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Might and Magic - Clash of Heroes (NDS)

Rezension von Eileen Weinreich

 

Story

Die Welt von Ashan ist in Aufruhr. Dämonen wollen die Herrschaft über den Kontinent an sich reißen. Dabei ist ihnen jedes Mittel Recht, so machen sie auch vor Mord und Intrigen keinen Halt. Nun ist es an fünf jungen Helden, sich den übermächtigen Feinden zu stellen und die Ordnung in Ashan wieder herzustellen und die Welt vor dem absoluten Chaos zu retten.

 

Gameplay

Bei „Might & Magic – Clash of Heroes“ handelt es sich um ein klassisches Strategierollenspiel. Daher ist es hier auch nicht notwendig, viele verschiedene Befehle und Tastenkombinationen einzusetzen. Vielmehr ist die Steuerung an sich sehr einfach. Vor einem jedem Feindkontakt stellt man im entsprechenden Menü seine Einheiten zusammen, die dann auf einem acht mal sechs Felder großen Schlachtfeld agieren. Die Einheiten werden dabei in Basis-, Elite- und Meistereinheiten unterteilt.

 

Beginnt eine Schlacht, werden die Einheiten nach dem Zufallsprinzip auf dem eigenen Spielfeld verteilt. Hier gilt es nun, die Einheiten mittels Ziehen durch den Touchpen so aufzubauen, dass sie senkrechte Dreierreihen bilden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Einheiten, die eine Reihe bilden sollen, die gleiche Farbe haben. Bei Meistereinheiten bedarf es vier gleichfarbiger Einheiten, um den Angriff vorzubereiten. Stellt man drei gleichfarbige Basiseinheiten nebeneinander, können sie einen schützenden Wall bilden, der die feindlichen Angriffe abschwächt oder vollkommen abwehrt. Ganz einfach ausgedrückt, hat das Spielprinzip also etwas von einer Mischung aus Tetris und Vier gewinnt.

 

Vor einer jeden Aktion ist allerdings einzukalkulieren, wie lange die jeweils aufgestellten Einheiten brauchen, ehe sie angreifen. Basiseinheiten benötigen beispielsweise nur zwei bis drei Runden, ehe sie angreifen; Elite- und Meistereinheiten vier bis fünf. Dabei verteilen die aufgeladenen Einheiten stets soviel Schaden, wie sie Hitpoints haben. Auch dies gilt es in die Strategie mit einzubeziehen. Hinzu kommt, dass manche Elite- und Meistereinheiten noch zusätzlich bestimmte Effekte verursachen, die sich in besonderer Weise auf das Kampfgeschehen auswirken. Dies kommt besonders bei Bosskämpfen zum tragen.

 

Das Spielprinzip ist also tendenziell recht einfach gehalten und somit nicht schwer zu verstehen. Dennoch ist viel Vorausplanung und –sicht notwendig, um eine Schlacht erfolgreich zu bestreiten. Zwar gehen einem die Basiseinheiten nicht verloren, wenn sie vernichtet wurden, die Elite- und Meistereinheiten hingegen schon, sodass man diese notfalls nachkaufen muss. Ziel einer jeden Schlacht ist es zumeist, den gegnerischen Anführer zu besiegen und dabei den eigenen Anführer zu schützen. Innerhalb der fünf spielbaren Kampagnen hat jeder Anführer eine eigene Spezialtechnik, die im Kampf stets dann zum tragen kommt, wenn sich sein so genannter MP – Balken aufgeladen hat.

 

Die Navigation durch das Menü an sich ist sehr intuitiv gehalten, sodass man hier keinerlei Schwierigkeiten haben dürfte. Es gibt keine verwirrenden Untermenüs oder –kategorien. Die Macher haben sich in dieser Hinsicht auf das Nötigste beschränkt, was als durchweg positiv zu betrachten ist. Denn so kann man sich als Spieler ebenso auf das Wesentliche konzentrieren.

 

Graphik

Rein optisch ist „Might & Magic – Clash of Heroes“ in einem hübschen und sehr atmosphärischen Animéstil gehalten, der mit seiner 2D – Graphik stark an alte SNES Rollenspiele erinnert. Denn auch hier sieht man die eigenen Figuren stets aus der Vogelperspektive und in 2D. Natürlich sind auf diese Weise nur Rudimente der einzelnen Figuren zu sehen, dennoch macht genau dies den einzigartigen Charme des Spiels aus.

