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Moonrise – Das Leuchten des Waldes von Kaitlyn Abington

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Ein verwunschener Wald, der sich immer weiter ausbreitet, und dunkle Mächte, die ihr Unwesen darin treiben … Schon lange fühlt sich die Grafentochter Yolanda von rätselhaften Schatten auf ihrer Burg verfolgt. Als ihr Bruder im Verfluchten Wald verschwindet, bricht Yolanda auf, um ihn zu retten – doch auf einmal machen finstere Wesen aus der Unterwelt Jagd auf sie! Im letzten Moment entkommt sie mit der Hilfe eines starken und geheimnisvollen Waldbewohners, der sie fortan beschützt. Yolanda spürt, dass ihr Schicksal mit seinem Volk, den Alben, und dem Wald verbunden ist. Aber wie soll sie es mit den Bestien aus der Unterwelt aufnehmen – und wird sie ihren Bruder jemals wiedersehen?

 

Rezension:

Während einer Familienfeier beobachtet Fürstentochter Iks, wie ihre jüngere Schwester Yo heimlich die Burg verlassen will. Sie gesteht ihr, dass sie sich im unheimlichen Wald auf die Suche nach ihrem verschwundenen Zwillingsbruder Zett machen will. Kurzentschlossen schließt sich Iks an. Erst nach und nach wird ihr klar, dass Yo ihr nicht die ganze Wahrheit sagt. Doch da sind sie schon tief im rätselhaften Wald. Während sie diverse unheimliche Begegnungen erleben, geschehen jedoch auch auf der väterlichen Burg eigenartige Sachen.

 

Zu Beginn könnte man Kaitlyn Abingtons Fantasy-Abenteuer für eine der üblichen Fantasy-Geschichten in einem mittelalterlich wirkenden Ambiente halten. Schon bald stellt sich allerdings heraus, dass sie sich ganz anders entwickelt. Auffallend sind vor allem einige märchenhafte Elemente, die sich aber stets in eine ganz andere Richtung entwickeln, als der Leser in Erinnerung an alte Kindermärchen zunächst erwartet. Beispielsweise treffen die Schwestern im Wald auf einen gläsernen Sarg, in dem ein Mädchen liegt. Wer da allerdings an eine ›Apfel-Vergiftung‹ denkt, wird eines Besseren belehrt. Falls jemand hier an eine Märchenparodie denkt, geht er aber auch fehl.

 

Zum Hintergrund muss man sagen, dass dieses Buch von den Kindern eines völlig verarmten Fürsten handelt. Davon hat er allerdings reichlich, nämlich 26. Nur beim letzten handelt es sich um einen Sohn, alle anderen sind Mädchen. Diese Kinder wurden in der Reihenfolge ihrer Geburt mit Namen benannt, die mit den Buchstaben in alphabetischer Folge beginnen. Die Spitznamen, mit denen sie sich ansprechen, beziehen sich auf die jeweiligen Anfangsbuchstaben ihrer Namen. Während die meisten älteren Schwestern bereits verheiratet sind, stehen die 3 jüngsten Geschwister im Fokus der Handlung; Yo (Y) und die Zwillinge Iks (X) und Zett (Z), der einzige Junge.

 

Was man dem Werk allerdings vorwerfen muss, ist eine etwas wirre Handlung. Worum es hier eigentlich geht, erfährt der Leser erst am Ende. Während des größten Teils der Geschichte, sind ihm die Hintergründe vollkommen rätselhaft.

 

Die Autorin wechselt in diesem Buch ständig zwischen einer ganzen Anzahl von Charakteren hin und her, die dann jeweils als Ich-Erzähler auftreten. Zu Beginn dieser Abschnitte wird jeweils erwähnt, wer gerade der aktuelle Protagonist ist und wo man sich befindet. Die Bandbreite der Handlungsorte reicht dabei von der Burg über den Wald bis hin zu Unter- und Überwelt.

 

Fazit:

Diese gute Idee einer ungewöhnlichen Fantasy-Geschichte würde deutlich gewinnen, wenn die Erzählweise etwas weniger wirr wäre.

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Eure Meinung:

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eBook:

Moonrise – Das Leuchten des Waldes

Autorin: Kaitlyn Abington

Dateigröße: 2090 KB, ca. 404 Seiten

dotbooks Verlag, 14. August 2020

 

Kindle-ASIN: B08FHYR2PQ

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.11.2020, zuletzt aktualisiert: 27.06.2021 16:59