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Mercenaries 2: World in Flames (PC)

Rezension von Cronn

 

Ich stehe in der Mittagshitze der Glutsonne Venezuelas vor der schmeißfliegenverseuchten Bar und sehe mich um. Der Verkehr fließt spärlich auf dem Highway dahin. Kein Wunder, denke ich mir, denn die Hitze ist unerträglich, da sollte man lieber zuhause sein und gekühlte Drinks zu sich nehmen. Doch das ist mir nicht vergönnt. Mein Ziel ist die Villa dieses arroganten Großkalibers Solana.

Mit ihm habe ich eine persönliche Rechnung offen. Niemand benutzt meine Dienste, drückt sich dann um die Bezahlung meiner Wenigkeit und schießt mir anschließend eine Kugel in den Allerwertesten. So nicht, Kamerad!

Daher habe ich beschlossen, meinen Aufenthalt in Venezuela noch ein wenig zu verlängern und meine Söldnerorganisation hier weiter aufzubauen. Erstes Ziel dabei: Ich brauche eine Basis, ein Hauptquartier. Und was könnte da besser geeignet sein, als die Villa von Solana?

Mit einem bitterbösen Grinsen setze ich mir die Sonnenbrille auf, nehme die AK-47 vom Rücken und lasse bleihaltige Argumente gegenüber einem Chopper-Fahrer sprechen.

Der Typ versteht sofort, dass ich einen fahrbaren Untersatz brauche und steigt vom Rad. Ich danke es ihm, indem ich ihn verschone und wende den Chopper. Das Motorrad ist nicht besonders schnell, stelle ich fest – aber dafür sehe ich cool darauf aus.

Ich hasse es, Dinge zu stehlen, doch diesmal musste es sein. In Gedanken plane ich schon, das Motorrad vor einer Polizeistation abzustellen und den Cops einen heißen Tipp zu hinterlassen. Als Wiedergutmachung werde ich dem Bestohlenen ein paar Dollar unter den Fahrersitz seines Motorrads packen.

Schon ist die Villa des Bösewichts in Sichtweite. Groß, breit, protzig liegt sie da im Sonnenlicht. Eine Straßensperre hindert mein Weiterkommen. Ein paar Jeeps mit aufgeflanschten Maschinengewehren flanieren davor hin und her. Kein großes Hindernis.

Ich rase auf sie zu, springe ab, so dass der Chopper mitten in die Straßensperre kracht. Eine Explosion ist die Folge, die einige der Bodyguards von Solano durch die Luft wirbelt. Das kommt davon, wenn man explosive Benzinfässer bei einer Straßensperre parkt, denke ich mir.

Hinter einer Palme gehe ich in die Hocke und nehme die Soldaten unter Beschuss. Nach einigen Minuten bin ich Herr der Lage und untersuche die weitere Vorgehensweise.

Ein letzter Jeep steht vor der Villa, das Maschinengewehr bereit zum Spucken tödlicher Geschosse. Aber wozu habe ich eben einen Raketenwerfer erbeutet?

Grinsend packe ich ihn aus, lege an und schieße das Geschoss auf den Jeep. In einem Feuerball verglüht das Gefährt, wird hoch in die Luft geschleudert und landet krachend wieder auf dem Boden.

Meinem Fortkommen steht nun nichts mehr im Wege…

 

MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES heißt das neue Action-Spiel von den Pandemic Studios, das im September erschienen ist. Dieser Mix aus Ego-Shooter mit Strategie- und Rollenspiel-Anteilen ist bereits als erster Teil auf den Konsolen erschienen. Nun liegt der zweite Teil vor, diesmal auch für den PC, was alle PC-Actionfans freut.

Den Vertrieb des Titels hat die Electronic Arts GmbH übernommen.

 

Hintergrund:

In MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES steuert man einen von drei Söldnern, der in einem fiktiven Venezuela ein korruptes Staatsoberhaupt jagt. Solana hat einst die Dienste des Söldners in Anspruch genommen, ihn dann um sein Geld geprellt und zum Schluss sogar in den Hintern geschossen. Das war zuviel des Guten! Nun schwört der Söldner Rache und hat sich in den Kopf gesetzt, das Oberhaupt der korrupten Regierung aus dem Weg zu räumen. Hierzu braucht er aber eine funktionierende Söldnertruppe, welche er im Laufe des Spiels um sich herum aufbaut.

