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Menira von Nick Rinnert

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Als erster weiblicher Paladin in der Polizeitruppe der Stadt Glitterkant hat man es nicht leicht. Als Menira die Arbeit an ihrem ersten Fall aufnimmt, muss sie sehr schnell feststellen, dass ein cholerischer Chef und geschlechtsbedingte Vorurteile noch die kleineren Probleme sind, mit denen sie sich herumschlagen muss. Denn wenn die eigenen Mitarbeiter aus einem zwielichtigen Magier, einer schießwütigen Elfin und einem muskelbepackten Ork bestehen, muss man kühlen Kopf bewahren, um nicht die Kontrolle oder gar den neuen Job zu verlieren. Doch als Menira herausfindet, dass der angebliche Selbstmord eines stadtbekannten Magiers in Wirklichkeit ein Mord ist, setzt sie Ereignisse in Gang, die alles in Frage stellen, was sie bis dahin gelernt hat.

 

Rezension:

Menira hat es geschafft. Als 1. Frau hat sie die Prüfung zum Rang eines Paladin (einer Art Kriminalkommissar) bestanden. Allerdings ist der Polizeichef der Stadt darüber alles andere als glücklich, zumal sich Menira offen weigert, sich auf einen Schreibtischjob abkommandieren zu lassen. Zu seinem großen Verdruss haben auch noch ein Magier mit fragwürdiger Vergangenheit, eine Elfe und ein Ork die Polizeiausbildung erfolgreich absolviert. So etwas gab es noch nie! Bisher waren im höheren Polizeidienst immer nur männliche Menschen und Zwerge beschäftigt gewesen. Wenn diese Menira unbedingt eine eigene Abteilung, die ihr vom Rang her zusteht, haben will, bekommt sie eben die 3 anderen Exoten aufgebrummt. Damit wird es dem Polizeichef schon gelingen, der Bürgermeisterin zu beweisen, dass diese neumodischen Ideen nichts taugen. Und damit diese Außenseiter, die sich gegenseitig nicht über den Weg trauen, keinen allzu großen Mist bauen können, bekommen sie die Untersuchung des Selbstmordes eines reichen Zauberers aufgebrummt. Damit will sowieso keiner der anderen Paladine seine Zeit vergeuden. Doch schnell stellen die Neulinge fest, dass es sich keineswegs um einen Selbstmord handelt. Im Gegenteil. Der Fall führt sie tief in die Politik der unter der friedlichen Oberfläche sehr uneinigen Viel-Völker-Stadt.

 

Menschen, Zwerge, Elfen, Orks begegnen dem Leser in relativ vielen Fantasy-Werken. Doch in beinahe allen Fällen handelt es sich dabei um sogenannte High-Fantasy, die in vorindustriell geprägten Welten handelt. Nicht so hier. Nick Rinnert führt in Menira seine Leser in die Sphärenlande, wo die Technik ein mit unserer Welt vergleichbares Niveau erreicht hat. Und doch alles so anders ist. Das fängt schon damit an, dass Glitterkant, die Stadt in der unsere Helden ihre Abenteuer bestehen müssen, nicht etwa auf einem Planeten liegt. Nein, die Sphärenlande befinden sich auf der Innenseite einer riesigen Hohlkugel. Wenn die Sonne den Bewohnern nachts ihre dunkle Seite zuwendet, können sie in weiter Ferne die gegenüberliegenden Kontinente erahnen. Und genau hier muss sich Menira nicht nur mit dem Unwillen ihres Chefs, sondern auch noch mit ihrer gemischten Truppe auseinandersetzen, deren Mitglieder einen ganzen Stapel Vorurteile gegeneinander vor sich hertragen. Werden sie allen Zweiflern beweisen können, dass die richtige Polizeiarbeit verrichten können, oder werden sie sich vorher gegenseitig an die Kehle gehen?

 

Fazit:

Der humorvolle Fantasy-Verschwörungs-Krimi »Menira« von Nick Rinnert macht einfach Spaß.

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Eure Meinung:

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Buch:

Menira

Autor: Nick Rinnert

Taschenbuch, 266 Seiten

CreateSpace, 2. Juli 2016

Cover: Fischi Karpfenteich

 

ISBN-10: 1534997385

ISBN-13: 978-1534997387

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01HOUZPAI

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 26.09.2016, zuletzt aktualisiert: 09.09.2019 19:03