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League of Legends: Ashe – Kriegsmutter 1

Rezension von Christel Scheja

 

In seiner nun schon fast zehn Jahren andauernden Existenz hat das Online-Computerspiel League of Legends, das sich in erster Linie durch Mini-In-App-Käufe finanziert jede Menge interessanter Figuren und Schauplätze geschaffen. In Zusammenarbeit mit Marvel erscheinen so auch nun kleine Miniserien, die den Hintergrund und einige der Figuren ausbauen sollen. Im ersten Band ist es Ashe-Kriegsmutter.

 

Das Nordland ist von Gletschern bedeckt, das Überleben hart und nur wenige Täler bieten Schutz und Nahrung für die normalen Menschen, die sich auch als die »Herdgebundenen« bezeichnen, doch es gibt auch andere, denen die Kälte nichts ausmacht. Die junge Ashe besitzt wie die anderen Eisgeborenen eine magische Verbindung zu ihrer Heimat und kann deren Kräfte auch nutzen Zugleich hat ihre Mutter sie zu einer fähigen Kriegerin ausgebildet, wenn auch nicht ohne Hintergedanken, denn sie hat Großes mit ihrer Tochter vor.

Das Mädchen bekommt die Pläne jedoch erst dann mit, als sie sich mit ihrem Volk auf eine gefährliche Reise begeben, in der das gesamte Weltbild der jungen Frau erschüttert wird, alte Treuebündnisse zerbrechen, Verrat regiert und am Ende auch noch eine schwere Entscheidung von Ashe verlangt wird. Denn nur so kann sie zu der heran reifen, die sie sein soll.

 

Ashe, die Eisgeborene, die als »Kriegsmutter« ihr Volk anführt ist wohl eine der Champions des Spiels. Der Leser kann nun durch den Comic ihre dramatische Vorgeschichte erfahren, nämlich wo sie aufgewachsen ist, welche Freunde sie an ihrer Seite hatte und wie viel ihr ihr Volk bedeutete, bis zu dem Moment, in dem Ashe mehr oder weniger von ihrer Mutter gezwungen wird einen ganz bestimmten Weg zu gehen.

Natürlich rebelliert das Mädchen wie jeder Teenager erst einmal dagegen und versucht einen Ausweg zu finden, aber wie man sich denken kann, hat sie keine andere Wahl, als ihr neues Leben anzunehmen, wenn sie Kälte und Grausamkeit, Hass und Verrat durch die, die ihr etwas bedeuten, überleben will.

Alles in allem wird eine sehr klassische Geschichte erzählt, die aber auch mit einem interessanten Hintergrund und spannenden Wendungen aufwarten kann. Immerhin erhalten auch noch einige andere Figuren neben der Titelheldin etwas Profil, so dass nicht nur die Action dominiert und auch einige ruhigere Momente dabei helfen, sich besser in das Geschehen einzufügen und Gefühle für die Charaktere zu entwickeln.

Das alles ist sehr schön und homogen gezeichnet, glücklicherweise muss man auch keine Ahnung vom Game selbst haben, da dessen Spielmechanik im Comic keine Rolle zu spielen scheint.

 

Fazit:

So ist »League of Legends: Ashe – Kriegsmutter« eine überraschend spannende und abwechslungsreiche Fantasy-Geschichte, in der der Werdegang einer Heldin erzählt wird, die zum Champion des Spiels wird. Man muss aber keine Vorkenntnisse mitbringen, um die Handlung zu verstehen, so dass ein Genuss ohne Reue garantiert ist.

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Eure Meinung:

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Comic:

League of Legends: Ashe – Kriegsmutter 1

Original: League of Legends: Ashe - War Mother # 1-6

Autor: Odin Austin Shafer

ZeichnerInnen: Nina Vakueva und Peter Gross

Farben: Nina Vakueva und Chris Blythe

Übersetzung: Gerlinde Althoff

Panini Verlag, Juli 2019

Vollfarbiges Softcover, 144 Seiten

 

ISBN-10: 3741614289

ISBN-13: 978-3741614286

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 11.08.2019, zuletzt aktualisiert: 30.09.2019 08:32