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Mama Colle, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Tamagochi, die Spielzeuge mit denen man kleine pixlige Tierchen aufziehen konnte. In Japan, dem Mutterland dieser Spielzeuge ist die Begeisterung dafür ungebrochen und natürlich erzählt auch der ein oder andere Mangaka Geschichten darüber und erfinden noch verrücktere Tierchen und dazu passende chaotische Besitzer.

 

In „Mamacolle“ spielen kleine putzige Tierchen in allen möglichen Farben die Hauptrolle. Sie stammen von einer abgelegenen Insel im Pazifik und wurden zum Liebling der Kinder, da sie mit allem gefüttert werden können, was auch Kinder lieben – vor allem Süßigkeiten - und weder Schmutz noch Ärger machen, sondern einfach nur lieb und kuschelig sind.

Die kleine Tama beneidet alle, die schon die sogenannten „Babys“ haben, denn ihr selber sind sie von der Mutter verboten worden, weil ihre Schulnoten zu schlecht sind und ihr bester Freund Yosuka scheint ebenfalls keinen sonderlichen Wert darauf zu legen, ein „Baby haben zu müssen.

Dann findet Tama eines Tages drei heimatlose, weil vermutlich ausgesetzte weiße Babys findet. Sie nimmt die Kleinen mit nach Hause und wird ihnen eine gute Freundin, während Yosuke wenig begeistert ist, weil er dem Wunder misstraut und glaubt, das dem allen noch etwas gemeines hinter her kommt. So ist das Glück des jungen Mädchens nicht ganz ungetrübt.

Außerdem stellt ihre Mutter noch eine Bedingung. Wenn Tama die „Babys“ behalten will, muss sie im nächsten Test 100 Punkte vorweisen können. Und dass ist für das Mädchen, das sonst eher durchschnittlich ist, wirklich eine Herausforderung.

 

Niedliche Tierchen, eine Mittelschülerin, die nichts anderes im Kopf hat, als diese zu besitzen, zu pflegen und mit ihnen zu spielen und ein paar damit verbundene Probleme, die Spannung in die Geschichte bringen – genau das sind die Zutaten des Mangas, der sich durch Aufbau und Gestaltung vor allem an junge Leser ab acht Jahren wendet und auf Freundschaft, Humor und den Niedlichkeitsfaktor der kleinen Spielzeuge setzt. Dadurch, dass die Episoden in sich abgeschlossen sind, kommt man auch immer wieder leicht in die Geschichte hinein.

Immerhin ist der Manga auch nicht zu albern um Erwachsene abzuschrecken, aber für ältere Fans definitiv viel zu leicht zu durchschauen.

 

Alles in allem bietet „Mamacolle“ eine humorvolle und harmlose Geschichte, die vor allem Kinder lieben werden, für die lustige Tierchen und die Freundschaft noch das allerwichtigste sind.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Mama Colle, Band 1

Autorin & Künstlerin: Ema Toyama

Aus dem Japanischen von Monika Hammond

Mama Colle Vol 1, Japan 2006

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 07/2009

ISBN-10: 3770470893

ISBN-13: 978-3770470891

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 01.10.2009, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39