Like a Dragon: Infinite Wealth (PC; USK 18)
 
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Like a Dragon: Infinite Wealth

Rezension von Max Oheim

Verlagsinfo

Das Schicksal führt zwei legendäre Helden zusammen, oder ist es doch eine unheilvollere Macht? Tobe dich in Japan aus und erkunde Hawaii oder umgekehrt, denn in diesem gewaltigen Abenteuer überquerst du den Pazifik.

Story

Das auffälligste Merkmal von Infinite Wealth könnt ihr bereits anhand der ersten Bilder sehen: Ichiban verschlägt es auf das sonnige Honolulu, wo er sich auf die Suche nach seiner Mutter macht. Diese ist vor langer Zeit auf Hawaii geflohen. Typisch für die Like-A-Dragon-Serie verläuft die Ermittlung aber nicht linear, sondern ist links und rechts gespickt mit vielen Nebengeschichten und -aufgaben. Ihr helft Personen in Not, erledigt Nebenjobs oder stolpert in eine verrückte Geschichte hinein.

Gameplay

Natürlich sind auch auf den Straßen von Honolulu an wirklich jeder Ecke prügelwillige Banden unterwegs, mit denen ihr euch anlegt, um schräge Gegner·innen mit witzigen Bezeichnungen wie Kleinganoven, Schad-Manen, Raufnasen, Kassenpatienten oder Pomaden-Macker in ihre Schranken zu weisen. Dabei kommt das in Yakuza: Like a Dragon erstmals eingeführte rundenbasierte Kampfsystem zum Einsatz. Seid ihr an der Reihe, könnt ihr eure Kämpfer innerhalb des angezeigten Bereichs frei bewegen und näher an Gegner·innen, Gegenstände und Kamerad·innen heranrücken.

 

Mit einem direkten Angriff aus nächster Nähe richtet ihr mehr Schaden an, schnappt euch ein Fahrrad, ein Verkehrsschild oder was auch immer ihr auf der Straße findet und benutzt es als Wurfgeschoss oder stellt euch neben ein Teammitglied, um eine der verheerenden Tag-Team-Kombos auszuführen. Neben Standard-Schlägen und Tritten stehen euch auch die besonderen Fähigkeiten der Prügel-Protagonist·innen zur Verfügung und solange die MP reichen, zerlegt ihr die streitsüchtigen Ganov·innen mit herrlich abgedrehten Attacken wie Göttlicher Schuss, Schlitzer des Schweigens, Schneidbrenner oder Brutaler Waschgang. Die Auswahl ist geradezu überwältigend, denn mit jedem neuen Job, den eure Held·innen erlernen, kommen weitere, einzigartige Skills hinzu.

 

Habt ihr euch mit einer Bande angelegt, deren Stufe deutlich über der eures Teams liegt, dann zückt das Smartphone und holt euch Hilfe. Vorausgesetzt, ihrhabt noch genügend Guthaben auf dem Konto, bestellt ihr beim Online-Poundmate-Lieferservice schlagkräftige Unterstützung. Kurz darauf erscheinen dann Unterstützer·innen wie die beeindruckend muskelbepackte Poundmate-Prinzessin oder der wagemutige Fahrradkurier Charlie, die euch für ein paar Runden tatkräftig zur Seite stehen. Je mehr Geld ihr für den Dienst ausgebt, desto höher steigt ihr im Kunden-Rang und habt dann Zugriff auf mehr und mächtigere Unterstützer·innen.

 

Neben dem ganzen Erkunden und Kämpfen haben wir zwei größere Mini-Games. Die Pokémon-Parodie Sujimon aus »Yakuza: Like a Dragon« ist zurück und ihr sammelt Kämpfer·innen für die Suji-Liga, entwickelt eure Recken weiter – unter anderem, indem ihr sie mit gleichen Sujimon füttert, da will ich gar nicht weiter drüber nachdenken – und tretet gegen andere Trainer·innen um Ruhm und Ehre an.

Neue Sujimon rekrutiert ihr in den Straßenkämpfen. Nach einem Sieg werft ihr aber keinen Pokéball, sondern bestecht Gegner·innen mit einem Super-Suji-Geschenk. Je respektvoller ihr das Geschenk präsentiert, desto höher ist die Chance, dass Wunschkämpfer·innen eurer Gruppe beitreten.

 

Und dann wäre da noch Dondoko-Island. Eure Aufgabe ist es, auf der idyllischen Insel Dondoko ein Fünf-Sterne-Resort zu errichten und Scharen an Tourist·innen anzulocken. Problem: Eine Bande von Pirat·innen missbraucht das Eiland als illegale Müllhalde. Also schnappt ihr euch einen Baseballschläger, mit dem ihr durch das Zerschlagen von Bäumen und Steinen die ersten Rohstoffe sammelt, entsorgt den Müll und prügelt euch mit den lästigen Pirat·innen, die euch immer wieder in die Quere kommen. Die Beschreibung kratzt nur an der Oberfläche des Spielprinzips, denn es gibt so viel mehr zu tun, um die schäbigen Holzhütten am Strand in ein Luxusresort zu verwandeln.

Fazit

»Like a Dragon: Infinite Wealth« ist ein verdammt gutes Spiel. Die Story wird gut erzählt und steckt voller Überraschungen. Das Spiel strotzt nur so vor Nebenaufgaben und lädt zum Erkunden ein. Es gibt eine Menge zu tun und lohnt sich definitiv.

 

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PC-Game:

Like a Dragon: Infinite Wealth

Entwickler: Ryu Ga Gotoku Studio

Publisher: SEGA

Veröffentlichung: 26. Januar 2024

USK: 18


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Erstellt: 22.01.2024, zuletzt aktualisiert: 11.02.2024 11:31, 22690