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Panda, Gorilla & Co.

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Hurra, ein neuer Zoo entsteht. Die Tiere warten schon ungeduldig auf ihr neues Zuhause. Wird der Panda wieder neben den Elefanten wohnen? Alle können es kaum erwarten. Auch die Zoobesucher freuen sich schon riesig darauf, die Artenvielfalt im Zoo zu bestaunen.

 

Gemeinsam gehen die Planer ans Werk. Zug um Zug nimmt der neue Zoo Gestalt an. Wem es dabei gelingt, seine Planungsideen am besten zu verwirklichen und die Tiere besonders gut unterzubringen, der wird der neue Zoodirektor und damit Sieger dieses spannenden Spiels.

 

Spielziel

 

Es gewinnt der Spieler, welcher am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte ansammeln konnte. Siegpunkte bekommt man, indem man nach und nach den Zoo aufbaut und Tiere in den Gehegeflächen unterbringt. Dabei bekommt man für ein großes Tier natürlich mehr Punkte, als für ein mittleres oder kleines. Wenn alle Zoofelder mit offenen Karten oder mit umgedrehten/Teichen belegt sind, endet das Spiel.

 

Ausstattung

 

Die Illustrationen auf dem Kartondeckel geben bereits einen ersten Eindruck von den Tieren, die es während des Spiels unterzubringen gilt. Die Spielkomponenten sind:

 

  • 1 Regelheft (in drei Sprachen)
  • 1 Spielplan
  • 4 Punktemarker
  • 36 Tierchips
  • 74 Wegekarten
  • 59 Tierplättchen

 

Auf den ersten Blick wirken die Tierplättchen ein wenig trist. Hier hat man einfach das Foto eines Tieres genommen und es auf ein dunkelgrünes Plättchen kopiert. Es hätte wahrscheinlich besser ausgesehen, wenn man die Tiere in ihrer natürlichen Umwelt abgebildet hätte. Übersichtlicher ist es natürlich so.

 

Generell machen alle Komponenten einen sehr ordentlichen Eindruck, farblich nicht zu aufdringlich und doch bunt. So hat man zum einen einen guten Überblick über das Spiel und zum anderen immer ein wenig Abwechslung für das Auge.

 

Spielregeln

 

Das Regelwerk ist 16 Seiten stark und in drei Sprachen (deutsch, französisch und italienisch) geschrieben. Der in Deutsch geschriebene Teil nimmt davon den größten Abschnitt ein. Dies sollte den Leser aber nicht schrecken. Alleine vier Seiten beschäftigen sich mit den Tieren und geben einen kurzen Überblick über sie. Weiterhin gibt es eine Menge Beispiele und Bilder in der Anleitung, daher muss man nicht viel Lesearbeit investieren, um mit „Panda“ starten zu können. Kompliziert sind die Spielregeln auch nicht erklärt von daher steht einem schnellen Spielstart nichts im Weg.

 

Spielverlauf

 

Die Spielvorbereitungen sind schnell getroffen. Der Spielplan wird in der Mitte des Tisches ausgelegt und die Wegekarten werden gemischt. Dann werden sie als verdeckter Aufnahmestapel neben den Spielplan gelegt. Die oberste Karte wird aufgedeckt, dann wählt jeder Spieler eine Farbe und erhält seine neun Tierchips. Die Punktemarker werden auf das Startfeld gestellt, dann werden die Tierplättchen nach Größe sortiert und offen ausgelegt. Nun kann es losgehen!

Der Spieler, welcher als letztes einen Zoo besucht hat, ist der Startspieler. Ist man an der Reihe, durchläuft der Spielzug maximal drei Aktionen.

 

Aktion 1 – „Karte“

 

Der aktive Spieler hat nun die Wahl. Entweder nimmt er die offen ausliegende Karte und legt sie passend auf dem Spielplan an, oder er nimmt sie ganz aus dem Spiel. Dann muss er vom verdeckten Stapel zwei neue aufdecken und eine davon auf dem Spielplan anlegen.

