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Nights - Journey of Dreams (Nintendo Wii)

Rezension von Eileen Weinreich

 

Story:

Helen und Will werden aufgrund aktueller Ereignisse in ihrem Leben von schlechten Träumen geplagt. Während dieser Träume gelangen sie nach Nightopia, wo sie auf Nights und die Eule Owl treffen. Zusammen mit Nights stellen die beiden Kinder sich ihren Problemen und denen von Nightopia. Denn der Bösewicht Wizeman hat zusammen mit Reala einen gemeinen Plan ausgeheckt, zu dessen Durchführung Ideya benötigt wird. Diese stellen eine Art Tugenden bzw. charakterliche Werte dar, die den Menschen innewohnen. Will und Helen sind jedoch nur noch die Ideya der Tapferkeit geblieben, all die anderen Ideya müssen sie erst wieder finden. Dabei begeben sie sich zusammen mit Nights auf eine abenteuerliche Reise kreuz und quer durch Nightopia.

 

Gameplay:

Nights – Journey of Dreams kann entweder nur mit der Wii – Mote per Sensorleiste gespielt werden, per Wii – Mote mit angeschlossenem Nunchuk, per Classic – Controller oder per Game Cube Controller. Die beste Variante, um Nights und die beiden Kinder durch das Spiel zu steuern, stellt wohl die mit Kombination aus Nunchuk und Wii – Mote dar. Dabei hält man den Nunchuk bevozugterweise in der linken Hand, die Mote in der Rechten. Mittels Stick auf dem Nunchuk werden die Figuren nun gesteuert. Dies gestaltet sich nach einer kleinen Einführung durch die Eule Owl zunächst als gar nicht so schwer. Allerdings stellt man während einiger späterer und deutlich kniffeliger Missionen bald fest, dass auch die Steuerung mittels Stick und Nunchuck nicht perfekt ist. Man rutscht schnell vom Stick ab, was oftmals zur Folge hat, dass man die Flughöhe von Nights nicht mehr halten kann und damit schnell die gesamte Mission zum scheitern verurteilt ist. Dies kann schon mal zu Frust führen. Generell ist die Steuerung aber recht gut zu erlernen und zu bedienen, denn eigentlich tut man wenig mehr, als den kleinen Harlekin auf vorgegebenen Bahnen durch die Lüfte zu steuern. Lediglich die Flughöhe muss man ab und an variieren.

 

Wenn man nicht mit Nights durch die bunten Lüfte von Nightopia fliegt, bahnt man sich einen Weg durch die Labyrinthe, die sich in jedem Level befinden. Dabei hat man dann nicht mehr Nights zur Verfügung, sondern dasjenige Kind, für dessen Traum man sich zu Beginn des Spiels entschieden hat. Die Sequenzen, in denen man durch die Level läuft, hüpft oder balanciert erinnern schon deutlich mehr an konventionelle Jump n Run Spiele. Die Steuerung funktioniert während dieser Passagen sehr einfach und bietet keine Schwierigkeiten. Lediglich das Abwerfen der Nightmarens, der Gegner in diesem Spiel, gestaltet sich als recht unausgegoren und schwierig, da die jeweilige Figur sehr unpräzise zielt und in der Folge trifft.

 

Grafik:

In Sachen Steuerung und Interaktion hat die Nintendo Wii seit ihrem Erscheinen ja neue Möglichkeiten aufgezeigt und ist durchaus als wegweisend zu bezeichnen. Was man von der Konsole allerdings nicht behaupten kann, ist wohl, dass die Spiele, die für diese Plattform erscheinen, graphisch besonders hochwertig wären. So verhält es sich auch mit „Nights – Journey of Dreams“. Die CGI – Sequenzen sind sehr hübsch anzusehen, bunt und vor allem detailverliebt. Die eigentliche Spielgrafik jedoch ist sehr pixelig und zuweilen kantig. Die Figuren zeigen keine wirklichen Mimiken und Gestiken, geschweige denn bewegen sich ihre Münder in irgendeiner Form realistisch, wenn sie sprechen. Auch in Sachen Umgebung kann „Nights – Journey of Dreams“ wohl nur durch farbenfrohe Level punkten als durch aufwändig gerenderte Einzelheiten. Die einzelnen Level, die allesamt ein großes Hauptthema abbilden, sind zwar sehr bunt und wirken dadurch kindgerecht und verspielt, aber sobald man sich Bäume, Gegner, Sträucher und andere Dinge genauer ansieht, die sich in den Leveln sehr zahlreich finden, entdeckt man die Grenzen, die der Wii offenbar gesetzt sind. Die Graphik wirkt zuweilen so, wie man sie aus mittelmäßig guten Playstation 2 Spielen in Erinnerung hat. Sogar ein „Final Fantasy X“ hat da rein optisch mehr zu bieten. Trotzdem macht es aber Spaß, immer wieder neue Level und Umgebungen frei zu schalten.

 

Musik:

Die musikalische Untermalung in „Nights – Journey of Dreams“ ist dem Thema, der Atmosphäre und dem gesamten Erscheinungsbild des Spiels hervorragend angepasst. Man könnte die Hintergrundbegleitung durchaus als verspielte Bonbonmusik bezeichnen, die sich als sehr stimmungsvoll beweist, wenn man durch riesige Schlösser, Wasserwelten oder zauberhafte Wälder fliegt. Dabei ist es den Machern gelungen, einen Spagat zwischen kindisch, kitschig und verträumt hinzulegen, der auch ältere Spieler überzeugen kann.

 

Fazit:

Alles in allem ist „Nights – Journey of Dreams“ ein kurzweiliges Jump n Run, mit dem man sich durchaus einige wenige Spielstunden bereiten kann. Aufgrund der Tatsache, dass man das Spiel einmal mit Helen und einmal mit Will durchspielen kann, ist auch der Wiederspielwert gegeben, was das Spiel nicht sofort nach dem ersten Durchlauf wieder ins Regal befördert.

 

Rein von der Steuerung her, kann sicher jeder –Anfänger und alter Zockerhase- schnell in dieses Spiel finden. Dennoch erscheint das Gameplay bei so mancher Mission nervig und unausgegoren, was schnell zu Frust führen kann. Auch die Graphik kann nicht wirklich überzeugen, da sie zuweilen kantig und pixlig wirkt.

 

Trotzdem macht „Nights – Journey of Dreams“ Spaß und motiviert vor allem auch zu immer wieder probieren der Missionen, nicht zuletzt auch deshalb, weil es am Ende jeder Mission einen Rang gibt. Etwas eintönig wird das Spiel allerdings aufgrund der Tatsache, dass sich einige Missionen in jedem Level wiederholen. Auch den Sinn der Zeitbegrenzung für jede Mission ist nicht unbedingt nachvollziehbar, da dies eine gewisse Hektik ins Spielen bringt.

 

Jump n Run Fans dürfte dies allerdings wenig stören und auch Neulinge haben hiermit sicher eine Weile ihren Spaß.

Eure Meinung:


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Wii-Spiel

Nights - Journey of Dreams

ak tronic

Plattform:  Nintendo Wii

USK: 6

 

ASIN: B000VUPWSY

 

Erhältlich bei: Amazon

 

 

 

 


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Erstellt: 12.06.2009, zuletzt aktualisiert: 09.01.2015 23:07