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Maliande – Im Bann der Magier von Thea Lichtenstein

Rezension von Christel Scheja

 

Mit dem dritten Band der „Maliande“-Saga wird nun auch das Geheimnis um die Autorin gelöst. Hinter Thea Lichtenstein versteckt sich keine andere als Tanja Heitmann, die eher durch ihre romantischen Dark-Fantasy-Romane wie „Morgenrot“ bekannt geworden ist.

Mit „Im Bann der Magier“ findet die Saga, die mit „Der Ruf des Drachen“ begann und mit „Das Geheimnis der Elben“ weiter ging, nun ein Ende.

 

Einige Zeit ist seit den letzten Geschehnissen vergangen. Nahim hat zu seiner geliebten Lehen zurück gefunden und versucht nun eine ganz normale Familie mit ihr aufzubauen. An Kindes Statt haben sie eine halbwüchsige Waise angenommen und er versucht sich in den Sippenverband einzufügen, so gut er kann.

Von den Geschehnissen in anderen Teilen der Welt will er nichts mehr hören, nicht einmal wenn sie aus seiner eigenen Heimat kommen, und auch von seinem Orden hat er sich los gesagt. Viel wichtiger ist es, irgendwie über den Winter zu kommen, der kein Ende zu finden scheint.

Alles wird anders, als plötzlich Vennis vor ihm steht, der seit einem Drachenangriff verschwunden war. Er bittet Nahim inständig, noch einmal zu helfen, denn das Schicksal der Welt steht auf dem Spiel und damit auch das Glück seiner jungen Familie.

Da auch noch ein Fremder sein Unwesen in der Umgebung treibt, den Vennis schon kurz zuvor an anderer Stelle gesehen hat, entschließt er sich dazu, der Bitte nachzugeben und wagt sich auf ein letztes großes Abenteuer.

Dabei stellt sich heraus, dass weder die Bedrohungen noch die Feinde wirklich besiegt und beseitigt sind. Das Maliande ist immer noch wild und gefährlich, die Wesen, die es für sich nutzen wollen, kennen keine Skrupel.

Es muss deshalb eine endgültige Lösung gefunden werden, auch wenn sie große Opfer fordern und die Magie für immer von der Welt verbannen könnte.

 

„Im Bann der Magier“ führt die Autorin nicht nur die offenen Fäden der vorhergehenden Bände zusammen, sondern zeigt auch, was in ihr steckt. Die Geschichte hat keine der Anfängerfehler mehr, der rote Faden durchzieht das Buch ohne Unterbrechungen und findet auch ein sauberes Ende.

Wieder werden die Figuren in einem lebendigen Umfeld geschildert. Man versteht, warum Nahim eigentlich nicht gehen will und vollzieht auch die Motive der anderen Personen, die mit ihm zu tun haben sehr gut nach. So freut man sich, dass alles ein versöhnliches Ende findet.

Das Buch konzentriert sich in erster Linie auf die magische Ebene der Welt. Kämpfe kommen so gut wie gar nicht vor, Schlachten sind ebenfalls Mangelware. Die Figuren stehen im Mittelpunkt der Geschichte und wieder einmal sind es Einzelne, die das Schicksal der Welt in den Händen halten und durch ihre Entscheidungen prägen werden.

Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und unterhaltsam, wenngleich er auch nicht unbedingt viele neue Facetten zeigt. Gerade weil die Autorin aber die klassische Geschichte sehr souverän erzählt, nimmt man ihr das auch nicht übel. Die Atmosphäre stimmt, die Figuren sind sympathisch und das trägt die Geschichte. So ist der dritte zugleich auch der beste Roman der Saga.

 

Alles in allem findet die „Maliande“-Saga in „Im Bann der Magier“ einen würdigen Abschluss, für alle Fans magischer Fantasy, die in erster Linie charakterzentrierte Geschichten mögen, in denen Gewalt nur das allerletzte Mittel ist.

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Maliande – Im Bann der Magier

Reihe: Maliande, Bd. 3

Autorin: Thea Lichtenstein

broschiert, 480 Seiten

Goldmann, erschienen im Juni 2010

Titelbildcollage von Anne Stokes

ISBN-10: 3442467330

ISBN-13: 978-3442467334

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.07.2010, zuletzt aktualisiert: 09.09.2019 19:03