Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Menschen gegen Monster

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

“Menschen gegen Monster” erschien bereits 2004 auf DVD und wurde nun nur noch einmal von Polyband wieder neu aufgelegt. Leider verzichtete man darauf, die DVD um die englische Tonspur und andere Kleinigkeiten zu erweitern, so dass es keine Unterschiede zu der alten Veröffentlichung gibt.

 

Die BBC produzierte die Serie im Rahmen ihrer Dinosaurier-Serien, um die Geschichte der Urzeittiere abzurunden. In den drei Episoden: „Kampf um Amerika“, „Kampf um Australien“ und „Kampf um Neuseeland“ schildert sie, wie die Menschen in den letzten 60.000 bis 10.000 Jahren auch die letzten Gebiete der Welt erobern und dort nicht nur bei der Tier- sondern auch der Pflanzenwelt Spuren hinterlassen.

Vor gut 12.000 Jahren wanderten Menschen über die damals noch zugefrorene Bering-See nach Amerika ein. Was sie dort fanden war ein Paradies – mit mehr Wild als sie denken konnten und einer neuen und spannenden Landschaft.

Je weiter sie allerdings vorstießen desto deutlicher wurde, dass das Paradies auch Schattenseiten hatte – neben Raubtieren, die sie bisher noch nicht kennen gelernt hatten, begegneten sie auch einheimischen Stämmen, die heute als „Clovis“-Menschen bekannt sind, und die Bearbeitung von bestimmten Steinarten zur Perfektion gebracht hatten.

Gemeinsam sorgten sie am Ende der Eiszeit, dass die unerschöpflichen Tierherden schneller als gedacht schwanden und rotteten nicht nur Mammuts sondern auch andere Tierarten aus und verursachten das Sterben der großen Raubtiere..

Auch in Australien sah es noch anders aus, als die ersten Menschen auf den Kontinent kamen, Er war zwar heiß und trocken, bot aber noch eine Menge Leben. Wieder sorgten die Menschen dafür, dass viele Tierarten ausstarben. Nicht anders in Neuseeland, wo es ihnen gelang, innerhalb weniger Jahrzehnte viele Vogelarten so zu dezimieren, dass sie nicht mehr überleben konnten – zusammen mit Tieren, die sie selbst auf die Insel brachten.

 

Eigentlich ist die Bezeichnung der Dokumentation irreführend. Zwar begegneten die ersten Menschen auf den ihnen bisher unbekannten Landstrichen auch gigantischen Pflanzenfressern und gefährlichen Raubtieren, die sich in Sibirien, Europa, Asien oder Afrika nie entwickelt hatten, manche davon machten ihnen zu schaffen, wie der Säbelzahltiger, aber die eigentlichen Monster waren sie.

Die erste Episode steht exemplarisch für die beiden anderen. Zunächst wird die Ankunft einer Menschengruppe in dem neuen Land geschildert, ihr Staunen über die Wunder die sich ihnen eröffnen und die nahezu unerschöpflich scheinenden Nahrungsquellen. Sehr schnell aber gewöhnen sie sich an den Überfluss und werden neben Klimawandel und anderen Einflüssen zu einem der gewichtigsten Gründe für das Aussterben von Tierarten.

Durch unkontrollierte Jagd und Verschwendung dezimieren sie die Bestände so, dass diese sich nicht mehr erholen können. Besonders deutlich wird das am Beispiel von Australien und Neuseeland, wo einige wenige Tierarten nur noch deshalb überleben konnten, weil sich einige Exemplare auf schwer zugängliche Eilande gerettet hatten.

Die Dokumentation macht keinen Hehl daraus, dass schon der Mensch der Steinzeit verantwortlich für den Kollaps von Ökosystemen war und durchaus schuld an der Versteppung und Verödung von Landflächen, dem Aussterben vieler Tierarten und nicht nur das sich vielleicht verändernde Klima.

Spielszenen, die immer wieder mit den Forschungsergebnissen der Moderne verglichen werden, stellen dies anschaulich dar. Trotz ihres Alters sind die Computeranimationen sehr lebendig und kaum von der realen Umgebung zu unterscheiden, so dass die Illusion perfekt wird.

Auch die Vermittlung der Informationen und die Schauwerte sind von höchsten Niveau, so wie man es von der BBC kennt, auch wenn man diesmal das Gefühl hat, dass sie sich doch ein wenig von den Amerikanern haben beeinflussen lassen, was die Wiederholung von Inhalten angeht.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem kann sich „Menschen gegen Monster“ sehen lassen und sei all jenen empfohlen, die auch schon die anderen Urzeit-Dokumentationen mochten und diese DVD noch nicht haben. Bedauerlich ist nur, das die Neuveröffentlichung der Seriekeine zusätzlichen Features bietet.

 

Nach oben

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051742271a2886de
Platzhalter

DVD:

Menschen gegen Monster

3-teilige Serie, GB 2003

Produzent: Andy Bryatt

Regisseur: Andrew Graham Brown

Music: The Insects

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 4:3, PAL, RC 2

FSK: 12, 1 DVD

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 30. Juli 2010

Spieldauer: 130 Minuten

 

ASIN: B003OWVHW6

 

Erhältlich bei: Amazon

 


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 30.07.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01