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Mysterien des Weltalls, Staffel 1

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

In einer Zeit, in der Computertricks (fast) alles möglich machen, setzen die meisten Dokumentationen auf die Macht der Bilder und nicht der Worte. Um so verwunderlicher ist es, dass „Mysterien des Weltalls“ vom Discovery Channel den Weg in die entgegengesetzte Richtung geht.

 

Morgan Freeman führt durch die acht Folgen der Serie, die sich mit Themen beschäftigt, die man nur bedingt zeigen, aber um so ausführlicher erklären kann. So kommen die unterschiedlichsten Wissenschaftler zu Wort, wenn es um Themen wie „Am Anbeginn der Zeit“ geht. Wann nahm das Universum seinen Anfang? Und gab es davor vielleicht schon ein anderes? Ist auch unsere Ebene der Existenz endlich?

„Sind wir Allein“ beschäftigt sich mit der allgemeinen Frage nach dem Leben im All? Unter welchen Voraussetzungen kann es entstehen? Welche Voraussetzungen haben bei und zur Entstehung der Arten geführt? Und können wir damit rechnen, menschenähnlichen Wesen zu begegnen?

„Sind Zeitreisen möglich?“ beschäftigt sich mit der Frage, ob es jemals möglich sein wird, diese Grenzen zu überschreiten, sei es in der ein oder anderen Form. Was sagt die Relativitätstheorie dazu ... und hat die Quantenphysik sie nicht mittlerweile überholt?

Weitere Folgen geschäftigen sich mit der Entstehung der Erde und den Faktoren, die das Leben auf ihr geweckt haben, mit den Bausteinen des Lebens, der Bedeutung der schwarzen Löcher und der „Dunklen Materie“ und nicht zuletzt mit der ultimativen Frage „Gibt es einen Schöpfer?“

 

Die Dokumentation besucht dabei immer wieder die Wissenschaftler an ihren Wirkungsorten – so dass man einen Blick in das Innere von Instituten und Sternwarten erhält, in die Labore der Astrophysiker, die Schalttafeln der Astronomen und die Spielwiesen der Quantenphysiker wie etwa CERN.

Dabei erklären die Verantwortlichen mit Leidenschaft aber auch für den Laien verständlich, mit welchen Themen sie sich beschäftigen, wer die Theorien entwickelt hat, die sie zu beweisen oder wiederlegen versuchen. Immerhin überschütten sie den Zuschauer nicht mit einem Wust an Informationen, sondern garnieren das ganze auch noch mit Anekdoten und Erlebnissen, dazu gibt es einige wenige Animationen, die vom computertechnischen Wert eher einfach gestaltet sind.

Alles in allem erweist sich die Dokumentation doch als sehr trocken und ist nicht unbedingt etwas für Neueinsteiger, die über das Weltall nicht viel wissen. Wer aber schon Grundlagen hat und nun mehr über die Hintergründe erfahren möchte, die modernen Wissenschaften, die sich schon längst mit dem nicht mehr Offensichtlichen beschäftigen, schätzt, der wird keinen Fehler machen, wenn er in die ein oder andere folge hinein schaut. Die Themen sind breit gefächert – von Quantenphysik bis hin zu modernen Evolutionstheorien, so dass für jeden etwas dabei sein dürfte.

Letztendlich zeigt sich aber auch, wie eng manche der naturwissenschaftlichen Zweige mittlerweile zusammenarbeiten, denn oft genug lässt sich das eine nur durch das andere erklären.

 

Fazit:

„Mysterien des Weltalls“ ist eine Dokumentation, die allgemeinverständlich und unterhaltsam die Themen präsentiert, die die anschaulichen Bereiche der Physik und Astronomie längst verlassen haben und nun auch Thesen zu beweisen versuchen, die fast schon philosophische Züge wie der Suche nach einem Schöpfungsmoment und dem auslösenden Faktor oder Wesen annehmen.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051921382dbf293e
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DVD:

Mysterien des Weltalls, Staffel 1

8-teilige Serie, USA 2010/11

präsentiert von Morgan Freeman

Komponist: Hans Zimmer

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 2

FSK: Ohne Altersbeschränkung

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 14. Oktober 2011

Spieldauer: 360 Minuten

ASIN: B0053OLULG

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 05.11.2011, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01