 

Beim Anlegen gilt es Einiges zu beachten. Karten müssen auf einem leeren Feld oder auf einem Feld mit einem Teich angelegt werden. Der Weg der Nachbarkarten muss auf der angelegten Karte fortgesetzt werden und dunkle Zoobereiche dürfen nicht an helle angrenzen und umgekehrt.

 

Aktion 2 – „Vorschlag“

 

Nachdem eine Karte platziert worden ist, darf der Spieler noch auf dieser Karte einen seiner Tierchips ablegen. Dabei stehen jedem Spieler drei verschiedene Größen von Chips zur Verfügung. Kleine, für kleine Tiere, mittlere, für mittelgroße Tiere und große für große Tiere. Pro zusammenhängenden, dunklen Zoobereich darf sich aber immer nur ein Chip jeder Größe sich in ihm befinden.

 

Aktion 3 – „Wertung“

 

Kommt es im Laufe die Spiel vor, dass ein Zoobereich abgeschlossen ist, kommt es zu einer Wertung. Ein Zoobereich gilt als abgeschlossen, wenn er durch die Mauer, Wege oder den Eingangsbereich abgegrenzt ist.

 

Nun bekommen alle Spieler ihre Chips zurück und der Spieler, der den größten Chip in diesem Zoobereich gespielt hat, darf versuchen ein oder mehrere Tiere der betreffenden Größenkategorie in diesem Zoobereich unterzubringen. Ist dann noch Platz vorhanden, kann der Spieler mit dem Chip eine Klasse niedriger noch versuchen weitere Tiere der kleineren Kategorie unterzubringen. Je nach Größe bekommen die betreffenden Spieler Siegpunkte, welche wiederrum für den Sieg notwendig sind.

 

 

Sind alle Felder auf dem Spielplan belegt, endet das Spiel. Es werden noch alle Zoobereiche gewertet, auf denen noch keine Tiere liegen, dann steht der Sieger fest.

 

Spielspaß

 

„Panda, Gorilla und Co.“ ist ein sehr abwechslungsreiches Spiel. Das Fehlen von Würfelglück macht es wesentlich taktischer als es mit der Komponente „Würfelglück“ sein würde. Ein Quäntchen Glück gehört allerdings dennoch dazu, schließlich muss man immer noch halbwegs passende Karten ziehen.

 

Der zeitliche Rahmen für eine Runde „Panda“ ist mit 45 Minuten recht begrenzt. Allerdings können Partien mit vier Spielern auch schon mal länger als 60 Minuten dauern. Da vier Spieler bereits das Maximum an Teilnehmern ist, sollte dies eine gute Richtlinie sein. Eigentlich schade, dass man es nur zu viert spielen kann, eine Option mit noch mehr eifrigen Planern einen Zoo zu verwirklichen, wäre durchaus lustig. Der Altersrahmen von acht Jahren ist nicht zu niedrig angesetzt. Mit seinen Illustrationen und dem Thema Zoo richtet sich „Panda“ generell eher an Familien mit jüngeren Kindern. Aber auch ältere können mit diesem tollen Spiel eine ganze Menge Spaß haben.

 

Fazit

 

Zoosendungen sind seit den letzten Jahren groß im Kommen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Zoospiele die Brettspielszene erobern. Freunde von Tieren und Zoos kommen hier voll auf ihre Kosten und auch für Familientage ist „Panda, Gorilla und Co.“ garantiert das richtige Spiel.

 

(Anklicken zum Vergrößern)
 

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Brettspiel:

Panda, Gorilla & Co.

Schmidt Spiele

Spielerzahl: 2 bis 4

Spieldauer: 30 - 45 Minuten

Mindestalter: ab 6 Jahren

ASIN: B000UDO3FA

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

Inhalt:

 

  • 1 Regelheft
  • 1 Spielplan
  • 4 Punktemarker
  • 36 Tierchips
  • 74 Wegekarten
  • 59 Tierplättchen

 


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Erstellt: 14.05.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50