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Mörderische Dinnerparty – Der Fluch der Grünen Dame

Rezension von Christoph Weidler

 

Verlagsinfo

Castle Darkmore ist ein perfekter Platz, um einen Gruselfilm zu drehen. In dem alten Gemäuer gibt es jede Menge rostige Ritterrüstungen, quietschende Türen - und vor allem ein echtes Gespenst.

Im 16. Jahrhundert ist hier die hässliche Lady Darkmore zu Tode gestürzt, hinterhältig dahingemeuchelt von ihrem Ehemann, der sie aus dem Weg geräumt hat, um seine hübsche junge Geliebte heiraten zu können. Tödlich verwundet verfluchte sie das Haus und drohte allen Ehebrechern in seinen Mauern den Tod.

An einem eisigen Wintermorgen liegt der Regisseur und Drehbuchautor, Oscar Wilder, tot im seinen Bett. In seinem Zimmer finden sich auch deutlich Indizien dafür, dass er die Nacht mit einer Frau verbracht hat - die nicht seine Ehefrau war. Pikanterweise ist die Tür zu seinem Schlafzimmer jedoch von Innen verschlossen. Und auf dem Brokatkleid der Lady, das im Schlossturm ausgestellt ist, finden sich Blutspuren.

Hat das eifersüchtige Gespenst den despotischen Regisseur erdolcht? Oder war es doch ein Mörder aus Fleisch und Blut?

 

 

Spielablauf

Erlebnisgastronomie steht schon lange im Trend und immer wieder wissen die Macher mit ausgefallenen Ideen ihre Gäste zu überraschen und zu unterhalten. Sei es das Musical-Dinner, das Horror-Dinner, der Wikinger-Abend oder der sehr beliebte Krimi-Dinner in dem die Gäste während des kulinarischen Genusses direkt bei der Auflösung eines gespielten Kriminalfalles über den Abend unterhalten werden. Wer einmal einen ganz besonderen Abend verbringen möchte sollte solch einen Themenabend in einem Restaurant einmal mitmachen, es lohnt sich auf alle Fälle. Doch leider ist das mitunter gar nicht so einfach, denn wenn man z.B. in einer Kleinstadt wohnt muss man schon sehr suchen und durchaus auch weite Fahrwege in Kauf nehmen um überhaupt die Möglichkeit zu haben in den Genuss eines Krimi-Dinners zu kommen. Also warum so etwas nicht einfach einmal im Freundeskreis zu Hause machen?

Genau hier greift der Blaubart Verlag mit seinen Boxen zu dem Thema „Mörderische Dinnerparty“ und bietet die passende und durchdachte Basis zu solch einen unterhaltsamen Abend.

 

In „Mörderische Dinnerparty – Der Fluch der Grünen Frau“ spielt in dem Jahr 1953. Die Gäste, in der Rolle einer Film-Crew haben sich in dem alten Gemäuer des Castle Darkmore zusammengefunden um dort einen Film zu drehen. Doch das als gemütlichen Abend angestrebte gemeinsame Essen hat durch den gewaltsamen Tod des Regisseurs Oscar Wilder eine andere Wendung genommen. Sollte in dem alten Gemäuer wirklich der Geist der Grünen Dame umgehen und dieser Oscar Wilder getötet haben, oder ist einer am Tisch der geheimnisvolle Mörder?

 

Für die „Mörderische Dinnerparty“ schlüpfen sechs bis acht Gäste in eine für sie festgelegte Rolle und während des gemeinsamen kulinarischen Genuss versucht jeder für sich anhand von teils festgelegten Dialogszenen wie auch in freien Gesprächen, kleinen Hinweisen, versteckten Indizien und der Unterstützung des durch der Hörspiel-CD anwesenden Chef Inspector Watson den Täter auf die Spur zu kommen. Hierbei setzt das Spiel auf eine Mischung aus fester Reihenfolge der Dialogszenen und durch kleine eingestreuten und nach und nach für die einzelnen Spieler präsentierten Hinweise freien Gesprächen in der Tischrunde in der jeder Gast seine ganz eigenen dunklen Geheimnisse zu waren versucht, während er gleichzeitig dem wahren Täter auf der Spur ist. Hierbei ist neben Kombinationsgabe auch eine Spur leichten schauspielerischen Talent und dem Spaß am Gespräch untereinander gefordert um so dem Spiel und so dem Abend einen flüssigen und unterhaltsamen Ablauf zu geben. Dabei sollte jeder Spieler genau zu hören, denn in vielen kleinen Nebensächlichkeiten könnte sich so mancher wichtiger Hinweis auf die Tat und dem Täter verstecken. Dabei läuft das ganze Krimispiel während des Dinners, so dass es hier eine gelungene Mischung aus Gaumenfreude und Krimispaß gibt. Entsprechend läuft der Abend über drei Runden ab, in denen sich Kulinarisches mit den einzelnen Abschnitten des Mordfalles abwechseln , aber auch während des Essens an sich stoppt das Spiel nicht, denn gerade hier rattern die grauen Zellen und man versucht in Gesprächen hinter die Geheimnisse der Mitspieler zu kommen um so den Täterkreis einschränken zu können. Kurz vor Ende des Dinners, nach dem Hauptgang, wird dann die Schlussrunde eingeläutet und jeder Spieler gibt seine Theorie für den Mord bekannt. Haben sich alle Gäste hier geäußert wird seitens des Chef Inspector Watson die Auflösung bekannt gegeben, welche sicherlich so manchen Mitspieler überrascht –zeigt es sich doch wie logisch die ganzen kleinen Hinweise sich zu einem Puzzle zusammensetzten und man dennoch durchaus auf der falschen Fährte war.

