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Legende: Der Herr der Träume von Yves Swolfs

Reihe: Legende Bd.4

Rezension von Olaf Kieser

 

Rezension:

Tristan ist mittlerweile zu einem jungen Mann herangewachsen. Nachdem ihm gerade noch die Flucht vor den Mannen des Herzogs gelungen ist, wurden ihm und seinem Lehrmeister Akunai im Kloster unterschlupf gewährt. Dort wurde Tristan von der Welt abgeschirmt an Geist und Schwert ausgebildet, damit er seinen rechtmäßigen Anspruch auf den Grafentitel seines ermordeten Vaters durchsetzen kann. Das scheint nun bald der Fall zu sein, denn Herzog Mattias liegt im Sterben. Er bereut zutiefst, dass er von Shaggan angestachelt seinen eigenen Bruder vom Thron stürzte und ermorden ließ. Als Mattias sich dann einer arrangierten Hochzeit seiner Tochter mit Shaggans Zögling Eol verweigert, besiegelt der Herzog damit sein Todesurteil. Auch Herzogin Floraine widersetzt sich Shaggan indem sie einem Mönch durch einen Geheimgang in die Gemächer ihres sterbenden Gatten lässt, damit er die letzte Beichte ablegen kann. Um seine Pläne nicht zu gefährden, hohlt Shaggan schließlich Ombeline, die Tochter des Herzogs, aus dem Kloster zurück. Mit massiven Drohungen will er sie zur Hochzeit mit Eol zwingen, der sich im Umgang mit Frauen als ziemlich unfähig erweist. Als Tristan davon erfährt, will er Ombeline, zu der er seit Jahren eine enge Bindung verspürt, aus den Klauen Shaggans befreien. Stellt sich die Frage, ob Tristan schon bereit für eine direkte Konfrontation ist?

 

Legende: Der Herr der Träume ist der vierte Band der mehrteiligen Comicreihe Legende, die den Leser in das europäische Mittelalter führt, dass jedoch nicht immer historisch korrekt dargestellt wird. Vielmehr wird hier eine dramatische Handlung vor einem recht diffusen historischen Hintergrund erzählt und mit einigen Fantasy-Elementen angereichert. Beim Lesen stößt man schnell auf einiges, was einem irgendwie bekannt vorkommt: der Name Tristan, ein mit einem auffälligen Muttermal versehener Held, eine gefürchtete Räuberbande in einem Wald und ein mit dunklen Mächten im Bunde stehender Schurke. Insgesamt ein durchaus klassisches Szenario über den Kampf zwischen Gut und Böse. Autor Yves Swolfs hat im vierten Band nun alle Schwächen der vorangegangenen Bände abgestellt. Die Rückblende, die der Geschichte von Yves Swolfs einen gewissen Teil ihrer Spannung raubte, ist beendet und man erfährt, wie Tristan in die Situation kam, die den ersten Band eröffnete. Einige Figuren sind immer noch etwas oberflächlich und schematisch angelegt. Das beginnt bei ihrem Verhalten und endet bei ihrem Aussehen. Doch auch sich wandelnde Figuren sind zu entdecken So zweifelt Herzog Mattias an Shaggan und bereut seine Taten. Auch Floriane beginnt, sich ihrem Cousin Shaggan zu widersetzen.

 

 

Der vierte Band hinterlässt den bisher besten Eindruck. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu. Dadurch gewinnt die Geschichte deutlich an Tempo und Spannung. Die Zeichnungen sind weiterhin oft detailreichen und bereiten dem Auge des Lesers Freude. Sophie Swolfs ist wie bisher für die Farbgebung verantwortlich, welche man weiterhin als gelungen bezeichnen kann. Auch an der Übersetzung von Harald Sachse ist nichts auszusetzen.

 

Fazit:

Legende: Der Herr der Träume ist ein solider Comic, in dem Historisches mit Fantasy gemischt werden. Der vierte Band ist der bisher stärkste und temporeichste der Reihe. Zeichnungen und Farbgebung überzeugen wie bisher. Die dramatischen Ereignisse und das offene Ende lassen den Leser ungeduldig auf den nächsten Band warten.

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MEDIUM: Comic

Legende: Der Herr der Träume

Reihe: Legende Bd.4

Autor: Yves Swolfs

Carlsen Comics, März 2010

Broschiert, 46 Seiten

ISBN-10: 3551779244

ISBN-13: 978-3551779243

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 08.06.2010, zuletzt aktualisiert: 17.11.2019 13:35