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Morgens, Mittags, Abends, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

Kotomi Aoko erzählt in ihrem Manga „Morgens, Mittags, Abends“ von der ganz normalen und recht fleißigen Schülerin Shinobu, die sehr umgänglich sein kann, aber eine große Schwäche hat. Sie kann Jungen nicht ausstehen und gerät in rasende Wut, wenn einer sogar versucht mit ihr zu flirten. Das liegt daran, dass sie den Schock noch immer nicht verdaut hat, den ihr ein Mitschüler vor ein paar Jahren verpasst hat. Damals selbst im Prüfungsstress hat er das Mädchen bedroht und bedrängt, um seinem Frust Luft zu machen. Und das kann sie bis heute nicht vergessen.

 

Dennoch ist Shinobu nun darauf angewiesen bei dem kommenden Schulfest eng mit Yokomizu zusammen zu arbeiten, der dem Typen von damals besonders ähnlich sieht. Beide sind in ein Schülerkommitee gewählt worden und gezwungen zusammen zu arbeiten, was dem Mädchen gar nicht behagt.

Doch der Schulkamerad verhält sich vorbildlich, auch wenn er keinen Hehl daraus macht, dass er etwas für Shinobu zu empfinden scheint. Und das verunsichert das Mädchen noch mehr, denn sie fühlt in sich Gefühle erwachen, die sich nicht mehr für möglich gehalten hat. Yokomizu bringt die Liebe in ihr zum Klingen.

Doch das Misstrauen hindert sie daran, sich ihren Gefühlen ganz zu ergeben, denn sie weiß auch, dass der Junge ihr in einem Punkt nicht die Wahrheit gesagt hat.

 

Was sich im ersten Band schon ankündigte, wird nun weiter ausgearbeitet, denn weder Shinobu noch Yokomizu können sich lange vor ihren Gefühlen verschließen. Da die Geschichte selbst nicht mehr viel her gibt, erfährt man nun auch noch in einer Bonus-Geschichte wie es überhaupt dazu kam, dass Shinobu Jungen hassen lernte und versteht die Zusammenhänge nun besser.

Alles in allen ist der zweite und abschließende Band für erfahrene Leser wenig überraschend. Die romantische Geschichte findet ihr glückliches Ende, nachdem die letzten Unstimmigkeiten geklärt werden und alles kommt ins Reine. Da die sexuelle Komponente noch völlig fehlt, dürfte die Geschichte vor allem junge Mädchen ansprechen, die gerade erst selbst die erste Liebe für sich entdecken.

 

Vielleicht ist „Morgens, Mittags Abends“ nicht unbedingt für altgediente Fans romantischer Geschichten interessant, sondern eher für junge Leserinnen, die das Genre gerade erst für sich entdecken. Sie finden alles, was sie selbst kennen und fühlen in den Bildern und Texten wieder.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Morgens, Mittags, Abends , Band 2

Autorin & Künstlerin: Kotomi Aoki

Aus dem Japanischen von Monika Hammond

Asa mo hiru mo yoru mo, Vol.2, Japan 2003

Manga-Taschenbuch, 179 Seiten

Egmont Manga & Anime, 12/2009

ISBN-10: 3770471490

ISBN-13: 978-3770471492

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 16.02.2010, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39