 

Aber hier nun ein kleiner Einblick in die Abfolge des Abends:

 

Für den Abend der Mörderischen Dinnerparty werden einige Tage im Voraus die beiliegenden Einladungskarten an die Gäste verschickt. Die Einladungskarten sind hier, wie das ganze Zubehör zu dem Spiel, passend und gelungen umgesetzt. So finden die Spieler hier die Basisinformationen zu dem Spiel, den Rollen der einzelnen Spieler mit Kleidungsvorschläge und einen der Hintergrundgeschichte „Der Fluch der Grünen Dame“.

 

Am Tag während des Abend des Krimi-Dinners heißt es für den Gastgeber vorbereiten, er sollte um ein stimmungsvolles Ambiente zu bieten das ganze Drumherum schon ein wenig passend gestalten. Sei es dir für den Abend begleitende musikalische Untermalung, zu der man im Spiel einige wunderbare Vorschläge findet, wie aber auch alles Notwendige für die einzelnen Spieler vorzubereiten. Die Hörspiel-CD schon einmal in einem separaten CD-Spieler einlegen, an jedem Gästeplatz einen kleinen Notizblock und Stift bereitlegen, eventuell die Wohnung ein wenig passend und stimmungsvoll dekorieren und natürlich das Menü vorbereiten.

 

Um gleich die passende Stimmung zu erhalten, sollte man drauf achten sogleich die Gäste mit ihrem Rollennamen zu begrüßen und sie an ihre Plätze zu geleiten. Sind alle zusammen verteilt der Gastgeber die jeweiligen Textbücher zu den einzelnen Rollen in denen die kleinen Geheimnisse wie aber auch die Sätze aus den festen Dialogen rundenweise für jeden Gast festgehalten sind. Wichtig ist hierbei, dass die Gäste wirklich nur nicht mehr als für die jeweilige Runde festgelegten Abschnitte zu lesen, ansonsten verdirbt man sich den Spaß.

 

Nun geht es mit der Vorstellungsrunde los in der Chef Inspector Watson (Hörspiel-CD) von den mysteriösen Umständen des Todes von Oscar Wilde erzählt und die ansonsten aus einem festen Dialog besteht in dem die Gäste ihren jeweils festgelegten Part vorlesen. Nach der Vorstellung wird die Vorspeise serviert und die Gäste können sich nun anhand von freien Gesprächen in ihrer Rolle ein wenig vertiefen und so auch besser die Rollen der anderen Teilnehmer kennenlernen.

 

Nach der Vorspeise geht es dann in die 1 Runde in der Chef Inspector Watson (Hörspiel-CD) erste Untersuchungsergebnisse bekannt gibt. Nach einem kurzen festgelegten Dialog werden den ersten drei Gästen ihre gefundenen Hinweise präsentiert, ebenso wie es für jeden Gast einen kleinen Anstoß / Aufgabe gibt um so schon den ersten Spuren zu folgen. Und diese freien Gespräche gehen dann in dem nun zu servierende Hauptgang über.

 

Während Hauptspeise geht es in die 2 Runde und anschließend in Runde 3, die ebenso wie Runde 1 ablaufen aber noch weitere Indizien, Hinweise wie auch Geheimnisse der einzelnen Gäste einstreut. So langsam bilden sich die verschiedenen Theorien bei den Gästen und man versucht anhand von Gesprächen dem einen oder anderen Gast auf den Zahn zu spüren um die entsprechende Idee zu dem Täter zu untermauern. Hilfreich ist es auf alle Fälle sich anhand von Notizen den einen oder anderen Gedanken zu notieren und mit den bisher bekannten Hinweisen und Indizien für sich persönlich abzugleichen.

