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Operation Avalanche

Filmkritik von Cronn

 

Es gibt die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien. In Zeiten des Internets ist es ganz einfach geworden, dass Menschen ihre ganz eigene Sicht auf verschiedenste Geschehnisse der Weltgeschichte der Menschheit mitteilen können. Auf diese Weise werden komplexe Vorgänge für den Einzelnen vereinfacht und mit dem Hauch des Geheimnisvollen angereichert. Beliebt sind dabei die angeblich mysteriöse Ermordung von John F. Kennedy genauso wie die angeblich versteckten UFOs in Roswell auf der Area 51. Doch weitaus am bekanntesten ist die angeblich vorgetäuschte Mondlandung der USA im Juli 1969.

Und genau darauf basiert Matthew Johnsons Film Operation Avalanche.

Der Streifen wurde 2015 in den USA/Kanada gedreht und lief erfolgreich auf dem Indie-Filmfestival Sundance. Nun erscheint der Streifen bei uns durch die Universum Film GmbH.

 

Verlagsinfo:

Was für eine Blamage! US-Präsident JFK hatte angekündigt, dass Amerikaner noch vor Ende der 1960er Jahre den Mond betreten würden, und jetzt werden wahrscheinlich die verhassten Sowjets das Rennen machen. Denn die NASA kann zwar ihre Leute auf den Mond bringen, aber nicht wieder zurück. Als der filmverrückte CIA-Neuling Matt Johnson zufällig hinter dieses Debakel kommt, wächst eine völlig irre Idee in seinem Kopf. Wenn sein Idol Stanley Kubrick gerade eine täuschend echte Odyssee im Weltraum drehen kann, warum kann Matt dann nicht mit eben diesen magischen Filmtricks die 10 % der Mondlandung liefern, die der NASA noch fehlen?

 

Kritik:

Matthew Johnsons Idee ist brillant: Warum nicht einfach die beliebte Verschwörungstheorie der getäuschten Mondlandung auf die Spitze treiben und in der Manier einer Mockumentary die Menschen in den Mittelpunkt stellen, die angeblich diesen Fake durchgeführt haben.

Das bedingt auch, dass der Filmemacher mit allen Konsequenzen diesen Fake durchzieht – und das hat er bis auf Kleinigkeiten hervorragend umgesetzt.

Das beginnt schon mit dem Filmmaterial, das wirkt wie direkt aus den sechziger Jahren herübergerettet. Auch die originalen Filmschnipsel, die hineingeschnitten wurden und Straßenszenen zeigen, tragen zum Fake mit bei. Die Kleidung, Haarfrisuren und Sprache der Schauspieler wurden bis ins Detail dem Stil dieser Epoche ebenfalls angepasst. Besonders gelungen sind einige Szenen, in denen Johnson auf Stanley Kubrick trifft, was mit digitaler Technik realisiert wurde und an Szenen von Forrest Gump erinnert.

Was nicht vollkommen überzeugt, ist bei der durchaus anspruchsvoll inszenierten Verfolgungsjagd, die Tatsache, dass die Verfolger nicht versuchen die Reifen zu zerschießen. Hier ordnet sich die Logik der Story klar unter.

 

Fazit:

»Operation Avalanche« ist eine gelungene Fake-Documentary, die an ihren besten Stellen sogar eingefleischte Verschwörungstheorie-Feinde mit Humor zu überzeugen weiß.

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Eure Meinung:

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Blu Ray:

Operation Avalanche

USA/Kanada, 2015

Regisseur: Matthew Johnson

Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 1 BR

FSK: 12

Universum Film, 13. Januar 2017

Spieldauer: 95 Minuten

 

ASIN: B01MF9O0CA

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Owen Williams
  • Josh Boles
  • Krista Madison
  • Matthew Johnson

Eintrag in der PhilmDB:

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Erstellt: 12.01.2017, zuletzt aktualisiert: 25.03.2018 19:01