 

Besonders die Hintergründe einer jeden Kampagne sind stets sehr liebevoll und mit viel Detailverliebtheit gestaltet. Egal, ob man sich also in einem prunkvollen Schloss herumtreibt, in einer gruseligen Geisterwelt oder in einer grünen Waldgegend – die Hintergründe wirken stets sehr überzeugend und bieten etwas fürs Auge. Die Umsetzung der bekannten „Might & Magic“ – Reihe auf den Nintendo DS ist also äußerst passend und stimmungsvoll. Zwar handelt es sich bei den Umgebungen der einzelnen Kampagnen stets um unbewegte Hintergrundbilder, dennoch ist es genau dieser Stil, der die Atmosphäre der alten Rollenspiele wieder aufleben und den geneigten Fan in Erinnerungen schwelgen lässt. Zu überzeugen weiß auch die Tatsache, dass die einzelnen eigenen und Feindeinheiten in jeder Kampagne anders gestaltet sind. Man hat also nicht fünf Kampagnen lang stets und ständig gleich aussehende Einheiten. Auch hier wurde also für Abwechslung gesorgt.

 

Musik

Die Hintergrunduntermalung in „Might & Magic – Clash of Heroes“ ist stets sehr stimmungsvoll und einem sowohl typischen als auch klassischen Rollenspiel vollkommen angemessen. Bei der Musik handelt es sich immer um angenehme Melodien, die, je nach aktueller Situation, angepasst sind. So ist die Musik während eines Bosskampfes natürlich deutlich opulenter als während einer Erkundungstour durch die aktuelle Gegend. Angenehm ist hier auch, dass die Musik niemals anfängt zu nerven. Auch, wenn eine Schlacht mal länger dauert, ist man nie geneigt, den Lautstärkeregler auf Null zu drehen. Die Musik unterstreicht das gesamte Flair des Spiels stets in angemessenem Maße.

 

Fazit

"Might & Magic – Clash of Heroes“ ist ein Strategiespiel, wie man es sich wünscht und das auch ganz locker mit einer Größe wie „Fire Emblem“ mithalten kann. Das Spielprinzip ist schnell verstanden und erlernt, Graphik und Musik können auf Anhieb überzeugen. Etwas Abwechslung in den recht linearen Storyverlauf bringen optionale Bosskämpfe und Rätselkämpfe, für die man zusätzliche Erfahrungspunkte und Ressourcen erhält. Besonders die Rätselkämpfe sind interessant, da es bei ihnen stets darum geht, innerhalb von drei Zügen eine vorgegebene Truppe so aufzustellen, dass die gegnerischen Einheiten sofort vernichtet werden. Dennoch sollte man sich nicht von der niedlichen Optik und dem generellen Charme des Spiels täuschen lassen: Denn dieses Spiel verlangt selbst dem passioniertesten Strategiespieler einiges ab. Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe zieht sehr schnell an, sodass stets einiges an Gehirnschmalz gefragt ist, um siegreich aus den Schlachten hervorzugehen. Dies trifft besonders auf die eine jede Kampagne abschließenden Bosskämpfe zu, die mit jedem Mal schwerer werden. Zwar hängt auch einiges von der zufallsbedingten anfänglichen Aufstellung der Einheiten ab, dennoch ist besonders hier viel Voraussicht und Köpfchen gefragt. Gerade dieser Aspekt erzeugt hier aber einen wirklich enorm hohen Suchtfaktor, sodass man das Spiel nicht mehr aus den Händen legen möchte. Einziges Manko ist hier, dass es so gut wie keine richtige fortlaufende Story gibt und man sich mit den einzelnen Figuren nicht identifizieren kann, da jede Kampagne in sich abgeschlossen ist. So beginnt man mit jeder neuen Kampagne wieder mit einem Helden und einem Einheitenkontingent von Level eins. Den Spielspaß trübt dies allerdings kaum, denn der wird hier in allererster Linie durch die tollen Strategiekämpfe bedingt.

 

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Konsole:

Might and Magic - Clash of Heroes

von Ubisoft

Plattform:  Nintendo DS

USK-Einstufung: USK ab 6 freigegeben

Erscheinungsdatum: 14. Januar 2010

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 25.02.2010, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47