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Nomade von Torsten Fink

Reihe: Der Sohn des Sehers, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Mit der Trilogie um „Die Tochter des Magiers“ debütierte der in Mainz lebende Torsten Fink als Autor. Ganz offensichtlich konnte sie genug Leser für sich gewinnen, denn nun erscheint bereits der erste Band seines nächsten Streichs. „Nomade“ ist der erste Band von „Der Sohn des Sehers“ und wechselt die Hauptfiguren nicht aber unbedingt den Schauplatz. Auch diesmal entführt er in das Reich Neu-Akkesch zwischen Wüste und fruchtbaren Tälern, wenngleich auch nicht in die Städte wie Serkesh.

 

Seit vielen Generationen leben die Hakul als Nomaden in einer kargen Landschaft, die kaum Nahrung und Wasser bietet. Das Leben ist hart und entbehrungsreich. Jeder hat seine Aufgabe zu erfüllen, um den Stammesverband zu erhalten und die Menschen vertrauen auf den Schutz durch den „Stein des Lichts“, ein magisches Artefakt und der Gaben ihrer Seher.

Auch Awin weiß das. Er ist der Ziehsohn und Schüler von Curru, dem Seher des Klans der Schwarzen Berge.

Der ältere Mann hat den Knaben, der nicht vom Blute der Nomaden ist, einst aufgenommen, weil er ganz offensichtlich schon damals dessen Gaben gespürt hat. Inzwischen scheint er aber zu bereuen, dass er Awin ausbildet, denn die Gaben des Jungen sind viel größer als die seinen. Anstatt diese zu schulen, tut er alles, um seinen Lehrling niederzuhalten und sein Selbstvertrauen zu zerstören.

So hat es Awin nicht gerade leicht, denn auch der Rest des Klans nimmt ihn nicht gerade ernst und demütigt ihn immer wieder. Er hat zwar drängende Visionen, aber kann sich niemandem wirklich anvertrauen.

So versucht er so wenig wie möglich zu sagen, auch wenn er das Unheil mit offenen Augen kommen sieht.

Dann aber wird der heilige Stein der Hakul gestohlen. Awin spürt, dass dies die Stunde seiner Bewährung ist und ergreift die Gelegenheit beim Schopf, denn es könnte die letzte sein, um gegen Curru zu bestehen. Auf der Suche nach dem Artefakt muss er sich vielen neuen Herausforderungen stellen ...

 

Wieder entführt Torsten Fink in die Welt seiner vorderasiatischen Kulturen, wenngleich er sich auch diesmal den wandernden Stämmen zuwendet und deren besondere Lebensart genauer vorstellt.

Das Abenteuer scheint weitestgehend unabhängig zu sein, spielt aber zur gleichen Zeit wie der erste Band von „Die Tochter des Magiers“, denn Maru und Tarish haben einen kleinen aber feinen Auftritt. Es ist natürlich nicht sicher, ob die Helden in dieser Trilogie wieder miteinander zu tun bekommen, aber abzusehen, dass sie eines Tages vielleicht gemeinsame Abenteuer erleben.

Bis dahin schildert er den Werdegang eines jungen Mannes mit großen Gaben, der aber genau so wie Maru erst sein Potential entdecken muss. In diesem Band fängt er damit an. Da zunächst sein Umfeld sehr ausführlich vorgestellt wird, bleibt die Spannung eher moderat und dramatisch wird es erst in der zweiten Hälfte, als die Suche nach dem heiligen Stein in die entscheidende Phase kommt.

Man merkt aber auch dass er dazugelernt hat, denn die Figuren und die Geschichte sind nicht mehr so blass wie im Auftaktband der ersten Trilogie. Das mag auch daran liegen, dass der Hintergrund nicht ganz so komplex ist, kommt aber dem Roman sehr zu gute und macht ihn sehr lebendig, man nimmt Anteil am Schicksal des Helden und seiner Begleiter.

 

Wie schon die Saga um „Die Tochter des Magiers“ so dürfte auch „Nomade“ der erste Band von „Der Sohn des Sehers“ die Leser begeistern, die Abenteuer vor exotischer Kulisse mögen und vor allem an der Vorstellung einer Welt Freude haben.

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Buch:

Nomade

Autor: Torsten Fink

Reihe: Der Sohn des Sehers Band 1

Taschenbuch, 464 Seiten

Blanvalet, Mai 2010

 

ISBN-10: 3442266912

ISBN-13: 978-3442266913

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 01.08.2010, zuletzt aktualisiert: 27.02.2019 09:14