 

Nachdem sich alle Gäste nach dem Hauptgang gesättigt zurücklehnen und man gedanklich noch einmal alles bisher bekannte sortiert und in weiteren freien Dialogen seine Theorie untermauert, geht es in die Schlussrunde in der jeder Spieler nach einem Schlussdialog seine Theorie präsentiert bevor Chef Inspector Watson den Fall aufklärt. Im Anschluss endet der kulinarische Teil des Abends mit dem Dessert, bevor man sich in einer gemütlichen Runde zurücklehnt und das ganze Essen samt detektivischen Einlagen gemeinsam Revue passieren lässt.

 

 

 

 

Ausstattung

Die Ausstattung der Box lässt keine Wünsche übrig was das Drumherum zu dem heimischen Krimi-Dinner benötigt. So sind neben den Party-Planer für den Gastgeber mit Tipps zur musikalischen Untermalung des Abends auch ein Menüvorschlag mit dazugehörigen Rezepten und kopierbarer Menükarte, kleine Tischkärtchen, die Rollenhefte mit Spielregeln für die Gäste, der Rollenbeschreibung, den persönlichen Geheimnissen und ein Grundriss von Castle Darkmore, die den jeweiligen Gästen zu präsentierenden Hinweise, wie auch wunderbar gestalteten Einladungskarten mit Kurzinfos für die Gäste samt Kleidungsvorschläge vorhanden. Also alles was man für einen stimmungsvollen und etwas anderen Abend mit Freunden benötigt. Das Einzige was man selber mitbringen muss ist der Spaß und ein klein wenig schauspielerisches Talent einen Abend lang in eine andere Rolle zu schlüpfen und seinen kriminalistischen Spürsinn zu testen und natürlich heißt es für den Gastgeber für die passende besondere kulinarische Begleitung zu sorgen.

 

Spielregeln

Die Regeln für das Spiel sind sehr einfach, kurz und bauen sich logisch aufeinander auf. Sowohl der Party-Planer für den Gastgeber wie auch die Rollenhefte der Gäste bieten hierfür eine gute und sehr schön durchdachte Basis.

 

Spielspaß

„Mörderische Dinnerparty – Der Fluch der Grünen Frau“ kann man zwar nur einmal spielen, da nach dem Abend natürlich allen Spielern die Lösung bekannt ist, aber dafür ist es ein ganz besonderer Abend der aus dem üblichen Spielabende herausbricht und wunderbar Essen und Spiel miteinander verbindet. Gerade für diejenigen die sowohl an kleinen Rollenspielen wie auch am kulinarischen Genuss ihren Spaß haben werden hier alle Zutaten für einen rundum gelungenen Abend finden. Natürlich ist das beiliegende Menü nur ein Vorschlag, der dafür aber sehr schön dazu animiert ein eigenes, ganz nach dem Geschmack der Gäste, passendes Menü samt Menükarte auf die Beine zu stellen, wobei das beiliegende Menü mit seiner Lammkeule, Salat und Beilagen perfekt in das englische Ambiente passt. Doch gerade das ganze auf einander abgestimmte Drumherum I dieser Box lässt für den Abend keine Wünsche übrig. Interessant hierbei ist dass selbst der Mörder, bis er die Tat für sich entsprechend kombiniert hat, nicht weiß das er der Täter ist und so für alle Gäste es einen wunderbaren Abend mit detektivischer Kombinationsgabe bei einem wunderbaren Essen bedeutet.

„Mörderische Dinnerparty – Der Fluch der Grünen Frau“ macht einfach Spaß und sorgt für einen wunderbaren Abend über dem man sich noch lange danach unterhält.

 

Fazit

Spaß am „Perfekten Dinner“ und schon selber einmal im Freundeskreis gemacht, aber der ganz besondere Kick fehlte dabei? Oder sie wollten schon immer einmal an einem Krimi-Dinner teilnehmen, aber bisher nie die Chance dazu gehabt, oder dieses lieber im Kreis guter Freunde machen?

Nun, die Möglichkeit ist da, denn „Mörderische Dinnerparty – Der Fluch der Grünen Frau“ bietet in der Tat alles was man für solch einen wunderbaren und ungewöhnlichen Abend benötigt. Absolut empfehlenswert!

 

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Eure Meinung:

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Party-Krimi-Spiel:

Mörderische Dinnerparty – Der Fluch der Grünen Dame

Blaubart Verlag

Altersempfehlung: ab 16

Spielerzahl: für 6-8 Personen (3 o. 4 Frauen und 3 o. 4 Männer)

 

ASIN: 3981047834

 

Erhältlich bei: Amazon

 

 

Inhalt:

 

  • 1 Party-Planer
  • 8 Rollenbücher für die Gäste
  • 8 Einladungen
  • 8 geheime Hinweise
  • 8 Tischkarten
  • 1 Hörspiel-CD

 

 

Weitere Informationen:

www.moerderische-dinnerparty.de


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Erstellt: 10.12.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50