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Malfuria von Christoph Marzi

Rezension von Christel Scheja

 

In den letzten Jahren hat sich Christoph Marzi vor allem durch seine märchenhaften Fantasy-Romane einen Namen gemacht, die magische Szenarien auf Grundlage unserer Welt beschreiben und dabei vor Skurrilität strotzen. Das ist auch in seiner „Malfuria“-Trilogie der Fall. Zu dem Roman erschien etwa zeitgleich im Arena Verlag auch das dazu gehörige Hörbuch, das von Andreas Fröhlich gelesen wird.

 

Seit dem Tod ihres Vaters lebt Catalina bei einem alten Kartenmacher und geht bei diesem in die Lehre. Ihre Mutter hat sie seither nicht mehr gesehen, denn diese ist einfach verschwunden. Das Mädchen fühlt sich bei dem freundlichen Mann und in der knorrigen Windmühle eigentlich wohl, aber manchmal überkommt sie doch die Traurigkeit und sie sucht Gesellschaft und Vergessen bei dem Wind, der ihr immer wieder neue Geschichten zu erzählen weiß.

Am zweiten Todestag ihres Vaters ändert sich aber alles. Der Kartenmacher zeigt ihr zunächst einmal eine Karte, die ihre Mutter gemacht hat und enthüllt Catalina, das diese eine Hexe sei. Dann plötzlich erscheinen seltsame Gestalten in der Windmühle und fordern die Herausgabe des Mädchens.

Am gleichen Tage beobachtet der Lichterjunge Jordi von dem Leuchtturm, den er mit seinem Vater bewohnt aus, die Ankunft eines fliegenden schwarzen Schiffes. Er wird hellhörig, als sein Erzeuger erwähnt, dass dieses nur zu einem Zweck gedient habe – nämlich um Hexen zu fangen.

Und tatsächlich entdeckt er, dass in der Stadt kurze Zeit später Seltsames vor sich geht, denn als Harlekine verkleidete Gestalten mit Masken verzaubern die Menschen und zwingen sie dazu ihnen zu helfen. Als er ihnen folgt, entdeckt er, auf wen sie es abgesehen haben und ergreift mit Catalina die Flucht. Das ist der Beginn eines gefährlichen und dramatischen Abenteuers, das es in sich haben wird...

 

Die Geschichte wirkt nur auf den ersten Blick einfach und schlicht, bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass viel mehr dahinter steckt. Junge Leser können sich an den kauzigen Figuren und verrückten Szenarien erfreuen, die mit mediterranem Ambiente daher kommen, Erwachsene werden die ein oder andere Anspielung auf Werke der Weltliteratur erkennen können.

Auch die Magie kommt nicht zu kurz, steckt sie doch in den Worten und Beschreibungen, den märchenhaften Wundern, die für Catalina und Jordi ganz natürlich erscheinen. Letztendlich bezieht der Roman aus der Poesie der Sprache auch seinen besonderen Reiz, denn die Handlung bleibt eher überschaubar und klar, bietet allerdings nur wenige überraschende Wendungen.

Das macht die Umsetzung in ein Hörbuch ideal, denn der Zuhörer muss sich keine komplexen Zusammenhänge merken, sondern kann die Beschreibungen und das Ambiente genießen.

Andreas Fröhlich weiß dies mit großer Erfahrung und Elan zu vermitteln, man merkt, dass er sein Handwerk beherrscht, denn er fesselt geradezu mit seinem Vortrag, so dass man gar nicht bemerkt wie schnell eine CD zu Ende ist.

 

Alles in allem bietet das Hörbuch kurzweilige und gefühlvolle Unterhaltung, die die Magie von Christoph Marzis Geschichte mehr als gelungen einzufangen weiß.

 

Eure Meinung:


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Hörbuch:

Malfuria 1: Die Singende Stadt

Gekürzte Lesung

Autor: Christoph Marzi

Sprecher: Andreas Fröhlich

Arena-Verlag, Würzburg, erschienen 06/2007

4 CD’s

Laufzeit: 303 min

Titelbild von Frauke Schneider

ASIN: 3401260898

ISBN-13: 978-3401260891

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 03.05.2011, zuletzt aktualisiert: 22.03.2020 12:24