Mystery Case Files: MillionHeir (DS)
 
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Mystery Case Files: MillionHeir (DS)

Rezension von Julia

 

Detektivgeschichten sind nicht nur für Erwachsene interessant, das zeigen erfolgreiche Serien wie Detektiv Conan zur genüge. Dieses recht einfache Konzept haben sich die Spielemacher aus dem Hause Nintendo zunutze gemacht und ein aufregendes Rätselraten rund um einen Entführungsfall entwickelt, an dem nun Erwachsene wie Kinder teilhaben können.

 

Handlung

Max Mammon ist Millionär und engagiert DICH, um verschwundene Gegenstände wiederzufinden. Der Spieler wurde gerade zu einem der besten Detektive ausgezeichnet und ist sich seiner Verantwortung natürlich bewusst. So nimmt er diesen Auftrag an, auch wenn der nur daraus besteht, in Max Mammons Arbeitszimmer, das schrecklich unordentlich ist, die verlegten Gegenstände zu finden. Noch bevor die Aufträge jedoch alle erledigt worden sind, verschwindet der exzentrische Millionär spurlos und die ratlosen Erben engagieren natürlich den einzigen Detektiven in greifbarer Nähe. Nun muss man versuchen das Rätsel um das Verschwinden Mammons zu lösen. Dafür sucht man alte Bekannte des Mannes auf, ihnen auf die Spur kommt man durch Hinweise, die im Arbeitszimmer verborgen sind. So gelangt man nach und nach in eine Miene, zu einem Showgirl in die Vorstellung, zu einem Bäcker, einem Feuerwehrmann oder zum altbekannten Gärtner. Hier erhält man nützliche Informationen und entdeckt vielleicht auch weitere Hinweise über Mammons Verbleib.

 

Technik

In diesem Spiel werden beide Bildschirme genutzt, auf dem oberen werden die Gegenstände aufgelistet, die man finden muss oder man sieht Hinweise zu den Personen. Hier werden auch die Restzeit, die Anzahl der Tipps und die Anzahl der zu findenden Objekte aufgezeigt. Auf dem unteren Bildschirm spielt man. Hier sieht man die Bilder, von hier aus kann man auf seinen Kriminalcomputer zugreifen und das Inventar öffnen oder schließen.

Gespielt wird auf dem Bildschirm selbst mit dem Touchpen. Das funktioniert einwandfrei, die Befehle werden ohne Probleme angenommen und umgesetzt. Auch die Knöpfe und das Steuerkreuz können zur Hilfe genommen werden, um beispielsweise weiterzusrollen oder um Dialoge fortzuführen. Eine Sprachausgabe gibt es im übrigen nicht, dafür muss man des Lesens mächtig sein, für Kinder, die noch nicht in die Schule gehen ist das Spiel damit absolut nicht geeignet. Immerhin kann man sich über die Texte nicht beklagen, diese sind in sich stimmig, fetzig und vor allem grammatikalisch korrekt, was man heutzutage ja nicht immer erwarten darf.

Die Graphik ist dabei im Comic-Stil gehalten worden, glänzt mit detaillierten Bildern und kräftigen Farben.

Man hat keine Spielfigur, sondern man klickt sich einfach nur durch die Ansicht verschiedener Räume oder Hintergründe. Selbst die Personen, die man im Laufe des Spiels trifft, sind lediglich Standfiguren, die sich nicht bewegen.

Als Sound läuft eine recht angenehme, aber einfache Melodie, die immerhin nicht langweilig wird und es gibt diverse Hintergrundgeräusche, die stimmig eingefügt wurden.

 

Spielspaß

Die Handlung ist recht schlicht und schreitet schnell voran, beschäftigt ist man damit jedoch lange. Das hat mit der Spurensuche zu tun, die sich alles andere als einfach gestaltet. Man hat es hier mit Wimmelbildern zu tun, also Bildern, die regelrecht überfüllt sind, sodass man erst auf den dritten oder vierten Blick Einzelheiten erkennt. So übersieht man sehr schnell etwas, das unter einem Lampenschirm versteckt ist oder mit anderen Formen verschwimmt, sodass man den Hinweis beziehungsweise Gegenstand vielleicht auch nur mit Hilfe der Suchfunktion findet. Die gibt es glücklicherweise, wenn auch nur für wenige Male. So kann es durchaus vorkommen, dass man mehrere Gegenstände suchen muss, aber nur ein paar davon findet. Damit das Spiel nicht an dieser Stelle zu Ende ist, fordert man Hilfe an.

Zur Seite steht einem zudem der persönliche Kriminalcomputer, der nicht nur die wichtigsten Hinweise automatisch notiert, sondern auch immer offensichtlich macht, was man gerade überhaupt suchen muss.

Das ist jedoch noch lange nicht alles, gelegentlich muss man auch Puzzles zusammenfügen, Fehler in einem Bild suchen oder dergleichen, damit man an weitere Hinweise kommt. Jeder weitere Abschnitt wird zudem anspruchsvoller, sodass man sich selbst steigern muss.

Glücklicherweise gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen. In der leichtesten kommt man ohne Zeitlimit aus, in der schwersten spielt man gegen die Zeit, in der man alle Aufgaben erledigt haben muss, was wirklich anspruchsvoll ist. Das einzig negative an dem Spiel ist, dass man zwischendurch nicht einfach abspeichern kann, sondern das nach einzelnen Abschnitten selbstständig gemacht wird. Das macht es natürlich schwierig eine Einheit zu unterbrechen, um gegebenenfalls später weiterzuspielen.

Auch ein Mehrspielermodus ist vorhanden, sodass bis zu drei weitere Spieler in das Spiel eingeladen werden können, um eifrig mitzuraten.

 

Alles in allem liegt hier ein sehr gutes Spiel vor, das seinen Spielern viel Freude bereiten kann. Durch detaillierte Wimmelbilder und zahlreiche knifflige Aufgaben sowie einer interessanten Hintergrundgeschichte bietet es Spielspaß auf hohem Niveau. Freizeit-Detektive sollten sich diese Gelegenheit nicht entgegen lassen und hier auf jeden Fall zugreifen!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202407130201562af3bf22
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Mystery Case Files: MillionHeir

von Nintendo

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erscheinungsdatum: 6. Februar 2009

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 22.04.2009, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 8606