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Little Amadeus Maestro

Rezension von Christine Schlicht

 

Amadeus, seine Schwester Nannerl, Josef Haydn und der junge Ludwig van Beethoven werden von der Kaiserin beauftragt, verschiedene Musikstücke von Mozart aufzuführen. Zehn Stücke sollen es sein, aber noch gibt es keine Musiker.

 

Die Suche nach geeigneten Musikern beginnt und natürlich braucht jedes Orchester einen Dirigenten. Und was ist das? Da sind noch Musiker, die keinen Auftritt bekommen haben und doch auch bezahlt werden wollen?

 

 

Aufmachung

Das Spiel besteht aus einem stabilen Spielplan, auf dem die Orchester zusammengestellt werden, 46 Pappkärtchen mit Musikern, 10 Dirigentenkärtchen, 14 Applaus-Kärtchen und Devilius (Devilius ist eine Erfindung der Macher des Zeichentrickfilmes, eine Art Gegenspieler für den jungen Amadeus, der stellvertretend für viele Neider des jungen Mannes den Bösewicht gibt). Für die möglichen vier Spieler gibt es die Agenturkarten, auf denen sie ihre zur Verfügung stehenden Musiker einordnen können und vier massive, große Holzspielfiguren, die im Gegensatz zu den Kärtchen auch kleineren Kindern gut in der Hand liegen könnten. Aber das ist nicht nötig.

 

Alle Bestandteile sind mit Motiven aus der Zeichentrickreihe „Little Amadeus“ hübsch und wiedererkennbar gestaltet. Als Goodie enthält das Spiel zudem eine CD, die auch die Musikstücke enthält, die im Spiel mit Musikern ausgestattet werden sollen. Eine auf jeden Fall sinnvolle Ergänzung, denn dann können sich auch unmusikalische Kinder ein „Klangbild“ dessen machen, worum sie hier spielen.

 

 

Spielregeln

Erfrischend wenig und unkompliziert. In einem 8-seitigen Heftchen sind ganze drei Seiten für die Spielregeln nötig, der Rest dreht sich um die CD und um Merchandise. Und diese wenigen Spielregeln sind schnell erfassbar und einfach weiterzugeben, vor allem, da sie mit ausreichend vielen Bildern und Beispielen untermauert werden.

 

 

Spielverlauf

Ein paar kleine Vorbereitungen sind nötig: Das Spielfeld muss aufgebaut, die Figuren in Position gebracht werden. Jeder Spieler erhält eine „Agenturkarte“, farblich passend zu seiner Spielfigur. Dazu bekommt jeder Spieler einen Dirigenten und darf sich zwei Musikerkärtchen ziehen. Dabei muss der Spieler schon entscheiden, wo auf seiner Agenturkarte die Musiker abgelegt werden sollen – denn die Musiker in der oberen Reihe können gnadenlos auch von den anderen Spielern verwendet werden. Die restlichen Karten werden gemischt und in vier Stapeln neben dem Spielfeld verteilt.

 

Jeder Spieler macht bei seinem Zug zwei Aktionen: Er kann (muss aber nicht), Musiker einem Orchester zuordnen. Dabei gibt es zu beachten, dass ein Musiker nie alleine abgelegt werden darf und jedes Orchester einen Dirigenten haben muss, der wie ein Joker auf einem beliebigen Instrument abgelegt werden kann, so das er im Zweifel eine Lücke zwischen zwei Musikern schließt. Denn es dürfen nur Karten nebeneinander abgelegt werden. Der Spieler darf dabei auch unterschiedliche Orchester besetzen, solange das vor genannte in allen Musikstücken beachtet wird. Er darf aber nur ein Musikstück pro Spielzug beenden. Ja nach dem, wie viele Musiker er untergebracht hat, kann er seinen Spielstein auf der Zählleiste weiter ziehen.

 

Die zweite Aktion ist, Karten nachzuziehen. Nach jedem Zug MUSS der Spieler Karten nachziehen, er hat aber die Wahl 1- 3 Karten nehmen zu können. Die gezogenen Karten werden in der Agentur abgelegt. Aber Vorsicht: Die Anderen dürfen die oben liegenden Karten mitbenutzen und man darf die Musiker in der Agentur nicht verschieben, wenn sie einmal darin liegen.

 

Hat ein Spieler ein Musikstück mit Musikern vervollständigt, bekommt er das Deviliuskärtchen. Sollte ein Spieler im Besitz dieser Karte sein, wenn er ein weiteres Musikstück vollenden kann, gibt’s Zusatzpunkte.

 

Wenn alle 14 Applauskärtchen gezogen und auf dem Spielfeld abgelegt wurden, ist das Spiel rum, ob die Orchester vollzählig sind oder nicht. Jeder Spieler muss nun die Noten zählen, die auf den Kärtchen seiner verbliebenen Musiker stehen und muss seine Spielfigur um eben diese Anzahl zurück nehmen. Gewonnen hat derjenige, der danach am weitesten vorn auf der Zählleiste steht.

 

 

Spielspaß

Es gibt zwar keine Varianten, aber nichts desto Trotz kann man das Spiel immer wieder mit wachsender Begeisterung spielen. Je nach Anzahl der Spieler, deren Spielerfahrung und der immer neuen Kombinationen von 46 Musikern wird nichts so sein wie bei der Runde zuvor.

 

Die Altersgruppe ist mit 7+ angegeben. Das ist vielleicht etwas knapp, denn ein bisschen muss man schon lesen. Die Kärtchen sind sehr klein und auf dem Spielplan sind im Gegensatz zu den Kärtchen NUR die Instrumente abgebildet, so das man schon nachlesen muss, welches Instrument nun gemeint ist. Hier hätte man zur Vereinfachung vielleicht die gleichen Bilder wie auf den Kärtchen auch auf das Spielbrett drucken sollen. Aber den Bogen hat man nach eins zwei Runden auch raus.

 

Das Spiel ist dazu noch recht komplex, denn man muss auch den Gegenspieler im Auge behalten, denn eventuell braucht man ja auch dessen Musiker. Für jüngere Kinder ist das nicht erfassbar und würde zu Frust führen, wenn Ältere sich dann an den Musikern der Jüngeren vergreifen. Dann sollte man auf jeden Fall die CD dazu laufen lassen – zur Beruhigung.

 

 

Fazit

Man muss kein Musikschüler sein und nicht einmal musikalisch, um bei diesem Spiel seinen Spaß zu haben. Es fördert Organisationstalent und Auffassungsgabe, verbunden mit Überblick. Eine schön gemachte Lehrstunde in Musik mit viel Spaß und Spannung und schöner Musik.

 

(anklicken zum vergrößern)

Eure Meinung:


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Little Amadeus Maestro

von Amigo Spiel + Freizeit

Spieler: 2-4

Spieldauer: ca. 45 Min.

Altersempfehlung: 7+

ASIN: B000VPJIGQ

Erhältlich bei: Amazon

 

 


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Erstellt: 25.11.2007, zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:36