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Morgens, Mittags, Abends, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Da Liebesgeschichten immer wieder gerne erzählt werden und sich oftmals sehr ähneln, müssen viele Autoren und Künstler schon zu einem Trick greifen, um das Szenario für ihre Helden ein wenig spannender zu gestalten. Das hat auch Kotomi Aoko in „Morgens, Mittags, Abends“ versucht.

 

Shinobu ist eine ganz normale und leidlich fleißige Oberstufenschülerin, die ganz nett und aufgeschlossen sein kann, wenn man einmal davon absieht, dass sie Jungs und ihre Annäherungsversuche absolut nicht ausstehen kann und auch entsprechend heftig mit Wut und Abscheu reagiert.

Nur wenige wissen, dass sie vor ein paar Jahren einmal unangenehm von einem Mittelstufenschüler bedrängt wurde, der seiner Prüfungsangst irgendwie Luft machen wollte und sie sich als Opfer für seine Belästigungen ausgesucht hat.

Seither lässt Shinobu niemanden mehr an sich heran vor allem nicht Yokomizo, der dem Kerl von damals aufs Haar gleicht aber felsenfest behauptet nichts mit diesem zu tun zu haben.

Doch kann und will sie ihm das glauben.

Dann werden beide in ein Schülerkomittee gewählt und müssen sich nun wohl oder übel miteinander auseinandersetzen, da sie auch noch eng miteinander zusammen arbeiten sollen. Wie eng, das hat ihnen allerdings keiner verraten.

Und so kommt es wie es kommen muss.

 

Ein wenig erinnern diese Art von Geschichten immer an „Der Widerspenstigen Zähmung“, auch wenn Shinobu aus einem anderen Grund männliche Gesellschaft ablehnt. Zwar ist letzterer sehr gut verständlich, wird aber im Grund nicht ernst genommen, sondern nur als Vorwand benutzt, um sie besonders zickig wirken zu lassen, damit sich die Beziehung ein wenig länger als nötig heraus zieht.

Denn von Seiten Yokomizos ist durchaus Interesse vorhanden und auch Shinobus Gefühle erzählen ihr bald etwas anderes als nur „Ich hasse Jungen“. Durch ihren Dickkopf entstehen aber einige verrückte und teilweise auch unangenehme Situationen, die erst einmal gelöst werden wollen.

Alles in allem wird der erfahrene Leser schnell ahnen können, auf was das alles hinaus läuft und weder sonderlich überrascht noch in den Bann geschlagen. Die Variationen zu anderen Titeln sind eher minimal.

 

Daher wendet sich „Morgens, Mittags Abends“ letztendlich vor allem an Mädchen, die noch nicht so viel gelesen haben und gerne romantische Geschichten lieben, in denen die Heldin erst überzeugt werden muss, dass es doch das Beste für sie ist, der Liebe nachzugeben.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Morgens, Mittags, Abends , Band 1

Autorin & Künstlerin: Kotomi Aoki

Aus dem Japanischen von Monika Hammond

Asa mo hiru mo yoru mo, Vol.1, Japan 2003

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 10/2009

ISBN-10: 3770470958

ISBN-13: 978-3770470952

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 11.12.2009, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39