 

Spielkonzept und Steuerung:

MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES ist ein Action-Spiel, das in der Verfolgerperspektive gespielt wird. Dabei fällt auf, dass dem Spieler eine enorme Handlungsfreiheit gegeben wird. So kann er verschiedene Aufträge annehmen, ablehnen oder einfach mal frei Schnauze durch die Gegend cruisen, ohne dabei an einen festen Auftrag gebunden zu sein. Das macht tierisch Laune und hält für viele Stunden Spielspaß bereit.

Dabei nimmt sich MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES nicht allzu ernst. Wenn man beispielsweise in der zweiten Mission eine Waffe namens „Devastator“ klauen soll, was sich nicht als Panzer sondern als rosa Vespa-Roller mit Blümchenaufsatz vorn am Lenker entpuppt und man daraufhin von den umstehenden Soldaten einige sarkastische Sätze hingeworfen bekommt, sind die Lacher vorprogrammiert. Und das tut in diesem Genre, das ansonsten von tiefer Ernsthaftigkeit geprägt ist, sichtlich wohl.

Unterstützung kann man sich holen, indem man Luftschläge anfordert, oder sogar von einem Helikopterpiloten durch die Gegend fliegen lässt. Die verschiedensten Fahrzeuge kann man kapern, ob das nun Autos, Jeeps oder Panzer sind. Egal.

Das grandiose dabei: mit schweren Waffen kann man jedes Gebäude der Map zerstören! Das macht unglaublichen Spaß und sieht grandios aus.

Im Prinzip ist das Spielkonzept hinter MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES natürlich stets ähnlich und heißt: Auftrag annehmen, Ziel finden und vernichten, Geld kassieren. Aber das macht nichts, solange es so spaßig präsentiert wird.

 

Grafik und Sound:

MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES bietet in grafischer Hinsicht die Innovation, dass jegliche Gebäude und Bäume in der Spielwelt zerstört werden können. Die Explosionen sind hierbei gut in Szene gesetzt.

Ansonsten ist MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES grafisch gesehen eher Mittelmaß. Die Texturen sind nicht besonders detailreich, wirken auf großer Nähe betrachtet sogar matschig. Einzig die Spielfiguren können mit ihren Animationen überzeugen.

Aber man muss zugeben, dass man nach wenigen Spielminuten die Mängel der Grafik nicht mehr besonders wahrnimmt, da das Spielkonzept überzeugend präsentiert wird. Die Abwechslung wird bei MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES groß geschrieben und es macht Laune, sich durch das virtuelle Venezuela zu bewegen.

Im Bereich Sound macht MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES eine gute Figur. Die Umgebungsgeräusche sind passend eingefügt und auch der Soundtrack, spanisch angehauchte Gitarrenklänge auf rockig gemischt, ist in sich stimmig.

 

Multiplayer:

MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES bietet die Möglichkeit, dass ein zweiter Spieler als Koop-Partner einsteigt und man daraufhin gemeinsam den Schurken in den Pixel-Hintern tritt. Das ist eine wunderbare Idee und funktioniert toll, gerade auch, weil der Partner an jeder Stelle des Spiels einsteigen darf.

Eine super Idee, die man gerne öfter im Genre sehen möchte.

 

Fazit:

Das Action-Genre wird MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES nicht revolutionieren, aber das muss auch nicht immer sein. MERCENARIES 2 – WORLD IN FLAMES macht Spaß, nimmt sich nicht allzu ernst und bietet für lange Spielabende launige Unterhaltung mit zerstörbaren Umgebungen. Wenn noch ein Partner zur Hand ist, der mit in das Spiel einsteigt - umso besser!

 

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

just a gamer
Sonntag, 13. September 2009 12:50 Uhr
also im ersten level wollte ich das spiel eigtl. wieder wegwerfen, habe dann aber mit jeder minute mehr spass bei dem game entwickelt, finds ganz lustig zu zoggn, obwohl s nun nicht der mega realistik shooter ist.

was mir gut gefällt sind die riesgen welten wie zb. die stadt mit dem hafen usw.

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Mercenaries 2: World in Flames

von Electronic Arts

Plattform: Windows 98 / Me / 2000 / XP / Vista

USK-Einstufung: Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG

ASIN: B001C45XVE

Technische Details

 

  • PIV CPU
  • 2000MB RAM
  • 10000MB HD

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 23.10.2008, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50