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New York – Die Stadt die niemals schläft

Rezension von Christel Scheja

 

Vielleicht nicht die größte, aber eine der bekanntesten Städte der Welt ist New York, auch liebevoll „Big Apple“ genannt. Als Schauplatz vieler Filme und Serien sind die Straßenzüge und das Panorama bestimmter Stadtteile in der ganzen Welt bekannt, und so manch einer wird sich fragen, wie man einen Moloch wie diese Megacity am Laufen hält. Damit beschäftigt sich „New York – Die Stadt die niemals schläft“.


Drei Episoden gehen auf die Bereiche ein, die dafür sorgen, dass das Leben in der Stadt nicht zusammenbricht – Transport, Nahrung und Wohnraum sind die elementarsten Grundbedürfnisse, die erfüllt werden müssen.


In „Verkehr am Limit“ wird der öffentliche Nahverkehr genauer unter die Lupe genommen. Auf welche Art und Weise steuert man das Chaos in der Stadt, bringt die Pendler aus den Vororten und dem Umland an ihre Arbeitsstellen und wieder zurück. Wie schaffen es die Verkehrsplaner, Verspätungen zu minimieren und alles am Laufen zu halten. Und welche Rolle spielt auch heute noch der Autoverkehr.

Essen für die Megacity“ muss ebenfalls organisiert werden, denn es gilt an die 8,5 Millionen Menschen zu versorgen? Wie geht das vonstatten? Woher kommen die Lebensmittel, die jeder in den Supermärkten, Restaurants und Imbissbuden finden kann. Wie wird alles heran geschafft – und der Müll am Ende wieder entsorgt?

Das „Luxusgut Wohnen“ macht es den alteingesessenen New Yorkern immer schwerer, in ihren angestammten Wohngebieten zu bleiben, denn je mehr reiche und hippe Leute aus aller Welt in die historischen Stadtviertel drängen, weil es cool ist, dort zu wohnen, um so mehr steigen die Mieten und findige Investoren sorgen dafür dass das Leben an den ehemaligen Brennpunkten für normale Menschen unbezahlbar wird.


Die Dokumentation geht vor Ort. Drei Moderatoren sehen sich das unterschiedliche Treiben vor Ort an, sprechen mit den Verkehrsplanern, aber auch mit Taxifahrern, Mitreisenden. Sie beobachten, wie die Lebensmittel in die Stadt gebraucht werden und wie emsig die Müllwerker zugange sind, um die Hinterlassenschaften der Menschen wieder zu entsorgen. Auch erfährt man von Alternativbewegungen wie dem „Urban Gardening“, das die Dächer vieler Wohngebäude als ideale Gartenfläche ausgemacht hat

Gerade in der dritten Episode wird aber auch auf ein generelles Problem der Stadt hingewiesen, die Verteuerung der Mieten. Stadtviertel, die noch in den 1980ger Jahren als soziale Brennpunkte galten, sind inzwischen zu schicken Straßen umgebaut worden, in denen denen sich nur noch die Reichen aus aller Welt niederlassen können. Eigentum kostet Millionen.

Aber wie man sich schon denken kann, fehlen natürlich Details. Die drei Folgen sind nur in der Lage einen generellen Überblick zu geben und zu zeigen, wie alles im Groben funktioniert, auf Probleme wird nur in einem gewissen Maß eingegangen, um die Zuschauer nicht all zu sehr zu verschrecken. Denn im erster Linie geht es darum, die generellen Abläufe im alltäglichen Leben New Yorks zu zeigen.

Und man geht mitten unter die Menschen, lässt auf diese einfach einmal reden, was den Episoden eine gewisse Authentizität gibt. Alles in allem wird man in den der mal fünfzig Minuten sehr gut unterhalten und bekommt einen netten Einblick in das Treiben in der Stadt, das einem als Besucher immer verborgen bleiben wird.


Fazit:


Wer mehr darüber wissen will wie „New York – Die Stadt die niemals schläft“ eigentlich funktioniert bekommt in der dreiteiligen Dokumentation einen netten Eindruck davon, wie Verkehr, Nahrungsmittelbeschaffung und Müllentsorgung in der Metropole eigentlich funktionieren. Zugleich erfährt man aber auch, wie sich das Stadtbild langsam zu wandeln beginnt – leider nicht immer zum Guten.


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DVD:

New York – Die Stadt die niemals schläft

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:

Polyband/WVG, 29. September 2017

Produktionsjahr: 2016

Spieldauer: 150 Minuten

 

ASIN: B0749LDWNN

 

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051812229dc6be31
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Erstellt: 17.10.2017, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01