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Lovey Dovey, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

„Lovey Dovey“ ist eine Serie die bewusst im schulischen Umfeld angesiedelt wurde und ein wenig – wenn natürlich überspitzt, die Realität in Japan wiedergeben dürfte. Sie dreht sich natürlich um die erste Liebe und die damit verbundenen Schwierigkeiten, die sich für das junge Paar ergeben, wenn genau diese Art von Beziehung verboten ist

 

Die Kirisaki-Schule gehört zu den Elite-Lehranstalten und ist zweigeteilt. Die eine steht Schülern aus allen Schichten offen, sofern die Eltern das Geld dafür aufbringen können. Sie müssen ihre Eignung immer wieder durch harte Prüfung beweisen. In den anderen teil der Schule gehen die Kinder begüterter Eltern, die wesentlich mehr Freiheiten haben. Aber eine Regel gilt für alle: Die Schüler sollen sich nur auf das Lernen konzentrieren. Liebe und enge Freundschaften sind daher verboten.

Das hat Saika bisher nicht gestört. Sie geht nur auf die Schule, weil sie ihren Sandkastenfreund Keishi für sich gewinnen will, der auch jetzt noch die Eigenschaften besitzt, die sie damals so an ihm mochte. Allerdings scheint er ihre Gefühle nicht wirklich zu erwidern.

Da wirft Shin aus der Spezialschule ihre Pläne für die Zukunft über den Haufen. Der Neffe des Direktors ist zwar ein arroganter und eingebildeter Mistkerl, hat aber trotzdem etwas, was Saika irgendwie anzieht. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er das Mädchen für sich gewinnen will.

Deshalb wechselt er auch kurzerhand auf den offenen Teil der Schule über und macht seine Besitzansprüche auf Saika geltend, die sich zunächst sehr dagegen wehrt, dann aber immer mehr klein beigibt. Nur offen zugeben kann sie ihre Gefühle nicht.

Aber er ringt ihr schließlich ein Versprechen ab: Wenn er beim kommenden Sportwettbewerb in allen Disziplinen gewinnt, dann soll sie ihm offen und ehrlich – von Angesicht zu Angesicht – eingestehen, dass sie ihn liebt. Allerdings rechnet er nicht damit, dass seine ehemaligen Kumpels von der Spezialschule daran denken, ihm einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen...

 

Die Geschichte ist nicht neu und wird immer wieder gerne erzählt: Ein klassisches Dreiecksverhältnis entsteht, wenn sich eine dritte Person in eine harmonische Bindung drängt, die eigentlich schon seit der Kindheit besteht und dabei eine ganze Menge Charme und Pheromone versprüht.

In dieser Hinsicht weicht die Geschichte kaum von klassischen Vorbildern ab. Um das ganze noch ein wenig interessanter und dramatischer zu machen, schwebt das Verbot wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der beiden Liebenden, die vor allem deshalb noch nichts sagen können.

Da ihnen aber ihre Gefühle langsam sehr klar werden, entwickelt sich die Geschichte auch immer mehr in eine humorvolle und seichtere Richtung, denn nun geht es mehr darum, die Treffen und Techtelmechtel vor den anderen Schülern und vor allem dem Jugendfreund zu verbergen, der auch aufwacht und Lunte zu riechen beginnt. Alles in allem wendet sich auch dieser Teil der Geschichte vor allem an junge Leserinnen, die noch nicht viele Romanzen kennen, die sich in diese Richtung entwickeln.

 

Insgesamt wendet sich auch der zweite Band von „Lovey Dovey“ vor allem an weibliche Teenager, die ähnliche Gefühlsverwirrungen kennen und die Heldin deshalb um so besser verstehen können.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Lovey Dovey, Band 2

Autorin & Künstlerin: Aya Oda

Aus dem Japanischen von Costa Caspary

Asa mo hiru mo yoru mo, Vol. 2, Japan 2007

Manga-Taschenbuch, 184 Seiten

Egmont Manga & Anime, 02/2010

ISBN-10: 3770471768

ISBN-13: 978-3770471768

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 09.05.2010, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39