonstruktion der täglich gemeinsam erzählten Heilen Welt war am Puls der Zeit.
Heute sieht man alle Arten von Experimenten und Weiterentwicklungen. Jeden Tag tolle, aufregende neue Ideen. In der Welt aber ist die Postmoderne auf einen Triumphzug. Russische Soldaten machen „Urlaub“ in der Ukraine, in der Türkei sind Menschenrechtler „Terroristen“, in den USA dominieren die „Alternativen Fakten“ - und auch in Deutschland beginnt die Gesellschaft zusehends zu fragmentieren. Zuschauer wollen ihre wenigen Sicherheiten nicht weiter bedroht sehen, sie wollen Helden, die die Welt retten und einen – es wieder heil machen. Ob diese nun Iron Man und Captain America oder Luke Skywalker und Rey heißen: Die Zuschauer wollen wieder die Große Geschichte.
Die dritte Staffel von Twin Peaks führt konsequent weiter, was die beiden vorigen begonnen hatten – nur en vogue ist sie nicht mehr. Ich meine, dass Serien-Macher diese Serie sorgsam anschauen sollten – sie ist großartig. Nur Zuschauer werden mit dem Gefühl von Enttäuschung zurückbleiben. Ich brauche jetzt einen verdammt guten Kaffee – vielleicht komme ich dann ja darauf, was denn nun mit Audrey ist.

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Inhalt:

Twin Peaks

USA 1990-1991

Idee: David Lynch und Mark Frost

Laufzeit: ca. 1448 Minuten

Musik: Angelo Badalamenti

Sender: ABC

Erhältlich bei: Amazon

Twin Peaks - Fire Walk With Me

USA 1992

Idee: David Lynch und Mark Frost

Laufzeit: ca. 129 Minuten

Musik: Angelo Badalamenti

Studio: Paramount Pictures

Erhältlich bei: Amazon

Twin Peaks: The Return

USA 2017

Idee: David Lynch und Mark Frost

Laufzeit: ca. 1044 Minuten

Musik: Angelo Badalamenti

Sender: Showtime

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Kyle MacLachlan
  • Sheryl Lee
  • Miguel Ferrer
  • Michael Ontkean
  • Ray Wise
  • Kiefer Sutherland
  • David Bowie
  • David Duchovny
  • Laura Dern
  • Robert Forster
  • Mädchen Amick
  • Amanda Seyfried
  • Naomi Watts

Weitere Infos:

Welcome to Twin Peaks - News zu allen Aspekten


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Erstellt: 05.04.2018, zuletzt aktualisiert: 11.04.2018 19:18